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Der Künstler (v.l.) Axel Malik, Dr. Frank Simon-Ritz, Direktor der Universitätsbibliothek und Frank Matzky, Vorsitzender des Hilfsfonds des Rotary-Clubs Weimar, begutachten das neuerworbene Tagebuch aus der »Bibliothek der unlesbaren Zeichen«. (Foto: Candy Welz)
Der Künstler (v.l.) Axel Malik, Dr. Frank Simon-Ritz, Direktor der Universitätsbibliothek und Frank Matzky, Vorsitzender des Hilfsfonds des Rotary-Clubs Weimar, begutachten das neuerworbene Tagebuch aus der »Bibliothek der unlesbaren Zeichen«. (Foto: Candy Welz)
Der Berliner Künstler präsentiert das Blatt, das von Goethes »arabischen Schreibübungen« inspiriert ist. Es wird künftig in die Kunstsammlung der Universitätsbibliothek bereichern. (Foto: Candy Welz)
Der Berliner Künstler präsentiert das Blatt, das von Goethes »arabischen Schreibübungen« inspiriert ist. Es wird künftig in die Kunstsammlung der Universitätsbibliothek bereichern. (Foto: Candy Welz)
Erstellt: 29. März 2018

Die »unlesbaren Zeichen« kehren zurück: Universitätsbibliothek erwirbt zwei Arbeiten des Künstlers Axel Malik

Im Sommer vergangenen Jahres konnte die Universitätsbibliothek in Kooperation mit dem Kunstfest Weimar die vielbeachtete Ausstellung »Die Bibliothek der unlesbaren Zeichen« von Axel Malik zeigen. Nun ist es gelungen, zwei Arbeiten des Berliner Schrift-Künstlers zu erwerben.

Für drei Monate veränderten die Malikschen Zeichen im vergangenen Jahr die Wahrnehmung der Bibliothek – und regten zu vielschichtigen Diskussionen über die Lesbarkeit und Unlesbarkeit der Zeichen und der Welt an. Mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, des Freundeskreises der Bauhaus-Universität Weimar und des Rotary-Clubs Weimar ist es der Universitätsbibliothek nun gelungen, zwei Kunstwerke Axel Maliks anzukaufen.

Es handelt sich dabei zum einen um ein graphisches Blatt, das in digitaler Form durch Übernahme von Vorlagen von Goethe-Handschriften aus dem Goethe- und Schiller-Archiv (GSA) in Weimar entstanden ist. Mit dem Blatt, das vom Künstler als »épreuve d'artiste« (e.a.) gekennzeichnet wurde, reagierte Malik in der Weimarer Ausstellung auf Goethes »arabische Schreibübungen«. Goethe hatte bei Verfassen seines West-Östlichen Diwan mit arabischen, persischen und hebräischen Schriftzeichen experimentiert, um sich der ihm fremden Sprachen und Kulturen durch die Nachahmung ihres Schriftbildes zu nähern.

Zum anderen konnte eines der von Malik als Künstlerbuch gestalteten »Tagebücher« erworben werden, das Eingang in die Künstlerbuch-Sammlung der Bibliothek findet. Das Werk aus der »Bibliothek der unlesbaren Zeichen« kann in Zukunft nach Vorbestellung in der Limona eingesehen werden und soll darüber hinaus Teil verschiedener Lehr- und Studienformate werden.