Erfolg beim Schinkelwettbewerb für Studententrio der Bauhaus-Universität
Drei Architekturstudentinnen der Bauhaus-Universität Weimar, Geraldine Abbate, Kathrin Kunz und Eva Zimmermann, haben einen Schinkelpreis in der Fachsparte Städtebau im diesjährigen 152. Schinkelwettbewerb des Architekten- und Ingenieur-Vereins (AIV) zu Berlin gewonnen. Der Preis wird vom Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg gestiftet und ist mit 3.000 Euro dotiert.
Unter dem Motto „Vom Bahnhofsvorplatz zum Lehrter Stadtviertel“ waren die Teilnehmer aufgefordert, neue Entwicklungsmöglichkeiten für das öffentliche Umfeld des neuen Berliner Hauptbahnhofes aufzuzeigen und eine eigene Identität des Lehrter Stadtviertels zu erarbeiten. Das 16 Hektar große Wettbewerbsareal wird zur Zeit nur als Transitzone oder lediglich als Bahnhofsrückseite wahrgenommen.
Die Arbeit des Studentinnenteams aus Weimar überzeugte die Jury durch ihre konzeptionelle Herangehensweise mit der Herausbildung einer linearen Struktur, die sich hervorragend für die abschnittsweise Entwicklung des Areals und für eine Anpassung der Planung hinsichtlich Parzellentiefen und -breiten eignet und flexibel auf unterschiedliche Nutzungsanforderungen reagieren könne.
Die Jury-Vorsitzende Wilma Glücklich hob die Qualität des Entwurfs hervor, der eine eigenständige Gestaltung und einen unverwechselbaren Charakter für das neue Stadtquartier erzielt. „Die Arbeit wird der Aufgabestellung des Wettbewerbes sowohl hinsichtlich ihrer unverwechselbaren städtebaulichen Grundidee wie auch durch die Detaillierung und Gestaltung der Teilräume in allen Maßen gerecht.“
Inspiriert zu ihrer Herangehensweise hat die drei Studentinnen unter anderem das Bild „Haupt- und Nebenwege“ von Paul Klee. Eva Zimmermann sagt dazu: „Die stark rhythmisierend wirkende Grundidee wird das gesamte Gebiet prägen und sich in allen Elementen wiederfinden. Damit tragen die Vorschläge zur Schaffung einer eigenen Identität des Viertels bei.“ Dass es sehr wichtig und interessant ist, bereits im Studium an Wettbewerben teilzunehmen, bestätigt ihre Kommilitonin Kathrin Kunz. „Für mich nimmt der Schinkelpreis einen sehr hohen Stellenwert ein. Es ist ein
traditioneller und in Deutschland bekannter Wettbewerb. Ich empfinde es als eine sehr reizvolle Aufgabe an einem so prominenten Standort einen Entwurf zu machen.“
Die zum Schinkelwettbewerb 2007 eingereichten Arbeiten werden in der Architekturfakultät der TU Berlin am Ernst-Reuter Platz ausgestellt. Ausstellungseröffnung ist am 13. März 2007 um 14 Uhr. Bis zum 27. März können von Montag bis Freitag zwischen 13 und 18 Uhr alle Interessierten die Entwürfe besichtigen.
Der Schinkelwettbewerb ist der größte Förderwettbewerb für junge Architekten und Ingenieure im deutschsprachigen Raum. Weisen die eingereichten Arbeiten eine hohe Qualität auf, können Schinkelpreise in Höhe von je 3.000 Euro in allen acht Fachsparten vergeben werden. Dazu gehören Architektur, Städtebau, Landschaftsplanung, Verkehrswesen, Bauingenieurswesen sowie Kunst, technische Innovation und Kooperation.
Der Schinkelwettbewerb des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Berlin wurde erstmalig 1855 mit staatlicher Förderung ausgeschrieben. Namhafte Schinkelpreisträger waren u.a. Alfred Messel (entwarf später das Pergamonmuseum), Ludwig Hoffmann (Architekt der Krankenhäuser in Berlin-Buch), Prof. J.P. Schmidt-Thomsen (ehemaliger Präsident der Berliner Architektenkammer) und Christoph Mäckler (Architekt des Lindencorsos in Berlin).
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