DDR-Architektur in der Leipziger Innenstadt. Forschungen zum baukulturellen Erbe der

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Inv.-Nr. F/2043/2004, Fotograf: Herbert Lachmann.

Die Publikation untersucht exemplarisch  anhand zweier markanter Gebiete in Leipzig den Wandel der Planungskonzepte und die Entwicklung des innerstädtischen Bauens in der DDR sowie den Umgang mit diesem Baubestand nach dem Ende der DDR.

Katja Weise befasst sich mit der Entwicklung des Ensembles Sachsenplatz im Zentrum Leipzigs – dem Platz, auf dem sich heute das Bildermuseum befindet. In dem stark kriegszerstörten Areal entstand in den 1960er Jahren ein ausgestalteter Platzraum inmitten von großmaßstäblichen Neubauten und in unmittelbarer Nachbarschaft zum barocken Leipzig. Nach der Wende wurden diese städtebaulichen Ideen entschieden revidiert, was eine erneute Transformation dieses Gebiets und insbesondere den Verlust der Nachkriegsarchitektur zur Folge hatte. 

Das westlich des Leipziger Innenstadtrings gelegene Kolonnadenviertel ist Gegenstand von Juliane Richters Recherchen. Hier entstand in den 1980er Jahren ein gemischtes Quartier: Experimentelle Plattenbauten, eine Fußgängerzone und akzentuierte öffentliche Räume zeigen, wie man auch innerhalb des engmaschigen Systems des zentralisierten Bauwesens eine qualitative urbane Lösung entwickeln konnte, um ein (nach wie vor) funktionierendes Stück Stadt zu erschaffen.

Juliane Richter und Katja Weise: DDR-Architektur in der Leipziger Innenstadt. Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR, Band 5
mit einem Vorwort von Annette Menting
Herausgegeben von Hans-Rudolf Meier
Bauhaus-Universitätsverlag Weimar 2015
ISBN: 978-3-95773-200-2,
Preis: 36,- Euro