Projekte und Kooperationen

2020 - PAD01 - Darmstadt

Experimentelles Radio präsentiert zwei Projekte auf Festival der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste

Die Professur Experimentelles Radio präsentiert vom 30. September bis 4. Oktober 2020 zwei Projekte auf dem Ersten Festival zu Performingarts & Digitalität (PAD01) der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Die Veranstaltungen finden in diesem Jahr sowohl live als auch online statt – die Beiträge der Studierenden können online angehört werden.

Mit Agitwalks & Audioseeds formulieren die Studierenden künstlerische Antworten auf ihre unmittelbare Gegenwart der ersten globalen Pandemie-Welle – als alle bisherigen Gewissheiten ausgehebelt schienen und die Zukunft so offen wie nie. Manche der Arbeiten erscheinen dabei geradezu prophetisch, andere vielleicht zu optimistisch oder zu düster. Aber allen gemeinsam ist das ganz klare Gefühl: Ab jetzt kann nichts mehr bleiben wie bisher! Die praxisorientierte Lehrveranstaltung fand unter der Leitung des Künstlers Lukas Matthaei zusammen mit dem Künstlerischen Mitarbeiter Fabian Kühlein statt.

Zu den Hörstücken Agitwalks & Audioseedshttps://www.uni-weimar.de/projekte/bauhaus-fm/shift-fm-audioseeds-und-agitwalks/


In den fünf Interviews aus dem Kurs Zwischen Null und Eins – Gespräche über Kunst und Digitalität unterhalten sich jeweils zwei Studierende mit einer oder einem der am PAD01 beteiligten Künstlerinnen oder einer Künstlergruppe. Den Schwerpunkt bilden dabei Fragen zu Kunst in Zeiten der Pandemie und zu den Werkzeugen der Digitalisierung in der künstlerischen Arbeit. Die Künstler Werner Cee, CyberRäuber, Daniel Ernst, sowie die Künstlerin Evelyn Hriberšek und der Künstlerische Leiter der Akademie für Theater und Digitalität, Marcus Lobbes, standen den Studierenden dafür bereit.

Zu den Hörstücken Zwischen Null und Eins – Gespräche über Kunst und Digitalitäthttps://www.uni-weimar.de/projekte/bauhaus-fm/shift-fm-zwischen-null-und-eins-gespraeche-ueber-kunst-und-digitalitaet/

Über das Festival:
PAD01 stellt künstlerischen Arbeiten aus den Sparten Theater, Oper, akustische Kunst und Film in Verbindung mit innovativen Technologien vor. Viele dieser Formate sind einer breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt. Ob Opern- und Theatergänger*innen, Technik-Fan, Videogamer oder Festival-Liebhaber*in, die vielfach mit Preisen ausgezeichneten Projekte sind ein ästhetisches und faszinierendes Erlebnis und halten an den fünf Festivaltagen live wie online Einzigartiges bereit.

www.performingarts.digital

Über die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste:
Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste ist eine repräsentative Akademie mit ca. 360 Mitgliedern, die aus allen Bereichen der Darstellenden Kunst kommen. Sie ist keine Lehrakademie. Die vielfältigen Veranstaltungen der Akademie werden mitgetragen von Stiftungen, der öffentlichen Hand wie Fernsehsender und Hörspielredaktionen sowie von Mäzenen und Sponsoren.
www.darstellendekuenste.de

2020 - ShiftFM

Das interdisziplinäre Radioprojekt ShiftFM des Sommersemesters 2020 geht eine Woche lang on air. Von Montag, 6. Juli, 19 Uhr, bis Montag, 13. Juli, 23 Uhr 2020 läuft das Programm im Stream auf der Website www.bauhaus.fm und zeitweise auf Radio Lotte Weimar.

Alle Informationen zu diesem ausgewöhnlichen Corona-Projekt hier: link

Das Radioprogramm zum Nachlesen und Hören unter:
https://www.uni-weimar.de/projekte/bauhaus-fm/shift-fm-programm/

2019 - Ars Electronica

seit 2018 - Radiophonic Spaces

Ein akustischer Parcours durch die Radiokunst

Die Ausstellung »Radiophonic Spaces« bringt die flüchtige Radiokunst in den Museumsraum und verknüpft zwei Welten, die einander näher sind, als es zunächst scheinen mag. Immer schon arbeiten neben Schriftsteller*innen, Komponist*innen oder Theatermacher*innen auch bildende Künstler*innen mit den vielfältigen Möglichkeiten des Mediums Radio. »Radiophonic Spaces« verbindet unter Federführung der Professur Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar die künstlerische Auseinandersetzung mit Radiokunst und Radiophonie mit einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt. Die Ergebnisse dieses kreativen Zusammenspiels entfalten sich in einem immersiven Parcours, der ca. 200 Schätze internationaler Radiokunst präsentiert. Historische und zeitgenössische Positionen werden dabei in Beziehung gesetzt: Von Antonin Artaud, John Cage und László Moholy-Nagy bis hin zu Michaela Mélian, Milo Rau und Natascha Sadr Haghighian.

Durch ihre Bewegungen im Raum lösen die Besucher*innen einzelne Werke der Radiokunst aus, die mit Hilfe eines Kopfhörersystems erfahrbar werden. In einem in Zusammenarbeit mit dem Künstler, Architekten und Musiker Cevdet Erek gestalteten und von MESO Digital Interiors umgesetzten Raum tauchen sie akustisch in die Kunstform ein. Die Soundexponate sind in dreizehn Narrativen, wie z.B. »Plattengeschichten« oder »Funkstille« arrangiert. Anschließend können die akustischen Erfahrungen in einem umfangreichen digitalen Nachschlagewerk nachgehört und erforscht werden, das sich der historischen Entwicklung der Radiokunst audiovisuell widmet.

Den gesamten Artikel finden Sie hier: link

2017 - SAVY Funk - documenta-14-Radioprogramm

2016 - Radio Space is the Place - Radiorevolten (Halle)

seit 2007 - ZERA

Eine Rundfunkversuchsstelle für das Radio der Zukunft

ZERA das Zentrum für Experimentelles Radio hat sich zum Ziel gesetzt, neue und kreative Formen für das Radio zu entwickeln - besonders angesichts der immer weiter fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung der Medien. Die interdisziplinäre und internationale Ausrichtung der Bauhaus-Universität Weimar und die vorhandene, technische Infrastruktur bilden dabei eine ideale Basis.

So, wie in den Anfängen des Radios speziell zur Auslotung des Neuen Mediums und zur Ausbildung zukünftiger Rundfunkkünstler eigene Labore eingerichtet wurden - 1928 in Berlin die Rundfunkversuchsstelle und 1942/43 in Paris das Studio d'Essai - bedarf es heute im Zeitalter des digitalen Umbruchs der experimentierfreudigen Labore, die sich mit den neuen Möglichkeiten der technischen Entwicklung kreativ auseinander setzen.

Wesentlich ist für das ZERA bei der Entwicklung neuer Audio-, und Radioformate tatsächlich das Experiment: Wie kann man die innovativen Inhalte einer jungen Generation in ebenso innovativen Formen darstellen? An welchen anderen Orten als vor dem Radiogerät oder vor dem Rechner kann man das Publikum mit akustischen Mitteln fesseln? Live-Hörspiele, Radio-Events, Klanginstallationen, interaktive Medienkunst, Arbeiten in 5.1 und neue Webplattformen für Audiokunst gehören zum Spektrum der künstlerischen Forschung.

Auch die Debatte über den aktuellen Stand von Theorie und Praxis ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des ZERA: Sie findet seit 2007 im Rahmen der Reihe Radiogespräche statt: Radiomacher und Experten sprechen in Vorträgen und Diskussionen über ihre Erfahrungen und Vorstellungen und diskutieren in Podiumsrunden die Fragen zur Zukunft des Mediums. Jedes Radiogespräch wird aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt über den universitären Sender bauhaus.fm (106,6 MHz) sowie weltweit via Stream ausgestrahlt.

Ganz zentral für das ZERA ist die Zusammenarbeit und Vernetzung mit nationalen und internationalen Partnern sowie die Schaffung neuer Distributionswege der Radio,- und Klangkunst. Bei allen Aktivitäten soll eine Brücke zwischen Lehre und Forschung auf der einen Seite und Arbeitspraxis auf der anderen Seite geschlagen werden - engagierte Lehre und professionelle Arbeitsbedingungen sind dabei ebenfalls die Basis der Arbeit von ZERA, das sich als Kreativlabor versteht - vielleicht sogar als Rundfunkversuchsstelle für das Radio der Zukunft.