1) Warum forschen bzw. studieren Sie an der Bauhaus-Uni?
Viele gesellschaftlich relevante Ideen entfalten ihr Potenzial bislang vor allem innerhalb der Universität und ich bin überzeugt, dass es mehr Transparenz, Kooperationen und gemeinsame Projekte braucht, um den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Ganz im Sinne der Ziele für nachhaltige Entwicklung sind dafür starke Institutionen, hochwertige Bildung sowie tragfähige Partnerschaften notwendig. In meinem Engagement und meiner Arbeit sehe ich genau hier meinen Beitrag. Verbindungen zu schaffen, Wissen zu teilen und Räume für gemeinsames Lernen und Handeln zu öffnen.
2) Was ist an Ihrem Projekt besonders, warum ist es relevant?
Ein großer innerer Antrieb von mir ist es, Prozesse zu gestalten, die Selbstwirksamkeit erfahrbar machen. Ich glaube, dass uns dabei handwerkliche Fähigkeiten helfen, und setze mich für die Erhaltung traditioneller Drucktechniken ein. Das Wissen um sie droht immer weiter in Vergessenheit zu geraten. Um dem entgegenzuwirken und eine dynamische Weiterentwicklung zu ermöglichen, gründe ich eine Druckwerkstatt. Sie ist Teil der Urbanothek, einem offenen, barrierefreien FreiRAUM für Bildung, Kunst, Kultur und Partizipation. Weimar benötigt über den universitären Kontext hinaus, Räume in denen Teilhabe und Selbstwirksamkeit möglich sind und demokratische Praxis gelebt wird.
3) Wenn zutreffend: Was zeichnet Ihr ehrenamtliches Engagement in Weimar aus?
Gern würde ich die Zugänge zwischen Universität und Akteur*innen aus Stadt und Zivilgesellschaft weiter ausbauen. Ich bewege mich an der Schnittstelle von Hochschule, kulturellen Institutionen und zivilgesellschaftlichem Engagement und konnte ihre verschiedenen Perspektiven kennenlernen. Dadurch erlebe ich, wie groß der Mehrwert ist, wenn sie miteinander in Austausch kommen. Mit der Druckwerkstatt eröffnen sich Möglichkeiten für gemeinsame Projekte, Ausstellungen und Veranstaltungen. Als physischer Ort schafft sie Raum für Austausch, Begegnung und interdisziplinäre Zusammenarbeit, die ich gezielt für die verschiedenen Akteur*innen nutzbar machen möchte.
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