NEW bauhaus: Festival für Architektur, Bau und Immobilien in der Weimarhalle
Am 2. und 3. September 2026 lädt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) zum Branchentreff nach Weimar. Das zweitägige Festival ist Teil der New European Bauhaus Initiative der EU-Kommission. Es bringt Akteur*innen aus Bau- und Immobilienwirtschaft, Politik, Wissenschaft, Planung und Gesellschaft zusammen, um Lösungsansätze für die Transformation von Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung zu diskutieren. Mit dabei: BAUHAUS4EU und das Bundesbauforschungszentrum, welches unter anderem am Standort Weimar entstehen soll.
NEW bauhaus ist ein europäisch angelegtes Zukunftsprojekt, das von Thüringen aus Impulse für Architektur, Stadtentwicklung, Kultur und Wirtschaft setzt. Ziel ist es, die Bauhaus-Idee als offenes Labor neu zu interpretieren und aktuelle gesellschaftliche Fragen branchenübergreifend zu verhandeln – von nachhaltigem Bauen über digitale Innovation bis hin zu sozialen und kulturellen Transformationen. Mit Formaten wie LAB, VISIONALE und dem NEW bauhaus FESTIVAL 2026 in Weimar bringt das Projekt internationale Akteur*innen sowie regionale Partner zusammen. NEW bauhaus verbindet Theorie und Praxis, fördert Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und positioniert Thüringen als innovativen Impulsgeber in der europäischen Bau- und Raumdebatte.
Gemeinsam Zukunft gestalten: Regionallabore als Brücke zwischen Hochschule und Region
Regional Living Labs (dt. Regionallabore, kurz: RLL) sind offene Innovationsökosysteme, die sich an der Vision und den Grundwerten des Neuen Europäischen Bauhauses (NEB) orientieren. Sie bringen Hochschulen, Studierende, lokale Gemeinschaften und regionale Akteure zusammen, um gemeinsam nachhaltige und inklusive Lösungen für ortsspezifische Herausforderungen zu entwerfen, zu testen und umzusetzen. Das Format wurde aus der BAUHAUS4EU Hochschulallianz heraus entwickelt.
Im Rahmen des NEW bauhaus Festival werden zwei Best-Practice-Beispiele präsentiert, die im kommenden Jahr an der Bauhaus-Universität Weimar stattfinden. Die Titel der zwei Labs verraten bereits das Vorhaben: »Mobile Third Place« (dt. »Ein mobiler, Dritter Ort«) und »Strengthening the community in shrinking villages by revitalising vacant pubs« (dt. »Stärkung des Gemeinschaftslebens in schrumpfenden Dörfern durch die Wiederbelebung leerstehender Kneipen «). Im RLL-Kursformat arbeiten Lehrende mit regionalen Partnern zusammen: Studierende sollen über zwei Semester hinweg praxisorientierte Projekte mit lokalem Bezug umsetzen und dabei einen nachhaltigen Nutzen für die Region schaffen.
Dr. Elodie Vittu (Institut für Europäische Urbanistik) und Hélène Dal Farra (Sprachenzentrum) stellen diese zusammen mit den jeweiligen Regionalpartnern Doreen Blau (Biosphärenreservat Thüringer Wald) und Martin Kranz (Stiftung Sendehalle Weimar auf dem NEW bauhaus Festival vor. Ergänzt wird das Panel durch die Erfahrungen eines bereits abgeschlossenen Thüringer Regionallabors: Till Hoffmann gibt Einblicke in Erfolgsfaktoren und wichtige Erkenntnisse aus der praktischen Umsetzung.
Dabei erklären sie, welche regionalen Herausforderungen adressiert werden, welchen Mehrwert die Kurse für Studierende und Lehrende bieten und warum die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und regionalen Akteuren immer wichtiger wird. Interessierte können zudem weitere Regional Living Labs aus den anderen BAUHAUS4EU-Universitäten in einer begleitenden Posterausstellung kennenlernen. Das Panel wird von Dr. Tonia Schmitz moderiert.
Panel: Gemeinsam Zukunft gestalten
Dr. Tonia Schmitz, Hélène Dal Farra, Martin Kranz, Dr. Elodie Vittu, Doreen Blau, Till Hoffmann
2. September 2026, 14 Uhr
Ort: Weimarhalle, Hauptgebäude im Foyer
Bei Fragen zum Panel wenden Sie sich an bauhaus4eu[at]uni-weimar.de. Eine Übersicht zu allen Regional Living Labs der BAUHAUS4EU Hochschulallianz finden Sie auf der Website: https://www.bauhaus4.eu/regional-engagement/regional-living-labs/
Neues Bauen: Das Bundesbauforschungszentrum in Weimar, Dresden und Stuttgart
Mit der Unterzeichnung des Eckpunktepapiers durch den Bund sowie die Länder Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg wurde im Dezember 2025 ein Meilenstein für die Zukunft der deutschen Bauwirtschaft gesetzt: Das Bundesforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (BFZ) kommt – und Weimar ist einer der drei Standorte.
Weimar wurde bewusst als Standort ausgewählt – ein starkes Zeichen für die hohe Fachkompetenz und die erfolgreiche Zusammenarbeit der Weimarer Allianz »Innovationszentrum Bau – Die Zukunft des Bauens«, bestehend aus der Bauhaus-Universität Weimar, dem IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH und der Materialforschungs- und -prüfanstalt Weimar (MFPA). Gemeinsam entwickeln die drei Institutionen seit 2020 Lösungen für klimaneutrales, ressourceneffizientes und zukunftsfähiges Bauen.
Im Rahmen des NEW bauhaus Festival präsentieren sich die drei Standorte erstmals gemeinsam an einem Messestand.
NEW bauhaus NEXT – Studierende als aktive Stimme
Mit NEXT öffnet das Festival erstmals eine aktive Rolle für Studierende: Statt im Publikum zu sitzen, bringen ausgewählte Teilnehmer*innen eigene Fragen und Positionen als »nächste Generation« direkt ins Panel ein. Vorbereitet wird das mit kuratierter Lektüre und einer kurzen Onlinesession zum jeweiligen Thema. Angesprochen sind Studierende der Architektur, Stadtplanung, der Immobilienwirtschaft, des Bauingenieurwesens und verwandter Disziplinen sowie aus künstlerischen Bereichen.
Weitere Informationen zum Festival finden Sie auf der Veranstaltungswebseite: www.new-bauhaus.de
