Der Nachlass des 1951 gegründeten Instituts für Innengestaltung sowie ein in den 1980er Jahren erworbener Bestand mit von Horst Michel gestalteten Designobjekten, der so genannte Fundus, bilden den größten Teil der Designsammlung.

Horst Michel leitete das Institut für Innengestaltung an der Hochschule in Weimar von 1951 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1970. Bereits im Wintersemester 1946 begann er mit dem Unterricht und der Ausbildung von Industrieformgestaltern. 1951 gelang ihm die Umwandlung seines Lehrstuhls zu einem Forschungs- und Entwicklungsinstitut, das Institut für industrielle Formgebung, das 1953 in Institut für Innengestaltung umbenannt wurde. Die qualitative und formale Verbesserung von Gebrauchsgütern war Aufgabe des Instituts für Innengestaltung. Auf diesem Gebiet war es die erste Einrichtung in der DDR, dessen vielfältige Aufgaben von Entwürfen für regionale und kunsthandwerkliche Hersteller bis hin zu Aufträgen für staatliche Betriebe bei der Produktgestaltung und Produktion von Sitzmöbeln, Öfen, Fliesen, Teppichen sowie Bau- und Möbelbeschlägen in der gesamten DDR reichten.

Der o.g. Objektbestand des »Fundus« umfasst ca. 250 Einzelobjekte, dazu gehören Gebrauchsgegenstände wie Möbel, Keramiken, Glasvasen, Trinkgläser, Porzellanservices, Vasen, Kerzenständer, Spielzeuge, etc.. Hinzu kommen eine ca. 15.000 Stück umfassende Sammlung von Fotos, Dias und Negativen, Druckerzeugnisse sowie ca. 20 lfm Zeichnungen und Webproben zu Stoffentwürfen.

Bis 2011 war diese Sammlung der Professur für Geschichte und Theorie des Design angegliedert und wurde vor allem für wissenschaftliche Zwecke genutzt und bewahrt.

Momentan erfolgt durch das Archiv der Moderne eine Erstinventarisierung der Objekte in Abgleich zu einer Datenbank, in der 1700 Objekte und Entwürfe verzeichnet sind, die am Institut für Innengestaltung entworfen wurden. Daher ist dieser Sammlungsbereich des Archivs der Moderne noch nicht in seiner Ganzheit öffentlich nutzbar. [EB] [CW]

Beispiel-Auswahl