Talks@eTeach

Der nächste Talk findet Mitte Januar 2022 zum Thema Inverted Classroom statt.

Letzter Talk zum Thema Hybride Lehrveranstaltungen am 11. November 2021 von 13:00-14:00 Uhr

Nach einer langen Zeit der Onlineformate im Rahmen von Lehrveranstaltungen an unseren Hochschulen, nimmt der Bedarf an hybriden Formaten zu. Die Fragen drehen sich um technischer Ausstattung, didaktisch-methodischer Aufbereitung sowie damit verbundenen Vor- und Nachteilen für Lehrende und Lernende. Bei unserem letzten Talk am 11. November wurden diese Fragen praxisnah aufgegriffen und diskutiert sowie ein hybrides Raumkonzept installiert und präsentiert. Impulsgeber:innen waren Lana Iwanjek, Jun.-Prof. (Didaktik der Physik, TU Dresden) und Zaryab Chaudhry (Fachstelle „Werkzeuge & Schnittstellen“ im eTeach-Netzwerk).

Zaryab Chaudhry: Fachstelle „Werkzeuge & Schnittstellen“ im eTeach-Netzwerk Thüringen. Impuls: Streaming 101. Ein Blick in die hybriden Setup für Vorlesungen >>> zur Präsentation

Lana Iwanjek: Jun.-Professorin am Lehrstuhl Didaktik der Physik, TU Dresden.
Impuls: 
Interaktive Formate in hybriden Lehr-Lern Settings. >>> zur Präsentation

Einblicke in den Aufbau des Hybridsettings | Fotos von Matthias Eckert

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Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe

Weil Lehrende vom Austausch untereinander profitieren, bietet Talks@eTeach Raum für Wissensimpulse, Erfahrungsaustausch und Vernetzung. Das Online-Format soll dabei unterstützen, Erfahrungen der Hochschullehrenden zu berufsbezogene Themen, miteinander zu teilen und voneinander zu lernen Als eTeach-Netzwerk wollen wir die Zusammenarbeit befördern, Expertise bündeln, Diskussionen anregen und Umdenken bewirken. Mit Talks@eTeach öffnen wir Erfahrungsräume, indem wir fachliche Expertise als „Beispiele guter Praxis“ bekannt machen und hochschulübergreifend diskutieren und einordnen.

Serielle Struktur mit Vortragsduo

Talks@eTeach ist ein Online-Format, das alle 2 Monate stattfinden wird und zum Austausch über Fragen und Herausforderungen der digitalen Transformation in der Hochschullehre einlädt. Mindestens zwei Referent:innen unterschiedlicher Hochschulen stellen ihre Perspektive und Erfahrungen zu einem aktuellen, medienbezogenen Hochschulthema vor. Im Vordergrund steht ein möglichst praxisnaher Austausch über gelungene Entwicklungen, aber zu Hürden, Grenzen und gescheiterten Vorhaben im Themenfeld des Lehren, Lernens und Prüfens mit digitalen Medien. Wir laden Sie herzlich ein, teilzunehmen und den Dialog mitzugestalten!

Das sind die vergangenen Talks zum Thema Prüfungsformate

22. Juli 2021

Von folgenden Fragen geleitet, fand am 22. Juli der erste Talks@eTeach-Austausch zum Thema Alternative Prüfungsformate statt: Welche Formate für Online-Prüfungen haben Sie ausprobiert und was war zielführend und was nicht? Wie müssen Fragen in open book Klausuren formuliert werden, damit das Fachwissen der Studierenden aber auch ihre Kompetenzen in Bezug auf die Anwendung und Analyse des Gelernten geprüft werden können? Um allen, die beim Talk nicht dabei sein konnten, die Möglichkeit zu geben, die Beiträge der Impulsgeber:innen nachzulesen, finden Sie hier eine Sammlung vorgestellter Praxisbeispiele:

Prof. Dr. Ulrike Garscha, Universität Greifswald: "Digitale Prüfungen - Fluch oder Chance? Erfahrungen im Fach Pharmazie"

  • Grundfrage: Haben Vorteile und Chancen digitaler Prüfungen in der Praxisanwendung bestand
  • Antwort: Ja! Grundlegend bieten digitale Prüfungen die große Chance, Lehre nachhaltig zu verändern und Anwendungswissen zu prüfen! Aber:
  • Technik: oft heterogen und schwierig, darf nicht zum Nachteil der Studierenden werden, daher: SOPs und Probeklausuren
  • Leistungsnachweis: nicht immer kompatibel mit Staatsexamen, weil da Fakten gefordert, hohe Fehlerquote Aufbau und Durchführung: Variable Zufallsauswahl aus Fragenpool (MC und Variationen) mit hoher Fragendichte und Zeitdruck, Hiwi-Telefon-Support, Videoüberwacht, mit SEB
  • Korrektur: Automatisch in Moodle, tlw. noch schwierig mit z.B. griechischen Buchstaben, Formeln, 3D-Strukturen, chemische Strukturen, Kaskaden
  • Fazit Lehrende: Sehr hoher Aufwand in Vorbereitung und Auswertung, >50 Überwachung nicht möglich, rechtliche Fragen offen, Nutzung Fragepool langfristig gut, ebenso Reports/Statistiken, insbesondere für Eingangs- und Selbstlernklausuren, gute Zusammenarbeit mit den Studierenden, universitäre Lehrkonzepte müssen neu gedacht werden („Was und wie wollen wir in Zukunft lehren“), dieser Veränderungsprozess soll mit den Studierenden gemeinsam begangen werden
  • Fazit Studierende: Probeklausur essentiell, tlw. technische Probleme, hoher Zeitdruck, Klausurinhalte viel schwerer
  • >>> Download der Vortragsfolien als PDF

Dr. Sascha Schneider, Technische Universität Chemnitz: "Kann ich Anwendungswissen online prüfen? Praktische Erfahrungen zu einer digitalen Open-Book-Klausuren im Rahmen eines Statistikseminars"

  • Voraussetzungen: Master-Kurs, 42 Studierende, heterogen bzgl. Vorwissen
  • Ziele: Statistik-Kenntnisse direkt in gängiger Software anwenden können. 100% turn: analog -> digital und Theorie->Praxis
  • Kursaufbau: Wiederholung, Analyseformen mit Übungen (mit Software), freies Üben, Probeklausur, Open-Book-Klausur Vorbereitung Klausur: Personalisierung von Datensätzen, Erstellung von Aufgaben und Infoblatt, Festlegung Prüfungszeit, Passwortvergabe, Einrichtung Prüfungsraum (TUCExam) Aufbau und Durchführung: Take-Home-Klausur, Speedtest vorab, 30' Vorbereitungszeit, 90' Bearbeitung, 6 Aufgaben von leicht nach schwer, mit Software, hoher Anwendungsteil, Hiwi-Telefon-Support
  • Fazit Lehrende: Sehr hoher Aufwand in Vorbereitung und Auswertung, kaum Möglichkeit zu Betrügen, aber rechtlich nicht verankert (Freiversuch), Vielfalt der Abfrageformate gut
  • Fazit Studierende: Probeklausur essentiell, keine technischen Probleme, alle im Zeitrahmen geschafft, guter Schnitt, fair, hoher Anwendungsteil
  • >>> Download der Vortragsfolien als PDF

16. September 2021

Der nächste Talk fand im September zum Themenschwerpunkt "Formative Prüfungsformate" statt.

Uwe Cämmerer-Seibel: Fachstelle Formate & Methoden im eTeach-Netzwerk Thüringen mit dem Impuls "Kapiert? - Einsatz formativer ePrüfungen aus mediendidaktischer Sicht"

  • Grundfrage: Wie wirkungsvoll sind formative Tests/Assessments in digitalisierten Lehr-/Lernformaten und wie lassen sich diese in der Praxis anwenden?
  • Antwort: Das Sich-selbst-prüfen während des Lernens (vergleiche etwa das Vokabellernen mit Karten oder Apps) ist eine gut belegte und effektive Lernstrategie. Insbesondere in digitalisierten Formaten lässt es sich variabel einsetzen und hat viele Vorteile:
  • Der Lernstand sowie Missverständnisse und typische Fehler können einfach erhoben werden
  • Die Tests sind flexibel einsetzbar, lassen ausführliches Feedback zu und erhöhen bei richtiger Anwendung die Motivation der Studierenden.
  • Als Nachteile sind zu nennen: Noch geringe Verbreitung unter Studierenden und erhöhter Aufwand auf Seite der Lehrenden.
  • Als Beispiel werden zwei online-Bachelor-Module vorgestellt. Eine Kombination aus Online-Vorlesung, Online-Seminar und einem LMS in moodle.
  • Wichtig ist die Vereinbarung der Methode selbst als Lernziel im ersten Seminar, die frühzeitige Ankündigung und Verzahnung der Tests mit den Online-Lehreinheiten.
  • Die Aufteilung, Reihenfolge und Schwierigkeiten der Tests sollten nach Blooms erweiterter Lerntaxonomie geplant und umgesetzt werden.
  • Als Beispiele für Formate werden für BigBlutButton verschiedene Audience Response-Formate und Gruppenarbeiten vorgestellt.
  • Für das LMS in moodle praktische Beispiele zur Umsetzung in unterschiedlichen Testformaten gegeben.
  • >>> Download der Vortragsfolien als pdf

Dr. Petra Lepetit: eTeach-Kontaktstelle an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena mit dem Impuls "Ist das prüfungsrelevant?" - Lehre und Prüfen durch Constructive Alignment aufeinander abstimmen"