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Erstellt: 10. Oktober 2006

Dalberg-Preis für transdisziplinäre Nachwuchsforschung

Die Wissenschaftshistorikerin Dr. Christina Brandt erhält den renommierten Preis im Rahmen der Feierlichen Immatrikulation an der Bauhaus-Universität Weimar.

Den Dalberg-Preis für transdisziplinäre Nachwuchsforschung geht in diesem Jahr an Dr. rer. nat. Christina Brandt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, für ihre Dissertation: "Metapher und Experiment. Von der Virusforschung zum genetischen Code". Der Thüringer Akademiepreis im Umfang von 1.500 Euro wird am 11. Oktober 2006 im Rahmen der Feierlichen Immatrikulation an der Bauhaus-Universität Weimar im Audimax von Prof. Dr. Dr. Dr. hc. Werner Köhler, Vorsitzender der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt, und Prof. Dr. Gerd Zimmermann, Rektor der Bauhaus-Universität Weimar, verliehen. Die Laudatio hält Prof. Dr. Klaus Manger, Vizepräsident der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Den an die Wissenschaftsförderung Dalbergs erinnernden Preis lobt die Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt in Verbindung mit den Universitäten und Hochschulen des Landes aus. Er rückt Forschung ins Blickfeld der Öffentlichkeit, deren Transdisziplinarität sich nicht nur auf die Verbindungen zwischen den einzelnen Fächern richtet, sondern die Brücke zwischen Geistes- und Naturwissenschaften schlägt.

Dr. Christina Brandt vertritt in ihrer Dissertation die These, dass sich die Bedeutung der Metaphern von 'genetischer Information’, 'Code’, 'Schrift’ nicht unabhängig von ihrer Pragmatik erfassen lassen. Sie geht der Wirkungsweise von Metaphern in naturwissenschaftlichen Zusammenhängen nach und stößt aus dieser Richtung über das textuelle Element, die performative Wirkung von Metaphern auf die Vermittlung von Schrift und Natur bzw. Geist und Leben, wie sie seit alters im Topos vom „Buch der Natur“ vorgegeben ist. Das transdisziplinäre Thema erfährt eine exzellente Darstellung, die es der Preisträgerfindungskommission leicht gemacht hat, dafür einstimmig zu votieren.

Die betonte Transdisziplinarität des Preises gibt ein Signal in die Öffentlichkeit, damit die vielfach getrennt nebeneinander liegenden Wissenschaftsdisziplinen nicht nur wechselseitig, sondern auch gemeinsam wahrgenommen werden. Benannt ist der Preis nach Carl von Dalberg (1744-1817), der als Wirklicher Geheimer Rat und Statthalter zu Erfurt seit 1772 die Akademie zu besonderer Blüte erhob, mit den Großen seiner Zeit korrespondierte und ein Förderer der Wissenschaften und Künste war. 1802 wurde er Kurfürst im Bistum Mainz, dessen linksrheinische Gebiete an Frankreich abgetreten waren, und nach dem Reichsdeputationshauptschluss Kurerzkanzler bzw. mit Errichtung des Rheinbundes souveräner Fürst-Primas und Vorsitzender der Bundesversammlung.

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