2013 - Space Colony

Bei modernen Gebäuden wird neben der architektonischen Qualität vor allem deren Nachhaltigkeit beurteilt. Dieser häufig überstrapazierte Begriff beschreibt unter anderem, wie effizient mit vorhandenen Resourcen umgegangen wird und wie die Architektur an zukünftige Nutzungen anzupassen ist. Um Qualität und Nachhaltigkeit in einem Projekt zu vereinen, werden Leuchtturmprojekte benötigt, die als Fiktion zukünftige Zielstellungen formulieren. Hier setzt SpaceColony E13 an. Sie ist eine  flexibel entfaltbare Forschungsstation auf dem Mond, die schon heute Ort für Informationsveranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit und Ökologie dienen soll.

Vom Entwurf zum Bau: Die Station wurde von Masterstudenten der Fakultät Architektur unter realistischen Vorbedingungen entworfen, detailliert und im Juli 2013 als Modell im Maßstab 1:1 umgesetzt. Hierbei diente ein Wettbewerb unter allen Teilnehmern zur Findung des Siegerprojektes. Das finale Design ist ein Hybrid aus den am besten umzusetzenden Ideen der Wettbewerbsteilnehmer. Faktoren wie architektonische Gestaltung und Ästhetik trafen hierbei auf reale Parameter wie Machbarkeit und Finanzierbarkeit.

Die Konstruktion: Die Mondstation hat im Landezustand eine Höhe von 1,25m und erreicht im ausgefahrenen Zustand eine Höhe von 3,00m. Die Fassade wird von sich turbinenartig windenden Membranen angedeutet, welche komplett im Inneren der eingefahrenen Station verschwinden. Der Entfaltungsmechanismus wird durch ein raffiniertes Seilzugsystem gewährleistet, bewegt diagonal verlaufende Druckstäbe und lässt sich von Hand bedienen.

Die Nutzung: Das temoräre Projekt wurde im Sommer 2013 rege als Treffpunkt genutzt und nach einer Standzeit von zwei Monaten demontiert. Die eingesetzten Bauteile konnten vollständig rückgebaut und für spätere Bauprojekte verwendet werden.

Die Station im eingefahrenen Zustand
Die Station im eingefahrenen Zustand (Photo: Stephan Schütz)
Die Seitenverkleidung klappen auf
Die Seitenverkleidungen klappen auf (Photo: Stephan Schütz)
Die Station im ausgefahrenen Zustand
Die Station im ausgefahrenen Zustand (Photo: Stephan Schütz)
Detail der Eckverbindungen
Detail der Eckverbindungen (Photo: Stephan Schütz)
Knotenpunkt der Pneukonstruktion
Knotenpunkt der Pneukonstruktion (Photo: Stephan Schütz)
Die Projektgruppe
Die Projektgruppe
Die Station bei nächtlicher Illumination
Die Station bei nächtlicher Illumination (Photo: Stephan Schütz)
Photomontage zu Beginn des Projektes
Photomontage zu Beginn des Projektes (Animation: Toni Brandau, Dimitar Mitev, Stefan Preetz)