Aktuelles

Summaery2018 - Die EMK-Studierende (6. Semester) präsentieren: "Ein Filmfestival durch Zeit und Raum: Dokumentationen des CROSSING EUROPE"

Die Bewerbungsfrist für EMK ist der 15. Juli 2018!

Bis zum 15. Juli können sich die Abiturient_innen für den deutsch-französischen Bachelor Europäische Medienkultur mit Beginn im Wintersemester 2018 bewerben. Die Bewerbungsgespräche finden am 26. und 27. Juli in Weimar statt. Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

Jun.-Prof. Dr. Eva Krivanec über ihre Heimatstadt Wien, Pläne für die Europäische Medienkultur und ihren französischen Lieblingsbegriff

Jun.-Prof. Dr. Eva Krivanec ist die neue Programmbeauftragte des Studienprogramms Europäische Medienkultur an der Fakultät Medien (Bild: Carolin Klemm).

Seit etwa einem Jahr ist die gebürtige Wienerin Eva Krivanec die neue Juniorprofessorin und Programmbeauftragte für Europäische Medienkultur. Wir haben sie zu Weimar, geplanten Lehrveranstaltungen und weiteren Themen befragt und über spannende Antworten gefreut.


Red.: Sie kommen ursprünglich aus Wien. Was hat Sie nach Weimar geführt und wie gefällt es Ihnen hier?

EK: Ich habe die Aktivitäten der Medienwissenschaft in Weimar und des IKKM schon seit Längerem - vor allem seit meiner Tätigkeit als Koordinatorin des Graduiertenkollegs »Sinne - Technik - Inszenierung: Medien und Wahrnehmung« an der Uni Wien - aus der Ferne beobachtet, war dann ja auch drei Jahre als Post-Doc-Fellow an der Humboldt-Uni in Berlin und dann kam diese Ausschreibung für die Juniorprofessur Europäische Medienkultur genau zum richtigen Zeitpunkt, nämlich knapp nachdem meine drei Jahre in Berlin zu Ende gegangen sind und ich habe mich - natürlich nicht nur hier, sondern an vielen Orten - beworben. Und ich bin sehr froh, hier gelandet zu sein!

Ich denke die Atmosphäre der Uni und der ganzen Stadt hat etwas sehr Charmantes und Einnehmendes, und das gefällt mir als Wienerin ganz gut... ;-) Nein, im Ernst, ich sehe trotz des Größenunterschieds recht viele Gemeinsamkeiten zwischen Wien und Weimar, über den ersten Buchstaben hinaus: die Gründerzeitarchitektur, die vielen historischen Schichten und Überlagerungen, die Kombination von leicht musealem Traditionsbewusstsein und aktueller Kreativität, eine gewisse Schnoddrigkeit, etc. Nur die Thüringer Kulinarik kann nicht ganz mithalten mit der Wiener, finde ich... Obwohl mir Thüringer Bratwurst und auch die Klöße (für mich immer noch Knödel) sehr gut schmecken.


Red.: Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Studienprogramm EMK?

EK: Europäische Medienkultur ist ein Studienprogramm wie ich es bisher nicht kannte. Durch die starke Integration zwischen den Studienteilen, die in Weimar und in Lyon studiert werden, ergibt sich einerseits ein einzigartiger aber sinnvoller Studienplan, der Medien (im weiten Sinne) und Medialität aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und zugleich ein deutsch-französischer fachlicher und interkultureller Austausch, der die Studierenden fast nebenbei, gerade in der Erfahrung von Differenzen und Nuancen im gesellschaftlichen Zusammenleben, im Studien- und Universitätssystem, im politischen Handeln, in den kulturellen Aktivitäten, in Geschichte und Geschichtsschreibung, zu echten Europäer/inne/n macht. Die Erfahrung der studentischen Mobilität schweißt die Studierenden auch stark zusammen und es gibt wirklich so etwas wie eine EMK-Identität, was ich sehr interessant finde ... 

Red.: Auf welche Lehrveranstaltungen können sich Studierende in den nächsten Semestern freuen?

EK: Mir ist es wichtig, dass wir das Europäische nicht auf die Zentralität der beiden - zweifellos wichtigen - staatlichen Akteure Frankreich und Deutschland beschränken sondern Europa auch und gerade von seinen Rändern und von unten her (also von aktuellen und historischen kulturellen Praktiken seiner Bewohner/innen ausgehend) erkunden. Ich selbst habe ja meine Forschungsschwerpunkte derzeit vor allem im Bereich der Populärkultur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und des Frühen Films, aber ich habe auch viel zu Unterhaltung und Propaganda im Ersten Weltkrieg, zu Theater- und anderen kulturellen Initiativen der 60er und 70er Jahre in Portugal, zu Avantgarde-Bewegungen in Europa und allgemeiner zu Fragen der Intermedialität und der internationalen Zirkulation von Artefakten, Akteurinnen, Ideen und Stilen oder Mode gearbeitet bzw. plane hier auch noch weiteres für die Zukunft.

Konkrete Lehrveranstaltungsthemen werden im Herbstsemester - das ja auch das BAUHAUS-Semester wird - einerseits in Richtung Theater- und Medienexperimente der Avantgarde gehen und andererseits zu den Pionieren und (erstaunlich vielen) Pionierinnen des Frühen Films führen, an deren Beispiel wir uns auch anschauen wollen, welche Bedingungen in der Frühzeit der Entwicklung eines Neuen Mediums bestehen, die es für sonst tendenziell ausgeschlossene gesellschaftliche Gruppen öffnen und attraktiv machen und wie nach einiger Zeit wieder Phänomene der sozialen Schließung greifen.


Red.: Was machen Sie, wenn Sie nicht am Schreibtisch sitzen oder in der Uni sind?

EK: Im Moment schaue ich viel Fußball mit meinen beiden Jungs... ;-) Grundsätzlich verbringe ich natürlich viel meiner Freizeit mit meinen beiden Söhnen (7 und 9), die ich ja unter der Woche oft gar nicht so viel sehe. Sonst mache ich auch gerne (Stadt- und Natur-)Spaziergänge, gehe gerne gut essen, reise recht viel und ja, natürlich gehe ich auch sehr gerne ins Theater und ins Kino, obwohl das neben Arbeit und Kindern gar nicht mehr so leicht ist wie früher...


Red.: Welches war ihr witzigstes/interessantestes interkulturelles Erlebnis?

EK: Da gibt es eine ganze Reihe von witzigen Erlebnissen und Episoden, viele hängen mit sprachlichen Erfahrungen und mit dem plötzlichen Einbruch der Nähe in eine Distanzerfahrung oder umgekehrt der plötzlichen Distanz in einer eigentlich Nähe suggerierenden Situation. 

Für ersteres fällt mir ein Beispiel von meinem ersten Studienaufenthalt in Portugal, an der Universidade de Coimbra im Wintersemester 1999/2000 ein. Ich hatte zwar schon 3 Semester Portugiesisch-Sprachkurs in Wien gemacht, allerdings bei einer brasilianischen Lehrerin und in den ersten Wochen des "Badens" in der portugiesischen Sprachmelodie ist mir aufgefallen, dass die Aussprache des portugiesischen "L" - ein etwas schwerfälliger, lange an der Zunge klebender Laut - dem Wienerischen sogenannten "Meidlinger L" extrem nahe kommt (Meidling ist der 12. Bezirk in Wien, ein traditioneller Arbeiter/innen/bezirk mit starkem eigenständigen Idiom), dann fiel es mir plötzlich ganz leicht, obwohl ich selber nicht aus Meidling komme und meine Wienerische Sprachfärbung auch nicht sehr stark ist, da ich meine gesamte Schulzeit in einer französischen Schule in Wien verbracht habe.


Red.: Welches ist Ihr französisches Lieblingswort und was bedeutet es?

EK: Ich mag die Bezeichnung der Fächer Theater-, Film- und Medienwissenschaft mit »Arts du Spectacle« im Französischen sehr gerne, weil ich finde, dass diese Bezeichnung einerseits gar keine klare Trennung zwischen Hoch- und Populärkultur zulässt, die im deutschen Sprachraum leider immer noch so fein säuberlich gezogen wird, da sie das Spektakuläre, das Vergnügliche schon im Namen trägt. Und andererseits da es bereits ein Verhältnis von Zuseher/inne/n und Bühne bzw. Screen benennt, das ich in der kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Medien sehr wichtig finde.


Vielen Dank für das Gespräch!

Weitere Informationen zum Studienprogramm Europäische Medienkultur gibt es unter www.uni-weimar.de/emk und auf der Website der Juniorprofessur https://www.uni-weimar.de/de/medien/professuren/medienwissenschaft/europaeische-medienkultur/willkommen/.

Exkursion zum ARTE-Zentrum in Strasbourg 14.06.-17.06.2018

482km, 15 (E)MK-Studenten, 4 Tage, eine Wohnung, eine Stadt, Frankreichexperte Monsieur Delpech, ein Ziel: ARTE. Der deutsch-französische Kultursender. DER Arbeitgeber für deutsch-französische Medienstudenten. Diese einmalige Gelegenheit wollte sich natürlich keiner aus dem jüngsten EMK-Jahrgang entgehen lassen, viele von uns fieberten bereits seit Beginn des Studiums auf diese Exkursion hin. Organisiert wurde der Besuch durch unseren Französischlehrer Monsieurs Delpech, welcher seit vielen Jahren den Kontakt zur ARTE-Journal Moderatorin und EMK-Absolventin Nazan Gökdemir pflegt. Am Abend vor dem großen Tag lud er uns in ein typisch elsässisches Restaurant ein und wir durften gemeinsam mit Nazan die kulinarischen Besonderheiten aus Strasbourg probieren.
Am Freitag war es dann endlich soweit: nachdem wir mit der ARTE-Giraffe posiert hatten, wurden unsere Personalien geprüft, und wir durften in die Welt des deutsch-französischen Fernsehens eintauchen. Wir bekamen eine Führung durch alle Stationen des Senders, durften jede beliebige Frage stellen und konnten uns ein Bild von der Arbeit eines Reporters für ARTE machen. Am Abend ging dann ein kleiner Traum in Erfüllung: Wir waren live dabei, als Nazan das ARTE-Journal moderierte! Niemand von uns hätte wohl gedacht, dass bei einer Nachrichtenübertragung über 10 Personen in der Regie beschäftigt sind. Es war wahnsinnig spannend und eine einmalige Möglichkeit, hinter die Kulissen eine Livesendung zu blicken. Nachdem dieser spannende Tag zu Ende ging, verbrachten wir noch zwei weitere Tage im wunderschönen Strasbourg und schnupperten bereits ein wenig „französische“ Luft. Nach vier Tagen Baguette, Pain au Chocolat und französischen Wein freuen wir uns noch mehr auf Lyon im September.

Autorin: Joanna Thurow (Studentin der EMK) 

Internationaler Besuch beim backup_festival 2018 in Weimar

The filmmakers of The Steve Tisch School of Film & TV (@telavivuni) arrived in Weimar.
Foto: backup_festival

Zum 19. Kurzfilmfestival in Weimar hatten wir in diesem Jahr die Ehre, internationale Gäste aus Lyon und Israel begrüßen zu dürfen.  Die Gäste hatten die Möglichkeit, Weimar und das Festival aus studentischer Perspektive kennenzulernen und mit den Studierenden und Dozenten aus Weimar in direkten Kontakt zu treten.  
Neben dem backup-festival und der Poesiefilmgala im Lichthaus wurde ein umfangreiches Programm für die Israelis und Französinnen von der Universität Lyon 2 vorbereitet, so zum Beispiel ein Kennenlern-Brunch im Garten der Mensa, eine alternative Stadtführung durch die Weimarer Studenten, ein klassischer Bauhausspaziergang,  eine Grillparty und eine Bar-Tour, um den Gästen auch das kulturelle und kulinarische Angebot Weimars näher zu bringen.   
Das unterhaltsame Programm schuf eine lockere Atmosphäre, sodass die sprachliche Distanz sehr schnell vergessen war und den persönlicher Kontakt erleichterte.  Das Organisationsteam des backup-festivals hatte die Möglichkeit, die israelischen Filmemacher ganz privat kennenzulernen und Ihnen alle möglichen Fragen zum Filmgeschäft und dem Leben in Israel zu stellen. Die Filmemacher konnten darüber hinaus allen Besuchern des Kurzfilmfestivals Fragen zu den Filmen beantworten und ihre Filme persönlich präsentieren. Auch für die französischen Gäste war der Besuch ein voller Erfolg. Die Studentinnen werden ab dem Wintersemester 2018/2019 in Weimar am Studienprogramm „Europäische Medienkultur“ teilnehmen. Durch den Besuch des backup_festivals konnten sie Weimar schon vorab kennenlernen und Unklarheiten über den Verlauf des Studiums in Weimar wurden von den Studenten aus den höheren Semestern geklärt. Darüber hinaus konnten die EMK-Studenten ihre Kommilitonen aus Frankreich bereits im zweiten anstatt im sechsten Semester kennenlernen, was aufgrund des Studienverlaufs normalerweise nicht möglich ist. Zudem konnten bereits einige WG-Zimmer aktueller Studierenden in Weimar an die zukünftigen „Weimarer“ vermittelt werden.    
Das backup_festival ermöglichte also nicht nur einen Einblick in die Welt der Kurzfilme, sondern einen einmaligen kulturellen, sprachlichen und vor allem sehr persönlichen Austausch zwischen internationalen Studierenden. 

Autorin: Joanna Thurow (Studentin der EMK)

v.l.n.r.: Annette de Jong, Nicole Kandioler, Marion Biet, Marie Klinger, Marie Czarnikow
v.l.n.r.: EMK-Absolventinnen Clara Berrod, Amélie Richter

LEAVING WEIMAR!

Nicole Kandioler und Marie Czarnikow verlassen zum 30. September 2017 die Bauhaus-Universität. Marie Czarnikow wird als Stipendiatin des DFG-Graduiertenkollegs Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen an der Humboldt Universität zu Berlin ihre Dissertation verfassen und Nicole Kandioler wird künftig als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz tätig sein.

Zum ersten Oktober wird die Juniorprofessur von Eva Krivanec übernommen, als wissenschaftliche Mitarbeiterin wird Marion Biet mit ihr zusammen arbeiten.

Wir danken sehr herzlich für die intensiven Jahre an der Bauhaus-Universität und wünschen dem neuen Team viel Glück!

Es war eine gute Zeit,

Nicole Kandioler & Marie Czarnikow

(Fotos © Maria Adorno)

 

 

 

Studentinnen der EMK und EFMS leiten Workshops auf deutsch-französischem Filmfestival

Am 11. Juli 2017 fand auf Schloss Höchstädt in der Nähe von Augsburg das erste Deutsch-Französische Filmfestival statt. Dabei wurden 150 Schülerinnen und Schüler aus der Region in Bayern eingeladen, um sich auf Französisch Danielle Arbids Film Peur de rien (2015) anzusehen. Nach der Filmvorführung kamen die Jugendlichen dann in kleinen Gruppen zusammen, um an von Bauhaus-Studentinnen geleiteten Film-Workshops teilzunehmen. Dort wurde der Film nachbesprochen, offene Fragen geklärt und die Teilnehmenden machten unter Anleitung eine eigene Filmanalyse. Dabei entdeckten sie vieles, was sich auf den ersten Blick nicht erklärte.

Der Film von Danielle Arbid ist eine Hommage an Frankreich, dadurch bot er sich ebenfalls an, um über Stereotypen, die Kultur und das Leben in Frankreich zu sprechen. Die Studierenden der Studiengänge Europäische Medienkultur (EMK) und European Film and Media Studies (EFMS) konnten dabei auf ihre eigenen Erfahrungen zurückgreifen, die sie selbst im Studium in Frankreich gemacht haben. Mit den Schülerinnen und Schülern sprachen sie über Unterschiede und Gemeinsamkeiten und darüber, wie es ist, sich in einem anderen Land zurechtzufinden. Die Geschichte, die der Film erzählt handelt genau davon: Peur de rien zeigt, wie eine junge Libanesin im Paris der 90er Jahre ein neues Leben beginnt. Die mal farbenfrohen und dann wieder dezenten Bilder unterstreichen, wie der Film sensibel mit den unterschiedlichsten Charakteren umgeht, ohne zu werten oder zu verklären. Dabei entsteht ein facettenreiches Portrait Frankreichs. Die verschiedensten Welten prallen aufeinander und Lina ist mitten drin. Mutig fordert sie Paris heraus: Hier möchte sie neben einer Perspektive für ihr Leben auch ihre Freiheit und ihr Glück finden. 

Manuel Knoll, der das Deutsch-Französische Filmfestival organisiert hat, setzte sich zum Ziel, jungen Schülerinnen und Schülern den französischen Film näherzubringen und sie mit der französischen Kultur vertraut zu machen. Der Schirmherr der Veranstaltung Jean-Claude Brunet, Generalkonsul Frankreichs in Bayern begrüßte die Initiative: „Veranstaltungen wie der deutsch-französische Filmtag zeigen wie vielseitig, lebendig und stark die deutsch-französischen Beziehungen heute sind. Unsere Freundschaft ist in der Tat nicht nur politisch verankert, sondern vor allem kulturell. Es geht auch darum, in unserer bedrohten Zeit für Europa, die „Einheit in der Vielfalt“ der europäischen Kulturen und unsere gemeinsamen demokratischen und humanistischen Werte zu verwirklichen. In diesem Zusammenhang müssen die Jugendlichen weiter im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen [...], wie es heute mit dieser ausgezeichneten Initiative der Fall ist.“ 

Als deutsch-französische Kulturveranstaltung wurde der Filmtag im Programm der diesjährigen Frankfurter Buchmesse aufgeführt, bei der Frankreich ist in diesem Jahr Ehrengast ist. Neben dem Generalkonsul übernahm auch Dr. Beate Merk, die Staatsministerin für Europaangelegenheiten in Bayern, die Schirmherrschaft. 

Autorin: Luisa Wellhausen (Studentin der EFMS)

Jahrestreffen des EMK-Alumnivereins 2017

(c) Annabelle Betz

Vom 8. bis 12. Juni 2017 fand das vierte Jahrestreffen des EMK Alumni-Vereins in Berlin statt. Das war die Gelegenheit für die Alumnis sich wiederzusehen, für die neuen Studierenden den Verein kennenzulernen und für alle ein emotionsgeladenes Wochenende in der deutschen Hauptstadt zu verbringen.

Als Treffpunkt galt für den Donnerstagabend der Centre Français in Berlin, um mit den Feierlichkeiten bei einem (köstlichen) Buffet und einem Glas Sekt zu starten. Nach den üblichen Einführungsworten des Vorstands und des Organisation-Teams war es Zeit sich mit den verschiedenen Jahrgängen bekannt zu machen. Bei ersten Lachanfällen während der Kennenlernspiele wurde einem auch schnell bewusst wie ähnlich die Erfahrungen in Weimar und Lyon sind – unabhängig davon welchem EMK-Jahrgang man angehört (die M18 und die Quais du Rhône können das bezeugen). 

Der Freitagmorgen war produktiver. Nach der Vorstellung des Vereins mit seinen Zielen und Projekten, berichtete der Vorstand von den Schwierigkeiten, die im Laufe des Jahres aufgetreten waren. Von diesen Problemen ausgehend, folgte eine Reflexionsrunde in kleinen Gruppen, um die Funktionsweise zu verbessern und die Verantwortung des nächsten Vorstands (bestehend aus vier Personen, die den Verein und die Mitglieder repräsentieren) zu erleichtern. 

Auf dem Tagesprogramm stand auch ein Ausflug zum Maxim Gorki Theater an: Wir hatten die Möglichkeit an einem Workshop teilzunehmen, bei dem es um Austausch und Nachdenken über Flucht, Exil und Immigration ging. Dies waren auch die Themen des Theaterstücks, das wir im Anschluss gesehen haben. Ob Weinen oder Lachen, „Winterreise“ hat niemanden unberührt gelassen. Unsere Truppe (diesmal jedoch nicht die Theater-Truppe) hat sich danach in die Berliner Nacht aufgemacht, um den warmen Tag mit einem kalten Bier abklingen zu lassen.  

Nach einer kurzen, aber ausreichenden Nacht, haben sich alle am Samstagmorgen, den 10. Juni zusammen mit den Neu-Ankömmlingen, die am Vorabend angekommen waren, im Centre Français wiedergefunden. Der Tagesablauf lässt sich in drei Abschnitte teilen: Zuerst hat uns Lisa Chalvet, eine EMK-Alumni, die jetzt für die kulturelle und sprachliche Mission in der französischen Botschaft in der Schweiz und im Liechtenstein verantwortlich ist, ihren Werdegang vorgestellt und uns erzählt, inwieweit das EMK-Studium damals – und heute noch – ihre beruflichen Entscheidungen beeinflusst hat. Im Anschluss gab es ein Forum, bei dem sich die verschiedenen EMK-Generationen vermischt haben und in einem Austausch zwischen Alumnis und Studierenden ihre Erfahrungen in Bezug auf Praktika, Master und Jobs weitergegeben haben. Zuletzt wurden die Reflexionen am Vortag über die Zukunft des Vereins wieder aufgegriffen und weitergeführt, was zu einer – manchmal hitzigen – Debatte und einer ersten Wahl bezüglich der Neuvergabe der Aufgaben innerhalb des Vorstands geführt hat. Nach diesem produktiven Tagesablauf, sind manche zum OpenAir Kino gegangen, um den Film Manchester by the Sea von Kenneth Lonergan zu sehen. 

Am Sonntag wurde gewählt, sowohl in Frankreich, als auch in Berlin für die Mitglieder des Vereins! Diesmal mussten keine 20 Stunden gewartet werden, um die Ergebnisse zu kennen. Schon gegen Mittag stand fest, dass Stella als Präsidentin, Manon als Vize-Präsidentin und Verantwortliche für das Jahrestreffen, Rosa als Schatzmeisterin und Marion als Schriftführerin und Projektverantwortliche gewählt wurden. Die neu vergebenen Aufgaben für die Vorstandsmitglieder sind das Ergebnis der zahlreichen Diskussionen, die während des Wochenendes stattfanden. Nach der Wahl haben wir uns alle wiedergefunden, um zusammen zu picknicken und die Berliner Sonne zu genießen, die uns das ganze Wochenende begleitet hat. Manche sind am Nachmittag gefahren und die letzten Überlebenden haben sich für ein letztes Bier am Sonntagabend getroffen bevor sich alle am Montagmorgen getrennt haben. 

Noch einmal, ein großes Danke an das Organisations-Team, sowie dem DFJW und der DFH für dieses fantastische Wochenende, und bis zum nächsten Jahr für ein Jahrestreffen, „toujours plus loin, toujours plus haut, toujours plus fort“!

Text: Eline Roy
Übersetzung: Annabelle Betz  

Dwelling memories - expanded modes of cinema/historiography from archive to fiction

Masterclass für Studierende der Europäischen Medienkultur und Studierende der Medienkultur

22. - 23. Juni 2017

Die US-armenisch-niederländische Filmemacherin Tina Bastajian wird ihre vielfach ausgezeichnete Arbeit im Rahmen eines Filmscreenings und einer Masterclass vorstellen. Ihre Arbeit versteht sich als Auslotung und Reflexion dokumentarischer Strategien und Formate sowie als eine Art Erweiterung eines interaktiven Storytellings.

Programm:

22. Juni, Filmscreenings, Lichthauskino

18 Uhr: Garden Dwelling (US 2004, Tina Bastajian), im Anschluss Q&A mit Nicole Kandioler
19 Uhr: Calendar (ARM, CAN, D 1993, Atom Egoyan)

23. Juni, 10 Uhr, Oberlichtsaal (Geschwister-Scholl-Straße 8a)

Masterclass mit Tina Bastajian (in englischer Sprache)

Detaillierte Programminformationen finden Sie hier.

"L'usine, c'est particulier quand-même": EFMS-Studentin präsentiert eigenen Dokumentarfilm

Donnerstag, 4. Mai, 19 Uhr, Bauhausstraße 11, Raum 013

Im Rahmen des Workshops "Verortungen. Queerfeministische Praktiken, Theorien und das soziale Feld" der AG Gender der Gesellschaft für Medienwissenschaft wird Marion Biet am 4. Mai um 19 Uhr einen Dokumentarfilm vorstellen, der in der Lehrveranstaltung Ciné-Ethnographie entstand und in der Tradition der teilnehmenden Beobachtung entwickelt wurde. Folgende Fragen interessieren die Filmemacherin im Besonderen:

Was ist ein/e Arbeiter_in? Welche Imaginationen, Vorstellungen und Stereotypisierungen sind mit dem Begriff aufgeworfen?
Was bedeutet es ganz konkret, heute in Frankreich in einer Verpackungsfabrik zu arbeiten? Und - was ist Glück?

Am 5. Mai beschäftigen sich die Teilnehmenden des Workshops mit Diskussionen zu Arbeit, Herkunft und Geschlecht anhand der autobiographischen Studie "Retour à Reims" von Didier Eribon.

Europe Bauhaus Crossing - EMK-Studierende bloggen vom Crossing Europe Festival in Linz

(C) Crossing Europe Festival

Deutsch-französische Studierende der Bauhaus-Universität und der Université Lumière Lyon 2 waren auf Feldarbeit beim Crossing Europe Filmfestival in Linz, Österreich und haben ihren explorativen Blick auf ein österreichisches Wohnzimmer des europäischen Films gerichtet. Filmkritiken, Tageseindrücke und Festivalberichte, entstanden während des Festivals aber auch im Kontext der Seminare "Europas Andere", werden peu à peu auf dem Blog Europe Bauhaus Crossing veröffentlicht.

Die Studierenden befassen sich mit folgenden Fragen:

- Welches Europa wird auf dem Crossing Europe-Festival durchquert?
- Was bedeutet der Europabezug für das Selbstverständnis des Festivals?
- Was ist ”europäisches Kino”? Was ist ”europäische Festivalkultur”?
- Welche Bilder Europas (und seiner Anderen) zirkulieren auf dem Festival?
- Welche Bilder bleiben unsichtbar?

Die Exkursion fand im Rahmen des Studienmoduls Europäische Medienkultur 3 der Bauhaus-Universität statt, das im Sommersemester 2017 Europas Anderen gewidmet ist. Das Modul vermittelt in zwei Seminaren einführende Lektüren der Postcolonial Studies und der Film Festival Studies und fragt nach den historischen und gegenwärtigen Medialisierungen Europas.

Marion Biet, Marie Czarnikow, Nicole Kandioler

Bewerbungsverfahren für EMK ab Wintersemester 2017 eröffnet

Ab sofort können sich Abiturient_innen für den deutsch-französischen Bachelor Europäische Medienkultur mit Beginn ab Wintersemester 2017 bewerben. Die Bewerbungsfrist ist der 15. Juli. Die Bewerbungsgespräche finden am 27. und 28. Juli in Weimar statt. Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

EMK-Botschafterinnen unterwegs in drei Ländern

Welche Vorteile hat ein deutsch-französischen Doppelstudiums? Wie genau unterscheiden sich französische von deutschen Universitäten? Und welche Berufsmöglichkeiten eröffnet ein Studium der Europäischen Medienkultur?

Solche und ähnliche Fragen beantworteten Annabelle Betz, Kristin Elsner und Maybritt Hennig bei ihrem Besuch von Gymnasiast_innen in Lyon, Wien und Leipzig. Die Studentinnen der Europäischen Medienkultur berichteten den Schüler_innen aus eigener Erfahrung von den Herausforderungen und Chancen ihres Studiums, von Studieninhalten und -ablauf sowie von den Werdegängen von EMK-Absolvent_innen.

Die Deutsch-Französische Hochschule fördert diese Besuche, um Schüler_innen gezielt über binationale Studiengänge zu informieren. Wir danken Annabelle Betz, Kristin Elsner und Maybritt Hennig für Ihr Engagement!

Studentische Sprechstunde im Januar

Die dritte studentische Sprechstunde im Wintersemester 2016/17 findet am 26. Januar 2017 um 15.15 Uhr im Raum 209 in der Bauhausstraße 11 statt. Bitte melden Sie sich vorher bei Kristin Elsner an: kristin.elsner@uni-weimar.de.

Weihnachtsfeier der Europäischen Medienkultur

Nach den ersten zwei Monaten des Studiums konnten wir in unserer Weihnachtsfeier mit den Bachelorstudierenden der Europäischen Medienkultur und den Masterstudierenden im Programm European Film and Media Studies Erfahrungen, Eindrücke und Gelerntes Revue passieren lassen. Und das – den Studierenden sei Dank – in kreativen Formaten: Sei es in der Fernsehshow „EMKaufen“, die uns die notwendigsten Kleinigkeiten, um das erste Semester in Weimar zu überleben, präsentierte, in der Auseinandersetzung mit 30 Klischees, denen EMKler_innen im 1. Semester in Weimar an vielen Orten begegnen oder in Form einer Collage, die die vielfältigen Eindrücke des Lebens, Studierens und Feierns in einer neuen Stadt zusammenstellt. 

Wir danken Kristin Elsner für die perfekte Organisation dieser kleinen Feier sowie im Besonderen Eline Roy, Florica Gay, Daniela Scharf, Jeanne Louisa Hermel, Christina Würtinger und Johanna Helbing für Ihre Beiträge. Wir wünschen Ihnen allen geruhsame, besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2017!

Nicole Kandioler & Marie Czarnikow

EMK-Studierende besuchten Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte

(c) Arsenal Filmverleih

Am 27. November 2016 wurde im Rahmen des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte der Film „IDA“ von Pawel Pawlikowski im Kino mon ami gezeigt. Die Lehrenden der Europäischen Medienkultur nahmen dies zum Anlass, ihre Studierenden mit osteuropäischen Filmen und der transnationalen Betrachtung von Medien vertraut zu machen. Was gibt dem Einzelnen Halt? Was hält die Gesellschaft zusammen? Was stiftet Sinn? Woran glauben wir? Und inwiefern glauben wir anders und anderes als die Menschen früherer Jahrhunderte? Es sind ziemlich grundsätzliche Fragen, die das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte im Jahr 2016 beschäftigten. Das Geschichtsfestival, das in Trägerschaft der Stadt Weimar ist und vom gleichnamigen Förderverein organisiert wird, fand bereits zum 8. Mal statt.

„IDA“ erzählt von Reise der jungen Novizin Anna zu ihrer Vergangenheit und durch das Polen der 1960er Jahre. Der Film wurde mit dem Europäischen Filmpreis 2014 ausgezeichnet und erhielt 2015 den Oscar in den Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Die Einführung wurde von Nicole Kandioler, Vertreterin der Junior-Professur Europäische Medienkultur, gehalten.

Humor bis zum Tode - Filmdiskussion zu "Je suis Charlie"

(c) temperclayfilm

Am Mittwoch, den 23. November, gab es für die deutschen Erstsemester in Weimar eine etwas andere Französischstunde: Anstatt sich mit Monsieur Delpech im Sprachzentrum zu treffen, fand der Kurs im Kino MonAmi statt. Zusammen mit den Franzosen im dritten Semester sahen sie sich den Film „Charlie Hebdo“ (Originaltitel: „L’humour à mort“) an, gefolgt von einer angeregten Diskussion zum Thema.

Der Film der Regisseure Daniel und Emmanuel Leconte kam am 16. Dezember 2016 in die Kinos. Er zeichnet anhand von Interviews und Archivbildern das Attentat vom 7. Januar 2015 auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo nach. Ebenso werden die Tage nach diesen blutigen Ereignissen und die Geiselnahme im Supermarkt HyperKasher thematisiert. Doch auch die gesamte Debatte um Mohammed-Karikaturen und der lange Kampf Charlie Hebdos um die Meinungsfreiheit spielen in diesem Dokumentarfilm eine Rolle. Nicht zuletzt wollen die Regisseure den Opfern die letzte Ehre erweisen und den noch nie dagewesenen Zusammenhalt der Franzosen bei den „Je suis Carlie“-Märschen im ganzen Land hervorheben.

Ein Film, der Erinnerungen weckt, bei Franzosen wie Deutschen, die alle von diesen Ereignissen getroffen wurden. Man konnte die Emotionen im Kinosaal förmlich greifen.

Diesem Gefühlschaos konnten Studenten wie Professoren in der folgenden Diskussion Luft machen, als man darüber sprach, wo man sich während der Attentate befand und wie man davon erfahren hatte. Jeder ist natürlich anders damit umgegangen, was auch die verschiedenen Sichtweisen unterschiedlicher Nationalitäten offenbarte. Daneben besprach man ebenso allgemeine Themen wie die Trennung von Kirche und Staat, Karikaturen und die Freiheit des Humors sowie Bildung als Schlüssel zur Gesellschaft. Die Gespräche wurden gekonnt umrahmt von einigen Ausgaben der „Charlie Hebdo“, die Herr Delpech aus seiner eigenen Sammlung zur Verfügung gestellt hatte. Ein sehr emotionaler Nachmittag an dem man vieles teilen konnte und bei dem sich unterschiedliche Kulturen einmal mehr als Quelle von großem Reichtum bewiesen haben.

Verfasserin: Eline Roy (1. Semester EMK), Übersetzung: Lisa Hager

PIERRE FEUILLE CISEAUX - A Mapterian Documentary

Subjektive Orientierungen.
Die Dokumentation einer Reise in den Fernen
Osten.

Premiere: 19. Juli 2016, 16.00 Uhr, Lichthauskino Weimar

Manon Le Hir, Absolventin des B.A. Europäische Medienkultur (2015) und Stella Schalamon, derzeit Studentin des Studienprogramms, haben eine siebenwöchige Reise nach Vietnam und Laos unternommen, die sie ohne Landkarten bewältigt haben. Die Reise, die zu einer Reflexion über Karten und Vermessungen und (scheinbar) objektive und subjektive Landkarten inspirierte, haben Manon Le Hir und Stella Schalamon in einem Film dokumentiert.

Trailer Pierre Feuille Ciseaux - A Mapterian Documentary

Webseite des Dokumentarfilmprojektes

 

 

9. bis 13. Juni: Drittes Jahrestreffen des EMK-Alumnivereins

© K. Elsner
© K. Elsner
© K. Elsner

 

Der EMK-Alumniverein (www.emk-alumni.eu) wurde am 12. Juli 2013 in Weimar gegründet und tagte bereits in den vergangenen Jahren in Lyon und Freiburg. Dieses Jahr kehrt der Verein vom 9. bis zum 13. Juni für das dritte Jahrestreffen nach Weimar zurück. Dafür kommen 43 Alumni und aktuelle Studierende zusammen, um sich wiederzusehen, sich auszutauschen und vor Ort die Vereinsarbeit weiter zu betreiben. Deren Hauptziele sind der Netzwerkaufbau unter den Studierenden, der Kontakt zwischen den Jahrgängen und die Erhöhung der Sichtbarkeit des Studiengangs „Europäische Medienkultur“, durch die der Verein in den letzten Jahren immer professioneller geworden ist. Seit einem Jahr, sind engagierte Vereinsmitglieder dabei dieses Treffen zu organisieren und so kann sich nun auf ein buntes Programm gefreut werden.

Programm als pdf

 

 

Workshop am 17. und 18. Dezember 2015

De-Centering Gender Studies

Vor dem Hintergrund der Internationalisierung und der Europäisierung der Lehre im Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften der letzten Jahrzehnte, sollen im Rahmen eines interdisziplinären Workshops die „travelling concepts “ (Mieke Bal) der Gender Studies in Deutschland, in Frankreich und in Großbritannien sowie in osteuropäischen Ländern wie in Polen, Tschechien und Russland zur Diskussion gestellt werden. Wovon sprechen „wir“, wenn „wir“ von Gender Studies sprechen? Auf welche Begriffe, Konzepte, Theorien beziehen „wir“ „uns“? Welche Paradigmen beherrschen welche akademischen Kontexte, welche Research Areas in Europa? Und warum muss eine Dezentrierung der Gender Studies auch eine Dezentrierung „westlicher Sexualitäten“ bedeuten?

Der in Zusammenarbeit mit der Universität Erfurt geplante Workshop in englischer, deutscher und französischer Sprache adressiert kulturwissenschaftliche MitarbeiterInnen sowie Studierende der Thüringer Hochschulen, die Interesse an einer fächerübergreifenden Begriffsarbeit und an der Diskussion universitärer Politik(en) in West- und Osteuropa haben.

SprecherInnen:

Roberto Kulpa, Birbeck College London

Geneviève Sellier, Université Michel de Montaigne-Bordeaux


Zur Webseite De-Centring Gender Studies

Journée d´étude LE RETOUR am 26. und 27.03.2014

Le retour ist das Thema dieser deutsch-französischen Journée d'étude, bei der Lehrende der Bauhaus-Universität Weimar gemeinsam mit ihren Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern in Lyon sowie mit Studierenden Formen der Rückkehr und des Zurückkommens bzw. des Zurücknehmens diskutieren werden.

Die deutschen und französischen Beiträge werden sich mit der Rückkunft von einer Reise, mit vergangenen Zeiten ebenso auseinandersetzen wie mit möglichen und unmöglichen Rücknahmen des Ausgesendeten und Rückbesinnungen. Es kann dabei ebenso um die zeitliche Unmöglichkeit eines Zurück, um paradoxe Verschiebungen im (medialen) Raum-Zeit-Gefüge gehen wie um Nostalgie und Melancholie, um verloren gegangene Zustände und veränderte Befindlichkeiten. Die Rückmeldung, der Rücklauf, das Zurück sind weitere Ausprägungen, die mit Le retour gefasst werden können. 

Die deutsch-französische Journée d´étude, die in Zusammenarbeit mit der Université Lumière Lyon 2 und im Rahmen des BA-Programms Europäische Medienkultur/Information-Communication konzipiert wurde, findet am 26. und am 27.03. in der IKKM Lounge (Universitätsbibliothekstatt Bauhaus-Universität) statt.

Die Journée beginnt am Donnerstag, den 26. März mit der Begrüßung der "Rückkehrerinnen und Rückkehrer" aus Lyon, den 6.-semestrig. Studierenden des EMK Studienganges. Daran anschließend finden die Vorträge von Lehrenden und Studierenden aus Weimar und Lyon statt.
Abschluss der Veranstaltung bildet die von Studierenden animierte EMK-Werkstatt, in der Studierende im 1. Semester unter dem Titel "Table Ronde: le Retour des Objets" eine Installation präsentieren und diskutieren werden, die die Journée d´étude begleiten wird.

Alle Programmpunkte finden in der IKKM Lounge im Gebäude der Universitätsbibliothek in der Steubenstraße 6 statt.

***

PROGRAMM

26. März 2015

11.30-12.30
Begrüßung und Infoveranstaltung für die RückkehrerInnen

13.30
Eröffnung der Journée d´étude durch Hedwig Wagner und Nicole Kandioler

14.00
Panel 1

Sarah Coordonnier: Pérégrinations de chercheurs. Quelques témoignages du retour entre nostalgie, réflexivité et mémoires disciplinées
Henning Schmidgen: Retour à Guattari. Ein erneuter Blick auf die Wunschmaschinen
Mod. Amelie Karweick und Adèle Teutsch

16.00
Panel 2
Nicolas Oxen: Retours flous - conception de mémoire chez Bergson, Boltanski et Richter
Mouloud Allek: Le retour dans la pensée arabe
Marie Czarnikow: Retour aux voix d´enfants: raconter la Grande Guerre à travers leurs journeaux intimes
Mod. Peter Mahr und Amélie Richter

27. März 2015

9.00
Panel 3
Jean-Claude Soulages: Les néo-stéréotypes. Le retour du refoulé
Marc Delpech: Métanostalgie
Mod. Jan Gabriel und Anne Heimerl

11.00
Panel 4
Nedjma Moussaoui: 1958-1963: les retours en Europe de Fred Zinnemann et Otto Preminger via la production hollywoodienne
Nicole Kandioler: Retours fatales. Film noir et Postsocialisme
Mod. Jonas Weber und Jasmine Wenzel

14.00
Panel 5
Lorenz Engell: Le retour à la terre
Hedwig Wagner: Le retour au ciel
Mod. Michelle Kolberg und Camille Vern

16.00
EMK-Werkstatt:
Table Ronde: le Retour des Objets Studierende der EMK

Programm_Flyer

Erster erfolgreicher EMK-Stammtisch in Berlin

An einem kalten Samstag im Februar (7.2.2015) während in der Hauptstadt die Berlinale glitzert, hat sich der EMK-Alumniverein als Premiere zu einem Stammtisch in Berlin zusammengefunden. Die Veranstaltung fand in einem offiziellen aber freundlichen Rahmen statt, in dem neue Kontakte geknüpft und viele nette Unterhaltungen geführt wurden.
Beim sehr erfolgreichen ersten Jahrestreffen der EMK Alumni-Vereins im Juni 2014 in Lyon wurde die Idee des Stammtisches geboren: Warum noch ein ganzes Jahr warten, bevor man sich wiedersieht? Bei den Vorstellungsrunden wurde klar, dass nicht wenige ehemalige EMKler nun in Berlin arbeiten oder wohnen. Also vereinbarten wir eine halbtägige Veranstaltung im Februar in der Hauptstadt.

Die EMK-Alumna Karoline Münz ist heute stellvertretende Generalsekretärin des Netzwerks “Europäische Bewegung für Deutschland” (EBD). Sie stellte uns diese bequemen Räumlichkeiten im schnuckeligen Scheuneviertel Berlins für unser Treffen zur Verfügung.
Es waren einige bekannte, aber auch neue Gesichter zu sehen. Die Frage "Und, was hast du so nach EMK gemacht?" ist für die Ehemaligen sowie für die gegenwärtigen Studierenden immer von großem Interesse, und ich kann als jemand, der noch mitten im Studium steckt, nur noch einmal betonen, wie sehr mir ein solcher Austausch jedes Mal Orientierung gibt. Die Vorteile und Stärken unseres Alumni-Netzwerkes wurden auch spürbar, als manche erzählten, dass sie ihren Job in Berlin dank eines Kontaktes zu ehemaligen Kommilitonen bekamen, oder dass uns die EBD dank Karoline den hervorragenden Seminarraum anbot... Es tut gut zu wissen, dass das EMK-Netzwerk vorhanden ist und es ist jedes Mal faszinierend zu sehen, in welche unterschiedlichen Richtungen man mit unserem breit gefächerten Studium gehen kann. Es folgte eine Präsentation der EMK-Alumniwebseite sowie der Neuigkeiten des Alumnivereins aus dem Jahr 2015, sowie eine Vorstellung der EBD durch Karoline. Das Ziel der "Europäischen Bewegung für Deutschland" ist es, ein Netzwerk an Unternehmen und Organisationen aaufzubauen, ihnen europäische Werte zu vermitteln und Entscheidungen aus Brüssel auf nationalem Niveau mit Interessensvertretern vorzubereiten und im Nachhinein zu vermitteln.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen stieß Isabelle Hoffmann von der Bertelsmann Stiftung zu unserer Runde. Wir diskutierten über Populismus in Frankreich und Deutschland mit einer Parallele zu den Attentaten auf Charlie Hebdo und Pegida. Wir beschäftigten uns mit der Frage der Verantwortung der Medien in anti-islamischen Bewegungen und dem Platz des Front National in der République Française, sowie der AfD und Pegida in Deutschland.

Mit heißer Schokolade und diversen Kuchensorten ließen wir den Nachmittag im Café "Altes Europa" ausklingen. Anschließend spaltete sich die Gruppe mehr und mehr auf - aber eine Umarmung und ein freundliches "Bis zum nächsten Mal!" gehörten immer dazu. Ob im Rahmen eines großen Jahrestreffens oder eines gemütlichen Stammtisches: Ein Zusammentreffen und bereichernder Ideenaustausch der EMK tut immer gut, und man verlässt sie meist mit dem Gefühl einer kleinen Horizonterweiterung! 

Text: Cliona Weltecke

Ein wenig internationale Politikluft schnuppern

Studierende der Europäischen Medienkultur treffen französischen Außenminister in Weimar

Im Rahmen des Weimarer Dreiecks, das am 28. August 1991 in Weimar gegründet wurde, trafen sich am 31. März diesen Jahres Radoslaw Sikorski (Polen), Frank-Walter Steinmeier (Deutschland) und Laurent Fabius (Frankreich). Die Außenminister der drei Länder wurden von Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf im Deutschen Nationaltheater Weimar empfangen. Bei diesem Treffen hatten auch Studierende der Europäischen Medienkultur die Möglichkeit, die Persönlichkeiten zu treffen, um mit ihnen über die europäische Politik, die gemeinsame Arbeit und aktuelle Ereignisse diskutieren zu können.

Als französische Studentinnen der Europäischen Medienkultur im 2. Semester wurden Ariane Labia-Gouachon und Marion Biet sowie die Professorin für Europäische Medienkultur, Hedwig Wagner, zu den Feierlichkeiten eingeladen. Nachdem Frau Lieberknecht und Frank-Walter Steinmeier über die Symbolik der Stadt Weimar in den europäischen internationalen Beziehungen sprachen, wurde die aktuelle Lage in der Ukraine besprochen. Die beiden Studentinnen hatten dann die Möglichkeit, mit Laurent Fabius, dem französischen Außenminister, direkt zu sprechen. Sie sprachen über den deutsch-französischen Studiengang, über die Wichtigkeit der Kenntnisse unterschiedlicher Sprachen und die Offenheit, die dadurch entsteht. Nach einigen Erzählungen von Laurent Fabius über sein eigenes Studium endete die Begegnung mit dem Wunsch und der Aufforderung weitere deutsch-französische Projekte zu verfolgen.  

»Das Studium der Europäischen Medienkultur hat uns erlaubt hier in Weimar zu studieren, die deutsche Sprache besser zu lernen und zu verstehen, und eine gewisse Sensibilität für die deutsch-französischen Beziehungen zu entwickeln. Wir verstehen also ganz gut, warum die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich so wichtig sind, und sehen, dass eine kulturelle Identität noch nicht richtig entstanden ist«, resümiert Marion Biet ihr binationales Studium an der Bauhaus-Universität Weimar.

Dass ein Treffen mit den Außenministern möglich war, ist vor allem der engagierten Vermittlungsarbeit des Hochschulattachés der französischen Botschaft, Herrn Philippe Wellnitz, zu verdanken. Bereits seit mehreren Jahren unterstützt er intensiv die deutsch-französischen Hochschulbeziehungen, beispielsweise im Bereich der Antragstellung oder der Einladung von hochrangigen Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern.

Am Dienstag, 3. Dezember 2013, 19 Uhr, lädt Junior-Professorin Dr. Hedwig Wagner zu einer Gedenkveranstaltung und Buchpräsentation zu Ehren von Dr. Sonja Neef. Neef hatte von 2003 bis 2010 die Junior-Professur Europäische Medienkultur inne. Im April dieses Jahres erlag sie einem schweren Krebsleiden. Posthum wurde im Oktober ihre Monographie »Der babylonische Planet« veröffentlicht, an der sie bis kurz vor ihrem Tod gearbeitet hatte. Zur Gedenkveranstaltung am 03.12.2013 sprechen und lesen Weggefährtinnen und -gefährten Sonja Neefs.

»Der babylonische Planet: Kultur, Übersetzung, Dekonstruktion unter den Bedingungen der Globalisierung« 

Programm:
Vortrag von Renate Stauf - Goethe: Metamorphosen
Grußworte von Martin Neef
Lesung von Martina Leeker - Der babylonische Planet
Kurzfilm »Felix in Exile« von William Kentridge
Kommentar von Aude Moreau
Lesung von Hedwig Wagner - Der babylonische Planet

Zeit: Dienstag, 3. Dezember 2013, 19.00 Uhr
Ort: Bauhausstraße 11, Seminarraum 015, 99423 Weimar