Talks@eTeach

Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe

Weil Lehrende vom Austausch untereinander profitieren, bietet Talks@eTeach Raum für Wissensimpulse, Erfahrungsaustausch und Vernetzung. Das Online-Format soll dabei unterstützen, Erfahrungen der Hochschullehrenden zu berufsbezogene Themen, miteinander zu teilen und voneinander zu lernen Als eTeach-Netzwerk wollen wir die Zusammenarbeit befördern, Expertise bündeln, Diskussionen anregen und Umdenken bewirken. Mit Talks@eTeach öffnen wir Erfahrungsräume, indem wir fachliche Expertise als „Beispiele guter Praxis“ bekannt machen und hochschulübergreifend diskutieren und einordnen.

Serielle Struktur mit Vortragsduo

Talks@eTeach ist ein Online-Format, das alle 2 Monate stattfinden wird und zum Austausch über Fragen und Herausforderungen der digitalen Transformation in der Hochschullehre einlädt. Mindestens zwei Referent:innen unterschiedlicher Hochschulen stellen ihre Perspektive und Erfahrungen zu einem aktuellen, medienbezogenen Hochschulthema vor. Im Vordergrund steht ein möglichst praxisnaher Austausch über gelungene Entwicklungen, aber zu Hürden, Grenzen und gescheiterten Vorhaben im Themenfeld des Lehren, Lernens und Prüfens mit digitalen Medien. Wir laden Sie herzlich ein, teilzunehmen und den Dialog mitzugestalten!

Das war der erste Talk zu Alternativen Prüfungsformaten

Von folgenden Fragen geleitet, fand am 22. Juli der erste Talks@eTeach-Austausch zum Thema Alternative Prüfungsformate statt: Welche Formate für Online-Prüfungen haben Sie ausprobiert und was war zielführend und was nicht? Wie müssen Fragen in open book Klausuren formuliert werden, damit das Fachwissen der Studierenden aber auch ihre Kompetenzen in Bezug auf die Anwendung und Analyse des Gelernten geprüft werden können? Um allen, die beim Talk nicht dabei sein konnten, die Möglichkeit zu geben, die Beiträge der Impulsgeber:innen nachzulesen, finden Sie hier eine Sammlung vorgestellter Praxisbeispiele:

Dr. Sascha Schneider, Technische Universität Chemnitz: "Kann ich Anwendungswissen online prüfen? Praktische Erfahrungen zu einer digitalen Open-Book-Klausuren im Rahmen eines Statistikseminars"

  • Voraussetzungen: Master-Kurs, 42 Studierende, heterogen bzgl. Vorwissen
  • Ziele: Statistik-Kenntnisse direkt in gängiger Software anwenden können. 100% turn: analog -> digital und Theorie->Praxis
  • Kursaufbau: Wiederholung, Analyseformen mit Übungen (mit Software), freies Üben, Probeklausur, Open-Book-Klausur Vorbereitung Klausur: Personalisierung von Datensätzen, Erstellung von Aufgaben und Infoblatt, Festlegung Prüfungszeit, Passwortvergabe, Einrichtung Prüfungsraum (TUCExam) Aufbau und Durchführung: Take-Home-Klausur, Speedtest vorab, 30' Vorbereitungszeit, 90' Bearbeitung, 6 Aufgaben von leicht nach schwer, mit Software, hoher Anwendungsteil, Hiwi-Telefon-Support
  • Fazit Lehrende: Sehr hoher Aufwand in Vorbereitung und Auswertung, kaum Möglichkeit zu Betrügen, aber rechtlich nicht verankert (Freiversuch), Vielfalt der Abfrageformate gut
  • Fazit Studierende: Probeklausur essentiell, keine technischen Probleme, alle im Zeitrahmen geschafft, guter Schnitt, fair, hoher Anwendungsteil
  • >>> Download der Vortragsfolien als PDF

Prof. Dr. Ulrike Garscha, Universität Greifswald: "Digitale Prüfungen - Fluch oder Chance? Erfahrungen im Fach Pharmazie"

  • Grundfrage: Haben Vorteile und Chancen digitaler Prüfungen in der Praxisanwendung bestand
  • Antwort: Ja! Grundlegend bieten digitale Prüfungen die große Chance, Lehre nachhaltig zu verändern und Anwendungswissen zu prüfen! Aber:
  • Technik: oft heterogen und schwierig, darf nicht zum Nachteil der Studierenden werden, daher: SOPs und Probeklausuren
  • Leistungsnachweis: nicht immer kompatibel mit Staatsexamen, weil da Fakten gefordert, hohe Fehlerquote Aufbau und Durchführung: Variable Zufallsauswahl aus Fragenpool (MC und Variationen) mit hoher Fragendichte und Zeitdruck, Hiwi-Telefon-Support, Videoüberwacht, mit SEB
  • Korrektur: Automatisch in Moodle, tlw. noch schwierig mit z.B. griechischen Buchstaben, Formeln, 3D-Strukturen, chemische Strukturen, Kaskaden
  • Fazit Lehrende: Sehr hoher Aufwand in Vorbereitung und Auswertung, >50 Überwachung nicht möglich, rechtliche Fragen offen, Nutzung Fragepool langfristig gut, ebenso Reports/Statistiken, insbesondere für Eingangs- und Selbstlernklausuren, gute Zusammenarbeit mit den Studierenden, universitäre Lehrkonzepte müssen neu gedacht werden („Was und wie wollen wir in Zukunft lehren“), dieser Veränderungsprozess soll mit den Studierenden gemeinsam begangen werden
  • Fazit Studierende: Probeklausur essentiell, tlw. technische Probleme, hoher Zeitdruck, Klausurinhalte viel schwerer
  • >>> Download der Vortragsfolien als PDF

Der nächste Talk am 16.09.2021 von 13:00 bis 14:00 Uhr

Thema: Alternative Prüfungsformate mit dem Schwerpunkt "Formative Prüfungsformate"

Impulsgeber:innen: Dr. Petra Lepetit: eTeach-Kontaktstelle an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und Uwe Cämmerer-Seibel: Fachstelle Formate & Methoden im Koordinationsteam an der Bauhaus-Universität Weimar

Veranstaltungsort: BigBlueButton-Konferenzraum

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