Leidenschaftliches Ringen um anspruchsvolle Forschungsfragen: Graduiertenkolleg »GRAMA« blickt auf sechs erfolgreiche Jahre zurück
Am 31. März endete nach sechs Jahren Projektlaufzeit das DFG-geförderte Graduiertenkolleg Medienanthropologie (GRAMA) an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar. Am vergangenen Freitag feierten die Kollegsmitglieder mit Vertreter*innen der Universität einen bewegenden Abschied in den Räumlichkeiten des ehemaligen Straßenbahndepots (Lichthaus Kino).
Seit April 2020 arbeiteten 24 Promovierende, 13 assoziierte Promovierende, 5 Post-Doktorand*innen und 6 assoziierte Post-Doktorand*innen am Graduiertenkolleg Medienanthropologie, betreut und unterstützt durch ein Team von renommierten Professor*innen und Fellows. Das Projekt wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Umfang von rund 5,7 Mio. Euro finanziert.
Im Rahmen der Abschlussfeier am vergangenen Freitag, dem 27. März 2026, würdigten Universitätspräsident Prof. Peter Benz und Prof. Dr. Jan Oliver Ringert, Dekan der Fakultät Medien, die wichtige Forschungsarbeit des GRAMA, die keineswegs beendet sei, sondern nachhaltig und weit über Weimar hinaus fortwirke. Sprecherin Prof. Dr. Christiane Voss hob in ihrer Rede den lebendigen und kreativen Spirit des Kollegs hervor. Es sei mit großer Leidenschaft um Fragen gerungen worden, die der anspruchsvolle Forschungsansatz der Medienanthropologie aufwerfe. »Um grundlegende Auffassungen zu streiten, ohne den Diskurs einfach abzubrechen […], ist nicht nur eine wissenschaftliche, sondern auch eine dezidiert demokratische Kardinaltugend,« so Voss. Deshalb brauche jede Kultur ein geisteswissenschaftliches Rüstzeug.
Das Kolleg widmete sich der medienwissenschaftlichen Erforschung der vielfältigen Formen, in denen Menschen und Medien existenziell miteinander verstrickt sind. In ihren Doktorarbeiten untersuchten die Wissenschaftler*innen diese anthropomedialen Beziehungen in sehr unterschiedlichen Forschungsfeldern wie z.B. Augmented Reality, digitale Mode, Filmerotik und Quantenbildgebung. Als strukturiertes Promotionsprogramm hat das Kolleg wesentlich zur Qualifizierung einer neuen Generation von profilierten und bestens vernetzten Medienwissenschaftler*innen in einem hochinnovativen Forschungsfeld beigetragen.
In sechs Jahren setzte das Kolleg zudem ein umfangreiches Programm wissenschaftlicher Veranstaltungen um, darunter internationale Tagungen und Workshops sowie Film- und Vortragsreihen mit namhaften Gastwissenschaftler*innen. 2025 entstand eine Kooperation mit der Johns Hopkins University in Baltimore, die in Form von jährlichen gemeinsamen Summer Labs fortgeführt wird und damit die internationale Zusammenarbeit im Feld der Medienwissenschaft stärkt.
Hintergrund:
Graduiertenkollegs sind zeitlich befristete Einrichtungen von Universitäten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Promotionsstudierende erhalten so die Möglichkeit, ihre Doktorarbeit im Rahmen eines strukturierten Forschungsprogrammes durchzuführen. Graduiertenkollegs zeichnen sich durch hohe wissenschaftliche Qualität und Originalität auf internationalem Niveau aus. Sie werden in Deutschland von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert, der größten Forschungsfördereinrichtung und zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland.
Kontakt:
Tina Meinhardt
Forschungskommunikation und Marketing an der Fakultät Medien
Bauhausstraße 11
99423 Weimar
E-Mail: tina.meinhardt[at]uni-weimar.de
Tel.: +49 (0) 36 43/58 37 65








































