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Erstellt: 31. August 2005

„Überraschungsmaschinen“ aus Weimar auf der EXPO in Japan

Karakuri-Roboter der Medien-Fakultät setzen sich im internationalen Wettbewerb durch

Zwei kleine Roboter, sogenannte Karakuris, von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar konnten sich im internationalen Wettbewerb „Karakuri“ zur EXPO 2005 bis in die Endrunde durchsetzen. Der von der Präfektur Aichis, Austragungsort der EXPO 2005 östlich der Hafenstadt Nagoya in Japan, ausgelobte Wettbewerb gab für die Professur Medien-Ereignisse der Bauhaus-Universität den Anstoß zu einem interdisziplinären Studienprojekt „Karakuri“ mit Partneruniversitäten aus den USA, Kanada, Niederlande und Japan.

Karakuri bedeutet wörtlich soviel wie „Überraschungsmaschine“ oder auch „Trickgerät“, die kleinen mechanischen Wunderwerke dienen zur Unterhaltung des Publikums und sind gleichzeitig Vorformen der Roboter. Nach einem Semester intensiver Ideensuche und Umsetzung traten die Studierenden mit den Ergebnissen des Projektes zum Wettstreit an. „Tracy“ von Franka Sachse und „Watermark“ von Philipp Strasser (Mediengestaltung) gehören zu den vier ausgewählten Arbeiten der fünf teilnehmenden Hochschulen mit Aussicht auf Preise von bis zu 1 Million Yen (rund 7500 €).

„Tracy“ ist klein und kugelig und bewegt sich mittels Flossen ferngesteuert fort. Eine Gummiblase gefüllt mit Farbe im Inneren des Roboters zeichnet seine Bewegungen auf dem Untergrund nach. Mit der Zeit entstehen so bunte, chaotische Bewegungsbilder mit Pollock-Qualitäten.

Eine Art Bildschirm auf der Basis einer magnetischen Flüssigkeit bildet das Herzstück von „Watermark“. Die Flüssigkeit läuft über ein dünnes Kupferblech und wird durch Elektromagneten auf der Rückseite teilweise gehärtet. Diese können von einer Kamera aus angesteuert werden, so dass „Watermark“ auf diese Weise grob-pixelige Bilder und sogar Bewegungen in seiner Umgebung abbilden kann. Die Forschungsabteilung der BASF unterstützt dieses Projekt.

Am 18. September müssen die kleinen Roboter vor den Augen der Jury und des internationalen Publikums in der Telepia Halle auf dem Expo-Gelände bestehen, am 19. September werden die Preisträger gekürt. Alle Teilnehmer des internationalen Studienprojektes präsentieren ihre Arbeiten vom 20. bis 29. September im Rahmen der Ausstellung „Karakuri Art“, veranstaltet von den teilnehmenden Hochschulen in Zusammenarbeit mit der Expo-Organisation.

Kontakt
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