Man sagt von Problemen, dass man sie »im Griff hat«, und ganz allgemein von geistigen Zusammenhängen, dass man sie begreift. In beidem spiegelt sich der evolutionäre Dialog zwischen Hand und Gehirn.
- Richard Sennett -

Die wissenschaftlichen Lehrgebiete der Fakultät Gestaltung vermitteln die Grundlagen geistes- und kulturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen und der Theorienbildung zu künstlerischen und gestalterischen Prozessen. Von Designern wie von Künstlern wird heute erwartet, dass sie ihre konzeptionellen Kompetenzen zu kulturellen Praktiken und relevanten Diskursen in Bezug setzen können. Analyse- und Kritikfähigkeit, aber auch Artikulations- und Präsentationskompetenzen gehören mit zum Profil, das die Studierenden an der Bauhaus-Universität Weimar ausbilden.

Der theoretische Teil des Studiums ist alles andere als abstrakt: Es gibt faszinierendes historisches Material, elegante Methoden, interdisziplinäre Forschungen, unkonventionelle Theorien und aktuelle Debatten. In den weiterführenden Studiengängen und insbesondere im Promotionsstudiengang Kunst und Design/Freie Kunst/Medienkunst (Ph. D.) werden die methodischen Ansätze der künstlerischen Forschung (artistic research) erprobt und vertieft. Die erforderlichen Kenntnisse der Geschichte und Theorie der Kunst, Geschichte und Theorie der Visuellen Kommunikation, Geschichte und Theorie des Designs, der Ästhetik und ggf. der Architekturgeschichte, werden durch entsprechende Professuren in studienbegleitenden Wissenschaftsmodulen sowie in jeweils eigenständiger Lehre und Forschung vermittelt. Somit kann die Ausbildung an der Fakultät Gestaltung universitäre Ansprüche erfüllen und zudem über die interdisziplinäre Projektarbeit der einzelnen Studiengänge eine in der bundesdeutschen Kunsthochschullandschaft beispielhafte Vernetzung zwischen Theorie und Praxis anbieten.

Es lehren die Professorinnen und Professoren: