Gedruckte Röntgenbilder mit hohem Kontrast
Forscher der Bauhaus-Universität Weimar entwickeln Technologie zur Kontraststeigerung von medizinischen Ausdrucken.
Mit dem Forschungsprojekt „Superimposing Dynamic Range“ präsentiert die Juniorprofessur Augmented Reality/Erweiterte Realität unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Bimber einen einfachen und kosteneffizienten Weg, den Kontrast von gedruckten Bildern wie Fotos oder auf Papier gedruckte medizinische Daten erheblich zu steigern. Mit dem neuen Verfahren können der Kontrast, die wahrgenommene Tonauflösung und der Farbraum bei der Visualisierung solcher Bilddaten immens erweitert werden.
Eine Kamera tastet dabei vollautomatisch die Ausdrucke ab und registriert einen Projektor mit einer Genauigkeit von derzeit 0,3 mm auf deren Oberfläche. Speziell errechnete Helligkeiten und Farbanteile werden dann so projiziert, dass sie zusammen mit den Farbpigmenten auf den Ausdrucken einen Kontrast erreichen, der dem Kontrast von Röntgenfilm gleicht und diesen sogar übersteigt.
Bei ihren Experimenten konnten die Forscher Kontrastverhältnisse von über 45.000:1 erreichen und technisch mehr als 620 wahrnehmbare Tonwerte (Graustufen) reproduzieren. Betrachtet man einen normalen Ausdruck oder ein Foto unter Umgebungsbeleuchtung, liegt das Kontrastverhältnis lediglich bei ca. 100:1 bei etwa 130 wahrnehmbaren Tonwerten.
Die Verwendung von elektronischem Papier (dem so genanntem ePaper) anstelle statischer Ausdrucke erlaubt interaktive Visualisierungen. Die Technologie ist seit April 2008 patentrechtlich geschützt und wird in Zusammenarbeit mit Forschern der Osaka University in Japan weiter entwickelt.
Das Projekt „Superimposing Dynamic Range“ wird heute erstmalig zur OpenLab-Night 2008 (http://www.uni-weimar.de/medien/ar
In Kooperation mit der Firma aycan Digitalsysteme GmbH (http://www.roentgenkongress.de/) vorgestellt.
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E-Mail: bimber@uni-weimar.de
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Film
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(02.04.2008)
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