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Erstellt: 02. Juni 2008

DAAD-Förderung für Promotionsprogramm „Urban Heritage“ an der Bauhaus-Universität Weimar

Fakultät Architektur gewinnt DAAD-Förderung für neues Promotionsprogramm „Urban Heritage“

Mit dem vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen des Förderprogramms „Bi-nationales Promotionsnetzwerk (PhD-Net)“ bewilligten Antrag ist die Bauhaus-Universität Weimar erneut erfolgreich in der Einwerbung von Drittmitteln für ein international ausgerichtetes, strukturiertes Promotionsprogramm. „Urban Heritage“ baut auf der jahrelangen Kooperation von Prof. Dr. Max Welch Guerra, des Sprechers des neuen Promotionsprogramms, mit seinem Kollegen Prof. Dr. Marco Cremaschi von der urbanistischen Abteilung der Fakultät Architektur an der Universität Rom III auf. Beschränkte sich die bisherige Zusammenarbeit vorwiegend auf gemeinsam veranstaltete urbanistische Doktorandenkolloquien in Rom und Weimar, so soll der regelmäßige Austausch nun mit „Urban Heritage“ einen klar formulierten, aktuellen Forschungsgegenstand erhalten.

Der Weimarer Antrag erfüllt beispielhaft die Ziele, die der DAAD durch PhD-Net anstrebt, indem er Doktoranden grenzüberschreitende, bi-nationale Promotionen ermöglicht und hochqualifizierte ausländische Nachwuchswissenschaftler für eine wissenschaftliche Karriere in Deutschland gewinnt.

Der gemeinsame Gegenstand der Forschung ist das kulturelle Erbe als Grundlage der Stadtentwicklung. Die Promovierenden werden sich vor allem mit dem „Urban Heritage“ in Italien und Deutschland beschäftigen. Es geht um die offene Frage der Stadtentwicklung der Gegenwart, so z. B. darum, was denn die Bezeichnung „Erbe“ (Engl. 'heritage') verdient, aber auch um die Beschäftigung mit der wechselvollen, teilweise hoch widersprüchlichen Geschichte des Umgangs mit dem historischen Erbe, was vielversprechende Forschungsarbeiten mit sich bringt.

Prof. Dr. Frank Eckardt war an der Konzeption des Promotionsprogramms besonders der zweifach innovative Charakter von „Urban Heritage“ wichtig: Er ist thematisch neuartig, weil er mit einem erweitertem Begriff von „Heritage“ operiert, der über den Denkmalschutz und die geschichtsbewusste Stadtentwicklungspolitik hinaus die politische und gesellschaftliche Konstitution der Stadt in ihrer sozialen Integrationsfähigkeit und lokalen Demokratie als bewahrenswert erachtet. Gesucht wird nach Strategien und Ansätzen, die heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen (Demographie, Mobilität, Globalisierung, Multikulturalität) für eine Weiterentwicklung des städtischen Erbes zu nutzen. „Urban Heritage“ ist darüber hinaus methodisch innovativ, weil es Forschungsvorhaben ermöglichen soll, die als Dissertationsprojekte gestalterische und projektbezogene Anteile im Promotionsprogramm integrieren. Die Professoren Welch Guerra, Eckardt und Nentwig begrüßen es besonders, dass sie für die Antragstellung mit dem neu berufenen Lehrstuhlinhaber für Denkmalpflege und Baugeschichte, Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier, einen ausgewiesenen Italien-Experten gewinnen konnten.

Das Institut für Europäische Urbanistik der Fakultät Architektur hat mit „Urban Heritage“ zum zweiten Mal Erfolg im Rahmen der Förderung des DAAD für die internationale Doktorandenausbildung. Bereits in den Jahren 2002 bis 2007 wurde das Internationale Promotionsprogramm (IPP) Europäische Urbanistik durch den DAAD unterstützt. Mit dem neuen, zunächst für drei Jahre geförderten Promotionsprogramm „Urban Heritage“ ist die Bauhaus-Universität Weimar abermals die einzige Hochschule Thüringens, die eine derartige Förderung gewinnen konnte. Zudem ist sie die einzige Universität in Deutschland, die sich im Wettbewerb mit einem Stadtforschungsthema durchsetzen konnte. In der Beantragung wurden die Professoren des Instituts für Europäische Urbanistik von der Bauhaus Research School unterstützt. Auch in der Gewinnung der neuen Doktoranden und deren zukünftiger Betreuung wird „Urban Heritage“ mit der Research School kooperieren, um die neuen Inhalte und Strukturen der Doktorandenausbildung an der Fakultät Architektur erfolgreich zu etablieren. Das neue Promotionsprogramm nimmt im Oktober die Arbeit auf.

Nähre Information bei:

Prof. Dr. phil. habil. Max Welch Guerra
Professur Raumplanung und Raumforschung
Belvederer Allee 4
99425 Weimar

Information: Jörn Weinhold
Telf.: +49 (0) 3643 - 58 45 11
Fax: +49 (0) 3643 - 58 26 21
email: research-school@uni-weimar.de
(02.06.2008)

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