Studieren an der Fakultät Kunst und Gestaltung
Wann kann ich mit dem Studium beginnen?
Die Immatrikulation erfolgt generell nur zum Wintersemester nach bestandener Eignungsprüfung.
Brauche ich ein Abitur?
In künstlerischen und gestalterischen Studiengängen prüft die Fakultät die besondere Befähigung in künstlerischer und gestalterischer Hinsicht zum Studium. Die allgemeinen Zugangsvoraussetzungen werden erst nach dem Bestehen der Eignungsprüfung festgestellt. In den Lehramtsstudiengängen Kunst an Gymnasien ist ein Abitur obligatorisch.
Gibt es einen Numerus clausus?
Nein, es gibt keinen Numerus clausus bezüglich der an der Fakultät Kunst und Gestaltung angebotenen Studiengänge.
Kann ich während des Studiums ins Ausland?
Natürlich ist es möglich, einen Teil des Studiums im Ausland zu absolvieren. Am einfachsten ist es, eine Partneruni der Bauhaus-Universität zu besuchen ...
Wichtige Informationen über die Partneruniversitäten finden Sie hier.
Brauche ich ein Vorpraktikum?
Erfahrungen für ein solches Studium sind von großem Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
Bis wann muss ich mich bewerben?
- Lehramt an Gymnasien Kunst bis 28. Februar des Jahres
- alle anderen Studiengänge bis bis 31. März des Jahres
Wo kann ich wohnen?
Wenden Sie sich dazu bitte an das Studierendenwerk Thüringen:
Studierendenwerk Thüringen
Anstalt des öffentlichen Rechts
Postfach 10 08 22
07708 Jena
Sekretariat:
Jakobsplan 1, 1. Etage
Telefon +49(0)3643 / 58 16 60
Telefax +49(0)3643 / 58 16 62
Zur Website des Studierendenwerks Thüringen
Die ersten Schritte im Studium
Hier finden Sie wertvolle Hinweise zum Weimarer Modell, zum Semesterstart und der Wahl Ihrer Kurse an der Fakultät Kunst und Gestaltung.
Stundenplan und Weimarer Modell
Das Projektstudium
An der Fakultät Kunst und Gestaltung wird nach dem Weimarer Modell in Projekten studiert. Das Projekt stellt die zentrale Lehreinheit dar. Für die Dauer eines Semesters arbeiten die Studierenden intensiv an einem Thema oder einer Problemstellung. Zu Beginn jedes Semesters findet eine Projektwahl statt, in der sich erst kurz vor Beginn der Lehrzeit entscheidet, welcher Studierende welche Lehrveranstaltung besuchen wird. Für Austauschstudierende gilt: Aufgrund dieses Systems ist es nicht möglich, der Heim-Universität frühzeitig konkrete Lehrveranstaltung zu nennen. Es werden immer Kurse in den folgenden Disziplinen angeboten:
Freie Kunst
- Experimentelle Malerei und Zeichnung
- Objekt / Skulptur / Installation
- Video, Medienkunst, Neue Medien
- Performance
- Kunst und Sozialer Raum
- Konzeptkunst
- Kontextuelles Arbeiten im öffentlichen Raum
- Neue künstlerische Strategien
Im Studiengang lehren Prof. Björn Dahlem (Skulptur, Objekt, Installation), Prof. Jana Gustheimer (Experimentelle Malerei und Zeichnung) und Prof. Christine Hill (Kunst und Sozialer Raum). Gastwiss. Marten Schech vertritt derzeit die Professur Kunst und sozialer Raum.
Medienkunst / Mediengestaltung
- Akustische Ökologien und Sound Studies: Jun.-Prof. Kerstin Ergenzinger
- Elektroakustische Komposition und Klangkunst: Prof. Prof. Maximilian Marcoll
- Experimentelles Radio: Prof. Nathalie Singer
- Gestaltung Medialer Umgebungen: Prof. Ursula Damm
- Interface Design: Prof. Martin Hesselmeier
- Medien-Ereignisse: Prof. Wolfgang Kissel
Die Projektwahl
An der Fakultät Kunst und Gestaltung findet zum Anfang des jeweiligen Semesters eine (digitale) Projektwahl statt, in deren Rahmen entschieden wird, welche Projekte und Fachkurse von welchen Studierenden besucht werden. Im Rahmen der Projektwahl finden Projektpräsentationen und Plenen statt.
Die Projektpräsentationen
Informationen zu Lehrangeboten finden Sie online über das Vorlesungsverzeichnis »Bison«. Zusätzlich finden Projektpräsentation und Plenen statt, sodass alle Studierenden einen Überblick über das Angebot des kommenden Semesters bekommen. Die Termine zu den Projektpräsentationen und Plenen werden online angekündigt.
Wahl der Projekt- und Wissenschaftsmodule sowie der Fachkurse
Nach den Projektpräsentationen findet die Projekt- und Fachkurswahl statt. Die Projektwahl geschieht online über Bison.
Information über die Teilnahme an Projekt-, Fach- und Wissenschaftsmodulen
Die Studierenden werden in den Tagen nach der Projektwahl ausschließlich über die Universitäts-E-Mail-Adresse informiert, für welchen sie Kurs angenommen sind.
Bei Problemen in der Kurswahl wenden sich die Studierenden bitte in dieser Reihenfolge an folgende Ansprechpartnerinnen und -partner:
- Lehrende/r der gewünschten Lehrveranstaltung
- Fachstudienberatung
- Studiengangssprecher*in
Projektmodule, Fachmodule und Wissenschaftsmodule
Jede*r Studierende kann insgesamt drei Lehrveranstaltungen besuchen:
- 1 Projektmodul
- 1 Fach-/Werkmodul
- 1 Wissenschaftsmodul
Aufgrund der Kapazitäten der Fakultät und des Verhältnisses der Anzahl von Lehrenden zu Studierenden ist es nicht möglich, mehrere Projekte oder Fachkurse in einem Semester zu besuchen. Bitte halten Sie sich unbedingt an diese Regel und beachten Sie dabei immer, die für sie gültige Studienordnung!
Credits/ECTS
Wenn Sie ein Semester an der Fakultät Kunst und Gestaltung absolvieren, erhalten Sie in der Regel insgesamt 30 Credit-Points/ECTS. Diese Zahl ergibt sich aus den zu belegenden folgenden Lehrveranstaltungen:
1 Projektmodul → 18 ECTS
1 Fachmodul/Werkmodul → 6 ECTS
1 Wissenschaftsmodul → 6 ECTS
→ 30 ECTS
Sprache
Alle Lehrveranstaltungen finden, außer in den internationalen Studiengängen und -programmen und sofern nicht anders angegeben, in deutscher Sprache statt. Die Lehrenden entscheiden individuell, in welchem Umfang die Lehre in englischer Sprache durchgeführt wird, wenn internationale Studierende an einem Projekt teilnehmen.
Werkstätten
Um die Werkstätten der Fakultät Kunst und Gestaltung nutzen zu können, müssen Sie aus Sicherheits- und Versicherungsgründen Einführungskurse absolvieren. Einführungskurse sind in die Lehre im ersten Semester integriert. Für Austauschstudierende bieten wir separate Werkstatteinführungen an.
Projektstudium nach dem Weimarer Modell
1993 entstand mit der Gründung der Fakultät Gestaltung das Weimarer Modell. Es verbindet Projektstudium, Werkstattpraxis, wissenschaftliche Reflexion und Austausch über Fachgrenzen hinweg. Bis heute prägt es das Studium an der Fakultät Kunst und Gestaltung.
Im Zentrum steht das Projekt. Ein Semester lang widmen sich Studierende intensiv einem Thema oder einer Fragestellung und entwickeln eigene künstlerische oder gestalterische Antworten. Wissenschaftliche Seminare, Fach- und Werkstattkurse begleiten die Projektarbeit. Sie vermitteln Wissen und Techniken genau dort, wo sie für das eigene Vorhaben nötig sind.
Das Studium eröffnet Raum für eigene Wege. Projekte stehen grundsätzlich auch Studierenden anderer Studiengänge offen, fachübergreifende Angebote erweitern die Perspektive. So folgen Studierende ihren Interessen und Fähigkeiten, verbinden verschiedene Angebote und entwickeln ihr eigenes künstlerisches oder gestalterisches Profil.
Ateliers, Werkstätten, Studios und Labs bieten Platz zum Arbeiten, Experimentieren und Ausprobieren. Studierende arbeiten selbstständig und tauschen sich direkt mit Lehrenden, Werkstattmitarbeitenden und untereinander aus. Sie bringen vorhandene Kenntnisse ein, erschließen sich neue Techniken und wagen sich an Unbekanntes.
Das Weimarer Modell versteht Studium nicht als festgelegten Weg zu einer vorgegebenen Lösung. Es schafft Freiräume, in denen eigene Fragen entstehen, Ideen wachsen und neue Positionen entstehen können.
Was ist eigentlich das Weimarer Modell?
Animation: Linda Dzeina Vaitka und Paula Marien
Ton: Susann Beyer
Sprecherin: Tanja Palamkote