Erstellt: 23. Juni 2026
Universitätsversammlung beschließt Abwahl des Kanzlers
Die Universitätsversammlung der Bauhaus-Universität Weimar hat am 22. Juni 2026 der Abwahl von Dr. Horst Henrici als Kanzler der Universität mit der nach Thüringer Hochschulgesetz erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Seine Amtszeit endet mit Ablauf desselben Tages. Vor der Abstimmung wurde Dr. Henrici im Rahmen einer Anhörung Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.
Dr. Horst Henrici war seit dem 1. Januar 2015 Kanzler der Bauhaus-Universität Weimar. In mehr als elf Jahren Amtszeit verantwortete er als Mitglied des Präsidiums die Bereiche Finanzen, Personal, Recht und Liegenschaften. In seine Amtszeit fallen zahlreiche Investitionen in die bauliche Infrastruktur der Universität, darunter die Sanierung und Weiterentwicklung zentraler Universitätsgebäude, die Realisierung von Neubauvorhaben sowie die Begleitung zahlreicher organisatorischer Entwicklungsprozesse. Darüber hinaus war die Universität in dieser Zeit mit außergewöhnlichen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere während der Corona-Pandemie.
Der Präsident der Bauhaus-Universität Weimar, Prof. Peter Benz, würdigte die langjährige Tätigkeit des Kanzlers: »Mit der heutigen Entscheidung endet eine mehr als elfjährige Amtszeit als Kanzler der Bauhaus-Universität Weimar. Dr. Horst Henrici hat die Universität in unterschiedlichen Entwicklungsphasen begleitet und Verantwortung übernommen. Für seinen langjährigen Einsatz danke ich ihm ausdrücklich und wünsche ihm für seinen weiteren Weg alles Gute.«
Dr. Horst Henrici resümiert: »Die Bauhaus-Universität Weimar war für mich über viele Jahre weit mehr als ein Arbeitsplatz. Ich bin dankbar für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde, und für die Zusammenarbeit mit den vielen engagierten Menschen, die diese Universität tragen. Für die Zukunft wünsche ich der Universität Mut, Zusammenhalt und Erfolg bei den vor ihr liegenden Aufgaben.«
Die Bauhaus-Universität Weimar wird die eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung ihrer finanziellen Situation und zur Weiterentwicklung ihrer Steuerungsinstrumente fortsetzen. Bis zur Bestellung einer Nachfolge werden die Aufgaben des Kanzlers kommissarisch wahrgenommen. Vorgesehen ist ein Expertenteam mit Beteiligten aus der Universität, möglicherweise ergänzt durch eine externe Beratung.
Hintergrund
Im Rahmen der Diskussionen zur finanziellen Situation der Bauhaus-Universität Weimar wurde in universitätsinternen Gremien die Frage nach Verantwortung, Kommunikation und strategischer Steuerung thematisiert. Dabei wurden insbesondere die Transparenz interner Kommunikations- und Entscheidungsprozesse sowie das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Universitätsleitung kritisch diskutiert. Vor diesem Hintergrund wurde über die Abwahl von Kanzler und Präsident im Rahmen der Universitätsversammlung am 22. Juni 2026 beraten und abgestimmt. Die Universitätsversammlung hat der Abwahl von Dr. Horst Henrici mit der nach Thüringer Hochschulgesetz erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Die für eine Abwahl erforderliche Mehrheit zur Abwahl des Präsidenten wurde nicht erreicht. Prof. Peter Benz bleibt damit weiterhin im Amt.
»Die Diskussionen der vergangenen Monate haben gezeigt, dass es Gesprächsbedarf gibt und dass Vertrauen durch Transparenz, Beteiligung und verlässliche Kommunikation immer wieder neu erarbeitet werden muss. Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt: Gemeinsam mit den Gremien, den Fakultäten, den Beschäftigten und den Studierenden wollen wir die anstehenden Herausforderungen angehen und die Bauhaus-Universität Weimar zukunftssicher machen«, äußerte sich Prof. Benz zum Ergebnis der Universitätsversammlung.
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