Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien/Public Art and New Artistic Strategies (M.F.A.)

Regelstudienzeit Bewerbungsschluss Bewerbung
4 Semester 31. März des Jahres (Posteingang) Zu den Bewerbungsmodalitäten

Seit dem Wintersemester 2001/2002 gibt es an der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar den postgradualen und englischsprachigen Aufbaustudiengang »Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien/Public Art and New Artistic Strategies« mit dem Abschluss »Master of Fine Arts« (M. F. A. ). Ziel dieses bisher ersten und einzigen Studienganges dieser Art in Deutschland ist es, die Studierenden auf die besondere Situation der Bildenden Kunst im Umgang mit der Öffentlichkeit vorzubereiten und sie zu wirksamen künstlerischen Eingriffen zu befähigen.

Der Studiengang ist auslandsorientiert und wurde mit einer Anschubfinanzierung des DAAD gegründet. Studierende aus der ganzen Welt werden im M.F.A.-Programm ausgebildet und deutsche Studierende profitieren von dem weit gespannten Netz der internationalen Partnerhochschulen. Der Studiengang bietet insgesamt ca. 40 Studienplätze. Die ausländischen Studierenden verbringen vier Semester in Weimar. Die deutschen Kommilitonen absolvieren ein Auslandsteilstudium von mindestens einem Semester. Die Immatrikulation erfolgt jeweils zum Wintersemester.

Inhalte
Vier für die Arbeit im öffentlichen Raum wesentliche inhaltliche Schwerpunkte werden in den vier Studiensemestern untersucht:

  • Kunst und Gedenken
  • Kunst und Architektur
  • Temporäre Interventionen
  • Neue künstlerische Strategien

Die künstlerische und theoretische Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Schwerpunkten findet in »Realprojekten« statt: Mit wechselnden Kooperationspartnern werden Arbeiten für den öffentlichen Raum kontextbezogen entwickelt und durchgeführt.

Ideen für Interventionen im öffentlichen Raum gehen aus den eigenen künstlerischen Ansätzen hervor und setzen die selbstständige Entwicklung eines individuellen Werks voraus. Die Formen der Interventionen sind temporäre Installationen, Skulpturen, Aktionen und Performance. Digitale Medien erweitern den Begriff des öffentlichen Raumes um den des virtuellen Raumes.

Die Arbeiten befassen sich häufig mit aktuellen politischen, kulturellen und sozialen Fragestellungen sowie mit dem Status der Kunst im öffentlichen Raum selbst. Neben der theoretischen Erörterung der individuellen Standpunkte bildet der Begriff »Öffentlichkeit« ebenfalls ein Thema der Forschung. Themen wie die Integration von Bildender Kunst in Architektur und Landschaft sind ebenso Bestandteile des Programms wie die Untersuchung der Kultur des Gedenkens, die Funktion von Mahnmalen und die Rolle von Denkmälern im öffentlichen Raum wie auch Fragestellungen zur Globalisierung, zum Urbanismus und zur Migration.

Der Master of Fine Arts ist ein weiterer berufsqualifizierender Abschluss. Die Prüfung besteht aus einer Abschlussausstellung, einer mündlichen und einer schriftlichen Prüfung (Masterarbeit und Präsentation).

Im Studiengang lehrt die Professorin: Danica Dakić.