Vorlesung
Einführung in die Stadtsoziologie
Die Stadt ist ein komplexes Gebilde, das von Menschen in unterschiedlichen Formen gebaut, abgerissen und neugebaut wird. Seit dem Entstehen der modernen Großstadt bemühen sich Soziologen, um die Regeln, Mechanismen und Dynamiken städtischen Lebens zu verstehen und nachzuvollziehen. Dabei sind sie unterschiedliche Wege gegangen, um unser Verständnis über das Leben in der Stadt zu verbessern. In dieser Vorlesung wird dabei davon ausgegangen, dass nicht so sehr das Statische und Gebaute eine Stadt ausmachen als das Mobile, Flüchtige und vor allem: die Menschen. In dieser Hinsicht soll anhand von Beispielen aus der deutschen Geschichte und der Gegenwart erläutert werden, wie Städte als Produkt von Migration unterschiedlichster Formen zu verstehen ist. Dabei wird ein Überblickswissen der Stadtsoziologie, gängige Begriffe und empirische Forschungen zu wichtigen Fragen der Stadtentwicklung aus gesellschafswissenschaftlicher Perspektive vermittelt.
Richtet sich an: BA Urbanistik 2. Semester
Termine: montags, 13.30-15.00 Uhr / 1. Termin 13.04.2026
Projekt
INCLUSIVE & ACCESSIBLE ENVIRONMENTS FOR DISABILITY
The Blended Intensive Programme (BIP) entitled Inclusive & Accessible Environments for Disability is hosted by the University of Bergamo (Italy) with the collaboration of the University of Picardie Jules Verne (France), the Bauhaus-Universität Weimar (Germany), and the University of Castelo Branco (Portugal) University of Macedonia (UOM). It is a short course for higher education students from partner institutions addressing basic concepts, models, criteria and indicators for promoting inclusion and participation of the persons with disabilities in the living environments (built, digital and natural), with a particular focus on the theme of accessibility and universal design. Furthermore, it will develop a broad- spectrum knowledge of the technologies (mainstream and assistive) to support social inclusion in relation to the different types of disabilities. Finally, the Course aims at promoting in participants preliminary skills in analysing existing situations and designing environments and solutions from an inclusive and participatory perspective.
Wahl(Pflicht) Bereich, Seminar (2 SWS)
Hier die Zielgruppe:
- 2 Plätze BA höhere Semester, die kein Projekt im SoSe haben
- 2 Plätze MA höhere Semester, die kein Projekt im SoSe haben
- 2 Plätze ERASMUS Urb/EUS
- 1 Platz EUS höhere Semester, die kein Projekt im SoSe hat
Besonderheit:
„The number of participants is limited to 7 students from Weimar. To participate, you need to be have been accepted through the internal selection process that was closed on 15th February 2026”.
Seminar
Einführung in die Stadtsoziologie
Inhalt dieses Modulseminars ist die fokussierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen an der Schnittstelle von Sozialwissenschaften und Stadtplanung bzw. -entwicklung. Der Schwerpunkt des Seminars liegt wesentlich auf der Heranführung an Techniken sozialwissenschaftlicher Theoriearbeit. Gleichzeitig knüpft das Seminar teilweise an Inhalte aus der Vorlesung an und bietet Gelegenheit, diese zu diskutieren und zu vertiefen. In der Auseinandersetzung mit einem Schwerpunktthema (wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben) wird an Textarbeit, Recherche und abstraktes, strukturelles und konzeptionelles Denken aus sozialwissenschaftlicher Perspektive herangeführt. Gleichzeitig werden inhaltlich insbesondere zeitgenössische Problemstellungen und Themen aufgegriffen, welche die aktuelle Diskussion um Stadt, Urbanität und Gesellschaft wesentlich prägen, und diese aus sozialwissenschaftlicher Perspektive kontextualisiert.
Safety and identity in public spaces: a joined Arabic-German workshop
Safety in public space is a major issue in cities all over the world. In this workshop, we want to work with students from architecture and urban studies on the question how places in Weimar could be taken as an example on how to increase the security, especially for women. By conducting many activities with young people in the public space we noticed that they easily develop critical thinking on the physical aspects of it, but some immaterial dimensions are more difficult for them to grasp. Among these are the issues related to the link between public space and the feeling of safety. Thanks to some indoor activities that use brainstorming, flipcharts and the wheel of diversity youngsters are guided to reflect on the public space from a point of view of the safety felt by different target groups, mainly looking at how personal identity and safety are interrelated. In this workshop we will use a toolkid that has been established by the initiative „Culture Goes Europe” (CGE). Dr. Ammalia Podlaszewska, chairperson of CGE and architect, will guide the actitivities of this toolkid. The workshop brings together architecture students from Lebanon, Oman and Weimar. Beyond the practical activities related to the CGE toolkid, there will be inputs about the situation of public spaces in Oman, Lebanon and Germany.The project requires presence and active contribution to the workshop for a testat.
Deutsch für Geflüchtete
Mit diesem Modul wird der im letzten Semester durchgeführte Sprachkurs für Flüchtlinge fortgesetzt. Dabei soll wöchentlich 1,5 Stunden Unterricht an eine oder mehrere Gruppen von ca. 8 Flüchtlingen auf Anfängerniveau erteilt werden. Die genauen Umstände des Unterrichts richten sich nach der Anzahl der Flüchtlinge, die sich hierzu anmelden und kann erst kurz vor Beginn des Unterrichts festgelegt werden. Studierende, die gerne den Unterricht mit den Flüchtlingen aus dem letzten Semester fortsetzen wollen, können das ebenfalls tun.
Richtet sich an: Studierende aller BA- und MA-Programme. (Wahlpflichtbereich / 3 ECTS)
Teilnehmerzahl: maximal 30
Termine: montags-freitags 15.15 - 16.45 Uhr
Ort: Verschiedene Räume
Methoden der Stadtforschung - Wie plane, strukturiere und schreibe ich (m)eine Masterarbeit?
Im Seminar werden wir uns in komprimierter Form mit dem Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens in der Stadtforschung auseinandersetzen. Einerseits rekapituliert der Kurs grundlegende Aspekte wie Qualitätsstandards, Argumentationsstruktur, Umgang mit Normativität und methodische Triangulation. Dabei greifen wir auch auf die eigenen Erfahrungen der Teilnehmenden zurück und reflektieren gemeinsam die Herausforderungen, die sich beim Schreiben einer Abschlussarbeit stellen. Andererseits werden ausgewählte Masterarbeiten der Urbanistik vorgestellt und diskutiert. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Methoden der Datenerhebung (diverse Interviewformen, teilnehmende Beobachtung, quantitative Umfragen, kognitive Kartierung und Co.) sowie Datenauswertung (qualitative Inhaltsanalyse, induktive und deduktive Codierung, Grounded Theorie und Co.) im begrenzten Rahmen einer Masterarbeit ganz praktisch umgesetzt werden können.