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Erstellt: 07. April 2026

Internationaler Austausch zu Bewertung von Verkehrssicherheit bei EuroS@P-Spring School

Mit ihrem Halbzeitbericht zur EU-Straßenverkehrssicherheitsstrategie bekräftigte die Europäische Kommission im Februar 2026 das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 deutlich zu senken. Ein Werkzeug hierfür ist die netzweite Verkehrssicherheitsbewertung, welche eine Analyse des gesamten Straßennetzes anstelle einzelner Standorte ermöglicht und damit ein umfassenderes Bild der Verkehrssicherheit schafft. Im Rahmen des Erasmus+-Projekts "EuroS@P" tauschten sich nun Expert*innen aus Polen, Italien, Kroatien, Schweden und Deutschland zur Anwendung der netzweiten Verkehrssicherheitsbewertung und ihrer Weitergabe durch qualifizierte Schulungen aus.

Seit 2023 arbeitet das internationale EuroS@P-Team daran, Wissen zur Verkehrssicherheit in Europa zu bündeln. Insbesondere die netzweite Verkehrssicherheitsbewertung wird hierbei als wichtiges Instrument in Theorie und Praxis herangezogen: Risikoreiche Abschnitte, Unfallmuster und infrastrukturbedingte Sicherheitsprobleme werden herausgearbeitet, um so Änderungsmaßnahmen vorzuziehen, die den größten Einfluss auf die Verringerung von Todesfällen und schweren Verletzungen haben. 

Für den Austausch und die Erprobung eines erarbeiteten Schulungskurses traf sich die Gruppe von Wissenschaftler*innen der Technischen Universität Gdansk (Polen), der Universität Zagreb (Kroatien), der Bauhaus-Universität Weimar (Deutschland), der Universität Lund (Schweden) sowie der Universität von Catania (Italien) nun in Weimar. Eingeladen zur Spring School waren auch Fachleute aus dem Bereich Straßeninfrastruktur sowie Masterstudierende und Doktorand*innen. Das dreitägige Schulungsprogramm vom 25. bis 27. März 2026 lieferte ihnen Erkenntnisse zu Grundsätzen des Sicherheitsmanagements für die Straßeninfrastruktur, die Analyse von Unfalldaten, reaktive und proaktive Ansätze, unfallbasierte Netzwerksicherheitsanalysen, die Segmentierung des Straßennetzes, die Identifizierung gefährlicher Abschnitte sowie zur Risikobewertung.

Weitere Informationen zur Spring School sowie zum Projekt EuroS@P finden Sie hier.