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Erstellt: 11. März 2026

Herausragender Erfolg beim AIV-Schinkel-Preis 2026

Großer Erfolg für die Bauhaus-Universität Weimar: Architekturstudierende haben den AIV-Schinkel-Preis 2026 in der Kategorie »Städtebau« gewonnen. Der Wettbewerb, ausgelobt durch den Architekten- und Ingenieur-Verein (AIV) zu Berlin und Brandenburg, zählt zu den renommiertesten Nachwuchspreisen für Planer*innen im deutschsprachigen Raum. Nach Weimar gehen auch der Sonderpreis »Interdisziplinär und nachhaltig bauen« und zwei lobende Erwähnungen. Die offizielle Preisverleihung findet am Freitag, 13. März 2026, im Stadttheater Luckenwalde im Rahmen eines Festakts statt.

Die Auszeichnung in der Kategorie Städtebau erhalten Till Pulst, Emil Kuenzer, Jorik Flohr und Jesse Puhan-Schulz für ihre gemeinsame Masterarbeit mit dem Titel »DAZWISCHENstadt Luckenwalde«. Das Konzept versteht Mittelstädte als Räume des »Dazwischen«: zwischen Metropole und ländlichem Raum, zwischen Bestand und Transformation, zwischen Produktion und Wohnen. Aufbauend auf einer präzisen Analyse der räumlichen und sozialen Qualitäten Luckenwaldes entwickelt die Arbeit eine maßstäbliche Innenentwicklungsstrategie, die den baulichen Bestand respektiert und Stadt als langfristigen Prozess in aufeinander aufbauenden Phasen denkt. Luckenwalde wird dabei exemplarisch betrachtet: als Modell für zahlreiche Städte der zweiten Reihe, die künftig wachsende Metropolen entlasten und zugleich eigenständige Entwicklungsperspektiven im regionalen Kontext entfalten können.

Im Juryprotokoll heißt es: »Der Beitrag besticht durch die Klarheit seiner Plandarstellungen und der darin lesbaren programmatischen Vorgaben aus dem Erläuterungsbericht. Die Verfasser belegen insgesamt, dass sie die Identität, die Dichte, das Mischungspotenzial und die Transformationsperspektiven der ehemaligen Industriestadt Luckenwalde analytisch und strategisch überzeugend erfassen und daraus auf hohem Gestaltungsniveau ein robustes städtebauliches Konzept entwickelt haben.« Die Juryentscheidung für den Entwurf fiel einstimmig. 

Neben dem Hauptpreis in der Kategorie Städtebau wurde ein weiterer Erfolg für die Bauhaus-Universität Weimar verzeichnet: Den Sonderpreis »Interdisziplinär und nachhaltig bauen« erhielten Dikshya Pokharel, Zhasmin Roumieh und Mareike Sophie Steffen aus dem Master-Studiengang »Integrated Urban Development and Design« für ihre Arbeit mit dem Titel »The Gentle City«. Die Arbeiten »Boden im Wandel. Phytosanierung in einer postindustriellen Stadt« von Sophia Athanasia Schwechheimer und »An Ecology of Shared Ownership« von Marcel Schmiedel und Elena Hanke, beides Studierende im Master Architektur, wurden jeweils mit einer lobenden Erwähnung gewürdigt. 

»Mit dem Gewinn des bedeutenden Nachwuchspreises im Städtebau und einem zusätzlichen Sonderpreis unterstreicht die Bauhaus-Universität Weimar ihre starke Position in der Ausbildung des planerischen Nachwuchses«, sagt Prof. Dr.-Ing. Sigrun Langner, Dekanin der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar. »Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen exemplarisch, wie analytische Tiefe, gestalterische Qualität und strategisches Denken zu zukunftsfähigen Lösungen für aktuelle Transformationsaufgaben in Stadt und Region führen können.«

Hintergrund AIV-Schinkel-Preis 

Der AIV-Schinkel-Preis wird vom Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin und Brandenburg vergeben und würdigt seit 1852 herausragende technisch-wissenschaftliche Leistungen junger Planer*innen. Die Preisverleihung erfolgt jährlich am Geburtstag des preußischen Architekten, Stadtplaners, Denkmalpflegers und bildenden Künstlers Karl Friedrich Schinkel.

Ausgelobt wird der Preis in mehreren Fachsparten, darunter Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur, Konstruktiver Ingenieurbau, Verkehrsplanung sowie Freie Kunst. Jede Kategorie ist mit 3.000 Euro dotiert. Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung des planerisch-kreativen Nachwuchses.

Für die Ausgabe des 171. Preises gab es insgesamt 140 Beiträge, 50 davon in der Kategorie» Städtebau«. Davon wurden zwölf Arbeiten in sechs Fachsparten prämiert. 

Auszeichnungen für die Bauhaus-Universität Weimar im Überblick:

Schinkel-Preis Städtebau
»DAZWISCHENstadt Luckenwalde«
Till Pulst, Emil Kuenzer, Jorik Niclas Flohr, Jesse Puhan-Schulz
Professuren Landschaftsarchitektur und -planung sowie Entwerfen und Baukonstruktion

Sonderpreis Interdisziplinär und nachhaltig Bauen
»The Gentle City«
Dikshya Pokharel, Zhasmin Roumieh, Mareike Sophie Steffen
Professur Landschaftsarchitektur und -planung

Lobende Erwähnung
»Boden im Wandel. Phytosanierung in einer postindustriellen Stadt«
Sophia Athanasia Schwechheimer
Professur Landschaftsarchitektur und -planung

Lobende Erwähnung
»An Ecology of Shared Ownership«
Marcel Schmiedel, Elena Hanke
Professur Landschaftsarchitektur und -planung

Für Rückfragen steht Ihnen gerne Jannik Petry, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Landschaftsarchitektur und -planung, per E-Mail: jannik.petry[at]uni-weimar.de oder telefonisch: +49 (0) 36 43/58 32 53 zur Verfügung.

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