Vielfältige Perspektiven für die Simulation von Verkehr
Als einer der verkehrsreichsten Knotenpunkte der Stadt Erfurt, eignet sich der Gothaer Platz, um Verkehrsströme zu erforschen. Marco Fedior nutzt die Kreuzung im Südwesten der Stadt, um Verkehrsdaten aus mehreren Quellen zusammen zu führen und daraus komplexes Verkehrsverhalten zu simulieren. Das darüber stehende Ziel: Verkehrsströme optimieren - auch, um Emissionen in diesem Bereich zu verringern. Seine Erfahrungen teilte Marco Fedior nun im Expert*innenkreis der Spotlight Talks des Softwareunternehmens PTV Planung Transport Verkehr GmbH.
Der Gothaer Platz in Erfurt dient der Bauhaus-Universität Weimar seit dem Projekt Bauhaus.Mobility Lab als Forschungsknotenpunkt und liefert wichtige Einblicke in multimodale Verkehrsströme in Städten. Dort verbaute Verkehrssensoren werden als Datenquellen verwendet, aber auch überprüft. Im Rahmen des Projekts EMI-V wurde die Kreuzung zudem mit einem “rollenden Emissionslabor” befahren, einem Fahrzeug, das mit Partikel- und Bremsverschleißsensoren sowie Vehicle-to-Everything-Funk zur Kommunikation ausgestattet ist. Darüber hinaus haben Planer*innen im Rahmen der Weiterbildungsangebote des European Digital Innovation Hub (EDIH) MID GERMANY die Möglichkeit, sich anhand des Gothaer Platzes zu modernen Verkehrssensoren, typischen Fehlermodelle und erforderliche Qualitätsprüfungen zu informieren.
Die nutzbaren Daten des Gothaer Platzes sind aus mehreren Perspektiven interessant: Einerseits handelt es sich um einen Knotenpunkt, an dem zwei Bundesstraßen sowie zwei Straßenbahnlinien aufeinandertreffen und somit eine komplexe Verkehrssituation schaffen. Andererseits liefern Detektoren das Verkehrsvolumen, Videosysteme zeigen Ströme und Floating-Car-Daten erfassen die Pfade der Objekte - drei Datenquellen, die kombiniert und verglichen werden können. Marco Fediors Forschung ist damit auch für die Weiterentwicklung von Software relevant, die diese Daten nutzt und daraus Simulationen entwickelt.
Des Mitschnitt des Vortrags von Marco Fedior finden Sie hier, außerdem den zugehörigen Blogartikel.
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