Villa Massimo zu Gast in Weimar – Vortrag von Lola Randl
Mit einem vielfältigen Programm aus Kunst- und Kulturveranstaltungen gastiert im Sommer 2026 die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo mit zwei akademischen Jahrgängen erstmals in Weimar. 22 Rompreistragende der Jahrgänge 2024/25 und 2025/26 aus den Bereichen Architektur, Kunst, Literatur und Komposition zeigen ihre Arbeiten in renommierten Partnerinstitutionen sowie im öffentlichen Raum der Stadt. Den Auftakt begeht ein Gastvortrag der Filmemacherin Lola Randl am 27. Mai 2026 um 17 Uhr im Oberlichtsaal der Bauhaus-Universität Weimar.
Die hochschulöffentliche Veranstaltungsreihe wird über zwei Semester von der Fakultät Architektur und Urbanistik organisiert und von Jan von Brevern, Bernd Schmutz und Prof. Verena von Beckerath, Professur Entwerfen und Wohnungsbau, koordiniert. Sie steht im Zusammenhang mit dem Festival »Wo die Zitronen glüh’n – Villa Massimo zu Gast in Weimar«, das vom 23. bis 26. Juli 2026 als Kooperation zwischen der Villa Massimo und Weimarer Kulturinstitutionen stattfinden wird.
Lola Randl ist Filmemacherin und Autorin. Sie wurde 1980 in München geboren, studierte Film an der Kunsthochschule für Medien in Köln und lebte anschließend in Berlin, bevor sie 2008 in die dünn besiedelte Uckermark im Norden Deutschlands zog. Ihre Arbeiten sind häufig autobiografisch geprägt. In Gerswalde entwickelte sie in einer ehemaligen Schlossgärtnerei den Großen Garten, der zu einem Labor ihres Nachdenkens über Natur, Arbeit und Gemeinschaft wurde. Nach einem Stipendium an der Villa Massimo in Rom verlagerte sie ihr Leben und Arbeiten in die italienische Hauptstadt. In einer ehe-maligen Autowerkstatt entsteht dort im Moment Officinacittà, ein experimentelles Zentrum für urbane Praxis und planetarisches Gärtnern. Im Rahmen ihres Vortrages zeigt Lola Randl den während ihres Aufenthaltes in der Villa Massimo 2024/25 entstandenen Film Der Planetarische Garten und berichtet von ihrem aktuellen Projekt.
Der Vortrag ist in eine Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit, die sich an das zweite Semester im B.Sc. Architektur richtet, eingebettet.
Villa Massimo
Der Rompreis Villa Massimo und das Stipendium der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi gelten als die bedeutendsten Auszeichnungen für deutsche und in Deutschland wirkende Künstler*innen. Jeweils für zehn Monate vergibt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, den Rompreis Villa Massimo an neun von vier Fachjurys für die Bereiche Architektur, Bildende Kunst, musikalische Komposition und Literatur ausgewählte Persönlichkeiten oder Kollektive. Die Rompreisträger*innen gehören zu den wichtigsten Impulsgeber*innen der deutschen Kulturwelt. Die Komponisten*innen, Schriftsteller*innen, Architekten*innen und Bildenden Künstler*innen leben in großzügigen Ateliers mit anliegender Wohnung. Ihnen soll der Aufenthalt in Rom Inspiration und künstlerische Orientierung ohne finanzielle Engpässe ermöglichen.
Weitere Informationen zur Villa Massiomo finden Sie auf der Website:
www.villamassimo.de
