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Erstellt: 13. April 2026

Von der Krise zur Alternative: Sparpolitik in der Hochschule als Chance für eine just transition ? PODIUMSDISKUSSION

Das Konzept der „just transition“ tauchte Anfang der 1990er Jahre unter amerikanischen Gewerkschaftern auf. Sie setzen ihn defensiv ein, um Arbeiter*innen in der fossilen Brennstoffindustrie vor den Auswirkungen der Klimapolitik auf ihre Arbeitsplätze und ihre Renten zu schützen. Wie jedoch mehrere umweltwissenschaftliche Studien gezeigt haben, standen Arbeiter*innen oder sozial schwache Bevölkerungsgruppen, deren Gesundheit und soziale Bindungen besonders den industriellen und gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind, oft an vorderster Front bei der Durchsetzung der ersten Umweltgesetze. Ein Beispiel dafür ist in Frankreich das Asbestverbot.

Stellt die aktuelle ökologische, soziale und geopolitische Krisensituation eine Chance für eine just transition?

Ausgehend von der Beschaffungspolitik der Bauhaus Universität Weimar möchten wir bei einer Podiumsdiskussion mit lokalen Gewerkschaftern, und Vertretern des Hochschulmanagement diese Frage anregen.

Wie kann die Universität ihre Beschaffungsprozesse umweltverträglicher gestalten? Welche Strategien und Partnerschaften mit lokalen Bürgerinitiativen, Vereinen, Gewerkschaften und lokalen Unternehmen entwickeln, kann sie entwickeln, um zur sozio-ökologischen Umgestaltung von industriellen und logistischen Arbeitsorganisationen und Infrastrukturen beizutragen? Welche Alternativen gibt es, um die Anpassungen an den Klimawandel mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu verbinden?

Ort: Institut für europäische Urbanistik / Belvederer Allee 5 - 99425 Weimar

Termin: 28.4.2026 / 17:30 Uhr

Gäste: Prof. Cécile Cuny, Universität Strassburg
Frank Günther, ver.di Thüringen
Julia Langhammer, DGB Hessen-Thüringen

Moderation: M. Sc. Tanja Potežica, Dr. Elodie Vittu, Bauhaus-Universität Weimar

LINK zu IfEU-Forschungsaktivität: Stadtlogistik