„Wege der Abstraktion 1945-1956“ im Haus am Horn
Am Freitag, dem 31. März 2006, um 17 Uhr, eröffnet der Freundeskreis der Bauhaus-Universität Weimar die „Sommerzeit“ im Haus Am Horn mit der Ausstellung „Aufbruch in Weimar“ des Weimarer Künstlers Harry Schmidt-Schaller.
Den Schwerpunkt bilden Gemälde, Handzeichnungen, Druckgrafiken und Designentwürfe aus seiner kreativsten Phase von 1945 bis 1956, die den hoffnungsvollen Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso verdeutlichen wie neue Repressionen durch die „Formalismusdebatte“ als Ausdruck der stalinistischen Kulturdoktrin ab 1950.
„Mit Unterstützung der Familie des Künstlers – besonders durch seinen Neffen Andreas Schmidt-Schaller (Anm. d. Red.: bekannt als Hauptkommissar Hajo Trautzschke aus der Krimi-Reihe „SOKO Leipzig“) - können wir nach mehr als 50 Jahren über 50 Werke des zu Unrecht fast vergessenen Weimarer Künstlers Harry Schmidt-Schaller präsentieren“, so der Vorsitzende des Freundeskreises, Michael Siebenbrodt.
Das Haus Am Horn bietet erneut den adäquaten Rahmen für das Werk eines Gestalters, der durch das Bauhaus wichtige Impulse für sein Schaffen empfangen hat.
Ausstellungseröffnung:
Freitag, 31. März 2006, 17.00 Uhr
Michael Siebenbrodt: Einführung in das Werk
Andreas Schmidt-Schaller, Berlin, „Aus dem Leben des Künstlers“.
Pressegespräch 11.00 Uhr
31. März – 4. Juni 2006,
Mi, Sa, So 11-17 Uhr.
Eintritt 3,50 Euro, erm. 2 Euro
Am Horn 61, 99425 Weimar
HARRY SCHMIDT-SCHALLER (1913-1988)
1913 als Sohn des Malers und Grafikers Erich Otto Schmidt-Schaller (Bauhaus-Student 1919-21) in Weimar geboren. Prägende künstlerische Anregungen erhielt er durch das Bauhaus mit Festen und Freundschaften zu den Kindern der Bauhaus-Meister und den Studierenden Karl Peter Röhl, Ise Bienert, Hans Breustedt und Joost Schmidt.
Ab 1945 als freischaffender Künstler in Weimar tätig. Wegen seiner ungegenständlichen Arbeitsweise wird er ab 1950 als „Formalist“ angefeindet und ausgegrenzt.
1954 Ausschluss aus dem Verband Bildender Künstler der DDR und erzwungener Rückzug in bürgerliche Berufe. Jenseits sozialistischer Kunstpolitik und öffentlicher Anerkennung entsteht das abstrakte Lebenswerk des Künstlers in Verbindung mit der Entwicklung einer eigenen Kunsttheorie.
1953-63 Zeichner und Detailkonstrukteur im Atelier für Theaterbau von Prof. Hemmerling in Weimar.
1988 gestorben in Weimar.
Ausstellungen 1979 in der Galerie Oben in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) und 1995 in der Kunstsammlung Gera.
Kontakt
Bauhaus-Universität Weimar
Claudia Weinreich
Pressesprecherin
Tel.: +49(0)3643/58 11 73
Luise Ziegler
Mitarbeiterin Medienarbeit
Tel.: +49(0)3643/58 11 80
Fax: +49(0)3643/58 11 72
E-Mail: presse[at]uni-weimar.de
Web: www.uni-weimar.de/medienservice