Insgesamt sieben bewegliche Stifte sind in der Einlegesohle verbaut.

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Mithilfe von sogenannten Hubmagneten können Tip-Gesten erlernt und dann über die Füße wahrgenommen werden.

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Mit diesem ersten Funktionsmodell überzeugte Eric Geißler die Jury auf der TEI-Konferenz.

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alle Fotos: Eric Geißler

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Erstellt: 23. Februar 2016

Produkt-Design-Student Eric Geißler für interaktive Einlegesohle ausgezeichnet

Eric Geißler, Student im Studiengang Produkt-Design an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar, ist auf der internationalen Konferenz für »Tangible, Embedded and Embodied Interaction« (TEI 2016) geehrt worden. Für seine Entwicklung »SenSole« erhielt er den Jury Award der »Student Design Challenge«. Die Einlegesohle für Schuhe, die mittels beweglicher Stifte Signale an den Träger sendet, hatte er im Rahmen des Projektes »Embodiment« entwickelt.

»Im Prinzip ist ›SenSole‹ ist ein taktiles Interface für den Fuß«, beschreibt Eric Geißler seine Erfindung. »Signale, die von den Fußsohlen aufgenommen werden, verarbeitet das Gehirn in spezieller Weise – sozusagen ›hoch aufgelöst‹. Diese Eigenschaft wollte ich nutzen.« In der Einlegesohle sind fünf kleine, jeweils zwei Zentimeter auseinander liegende Stifte eingebaut. Durch Magnetspulen werden die Stifte bewegt und stimulieren den empfindlichen Bereich des Fußgewölbes. So können Signale an die Nutzerin oder den Nutzer gesendet werden.

Die Einsatzmöglichkeiten von »SenSole« sind vielfältig. »Ein Szenario wäre beispielsweise als Erinnerungshilfe beim Einkaufen: über eine App könnte eine Einkaufsliste zusammengestellt werden. Bestimmte Tip-Gesten der Stifte stünden dann für einzelne Produkte und würden die Konsumenten an die einzukaufenden Güter erinnern, wenn sie sich den entsprechenden Regalen nähern«, so Geißler. »Aber auch für sehbehinderte Menschen könnte die Sohle viele Vorteile bieten. Zum Beispiel kann durch bestimmte Tip-Gesten auf Treppen oder andere Hindernisse hingewiesen werden.« Der betreuende Professor, Andreas Mühlenberend, formuliert noch weitere Ideen: »Denkbar ist auch, ›SenSole‹ für Feuerwehrmänner zu nutzen. Diese sind oftmals durch starke Rauchentwicklung eingeschränkt. Bestimmte Informationen könnten hier über den Fuß vermittelt werden.«

Noch steckt »SenSole« in den Kinderschuhen. Die Jury der diesjährigen »Student Design Challenge« der TEI-Konferenz 2016 überzeugte der Ansatz dennoch. Insgesamt 21 Projektvorstellungen wurden eingereicht, sieben Teilnehmer wurden schließlich zur Konferenz eingeladen. Hier setzte sich Eric Geißler im Studenten-Wettbewerb durch und gewann den Jury Award.

Die TEI-Konferenz untersucht jährlich neueste Entwicklungen in den Bereichen Mensch-Computer-Interaktion, Design, Interaktive Kunst, Werkzeuge und Technologien. Hierbei geht es vor allem darum, diese Themen unter physikalischen Gesichtspunkten zu durchdenken, Theorien aufzustellen und Vorschläge für deren Umsetzung zu gestalten.

»SenSole« entstand im Sommersemester 2015 im Projekt »Embodiment« bei Prof. Andreas Mühlenberend (Bauhaus-Universität Weimar), Patrick Bösch (Bauhaus-Universität Weimar) und Dr. Klaus Harnack (Westfälische Wilhelms-Universität Münster).

Anwendungsszenario »SenSole« im Supermarkt und als Interface für Sehbehinderte: vimeo.com/143570771
www.tei-conf.org/16/

Für Rückfragen steht Ihnen gern Romy Weinhold, Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der Fakultät Gestaltung, telefonisch unter +49 / 36 43 / 58 11 86 oder per E-Mail an romy.weinhold[at]uni-weimar.de zur Verfügung.


Kontakt
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Pressesprecherin
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