van-de-Velde-Werkstatt: Fakultätsgebäude in der Geschwister-Scholl-Straße 8.
van-de-Velde-Werkstatt (Foto: Jonas Tegtmeyer)

Die Fakultät Kunst und Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar repräsentiert die Kunsthochschule des Landes Thüringen und ist dadurch ein vollwertiges Mitglied in der Rektorenkonferenz der Kunsthochschulen. Ihre Aufgaben als Kunsthochschule bestimmen wesentlich das Selbstverständnis der Fakultät Kunst und Gestaltung, das sich in der Struktur des Weimarer Modells manifestiert. Unter dem Konzept des Weimarer Modells verstehen wir die Verbindung der zentralen Lehrform der Projektarbeit mit einer soliden Ausstattung der Werkstätten und einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen, die in der Durchdringung von Praxis und Wissenschaft in Weimar einen besonderen Stellenwert erhält. 

Mit den grundständigen Studiengängen bietet die Fakultät Kunst und Gestaltung Gestaltung in der ersten Qualifikationsstufe ein sehr breites künstlerisches und gestalterisches Spektrum: 

  • Freie Kunst (Diplom)
  • Medienkunst/Mediengestaltung (Bachelor of Fine Arts)
  • Produkt-Design (Bachelor of Arts) 
  • Visuelle Kommunikation (Bachelor of Arts) 
  • Lehramt an Gymnasien: Kunsterziehung (Erste Staatsprüfung)

Daran anschließend konzentrieren sich die Masterstudiengänge in der zweiten Qualifikationsstufe auf jeweils einen Schwerpunkt:

  • Freie Kunst: Kunst im öffentlichen Raum und neue künstlerische Strategien / Public Art and New Artistic Strategies (Master of Fine Arts)
  • Medienkunst/Mediengestaltung (Master of Fine Arts)
  • Produkt-Design: Nachhaltige Produktkulturen (Master of Arts) 
  • Visuelle Kommunikation: Visuelle Kulturen (Master of Arts) 

Den höchsten Abschluss innerhalb der dreistufigen Bildungsstruktur bietet der – bundesweit einzigartige – Promotionsstudiengang Kunst und Design/Freie Kunst/Medienkunst mit einem Ph.D.-Abschluss (Doctor of Philosophy). Das dreijährige Studienprogramm richtet sich an Absolventen eines Master- oder Diplomstudienganges einer künstlerischen oder gestalterischen Hochschule und schließt mit einer Ph.D.-Arbeit ab, die gleichgewichtig aus einem wissenschaftlichen und einem künstlerischen oder gestalterischen Anteil besteht.

An der Fakultät sind mehr als 1.000 Studierende eingeschrieben. Die Fakultät Kunst und Gestaltung ist groß genug, um das anspruchsvolle Programm des Weimarer Modells personell und in der Ausstattung erfüllen zu können. Andererseits ist die Fakultät so überschaubar, dass die grundständigen und weiterführenden Studiengänge thematisch überzeugend eingebunden werden können. Über alle drei Qualifikationsstufen hinweg ist die Bildungsstruktur der Fakultät Kunst und Gestaltung in der Lehre durch das Weimarer Modell verbunden, während in der Forschung das Paradigma der künstlerischen Forschung (artistic research) im Vordergrund steht. Dabei gewährleisten die künstlerischen und gestalterischen Professuren zusammen mit den wissenschaftlichen Lehrgebieten eine sich gegenseitig anregende Reflexion von Praxis und Wissenschaft. 

Die vielen Bewerbungen um einen Studienplatz an der Fakultät sowie die überaus hohe Anzahl von Abschlüssen und beruflichen Karrieren belegen den Erfolg der Ausbildung in Weimar. Ausstellungen, Auszeichnungen und die Anbindung an Projekte des Landes und Bundes verweisen auf die breite Ausstrahlung der Weimarer Fakultät Kunst und Gestaltung. 

  • 1. u. 2. Foto: Jens Hauspurg; 3. Foto: Jonas Tegtmeyer