Fakultät Architektur und Urbanistik
Projekttitel: »Denkmal ... und nun? Die Folgen der Denkmalwerdung Halle-Neustadts für die lokale Stadtentwicklung und Wohnungsversorgung«
1) Warum forschen bzw. studieren Sie an der Bauhaus-Universität Weimar?
Sowohl das Institut für Europäische Urbanistik als auch das DFG-Graduiertenkolleg "Gewohnter Wandel" bieten eine tolle Plattform, mich inhaltlich und kollegial zu meinem interdisziplinärem Promotionsvorhaben zu vernetzen!
2) Was ist an Ihrem Projekt besonders, warum ist es relevant?
Ostdeutsche Großwohnsiedlungen sind Prismen der Transformation und wiederkehrend Gegenstand wissenschaftlicher wie kultureller Auseinandersetzungen. Halle-Neustadt im Südosten Sachsen-Anhalts befindet sich wie viele andere Großwohnsiedlung in Ostdeutschland nach 1990 in einem solchen Transformationsprozess: Bevölkerungsrückgang, demographischer Wandel sowie Rückbaumaßnahmen von Wohnraum und Infrastrukturen führen zu einem gesamtstädtischen Bedeutungsverlust. Kontrastiert werden diese Entwicklungen seit 2024 durch die großflächige denkmalpflegerische Unterschutzstellung des Stadtteils – in diesem Ausmaß ist das bisher in keiner anderen vergleichbaren ostdeutschen Großwohnsiedlung geschehen. Ausgehend von dieser bisher einzigartigen dichotomen Gegenüberstellung in- und außerwertsetzender Prozesse möchte ich daher mit meinem Promotionsvorhaben einen ostdeutschlandspezifischen Fokus an der Schnittstelle von Stadt-, Wohnungs- und Erbeforschung setzen und damit diese Entwicklungsetappe der Großwohnsiedlung wissenschaftlich begleiten.
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