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Cover des Triennale 2016-Programms
Cover des Triennale 2016-Programms (von oben nach unten: Walter Gropius, Bauhausgebäude Dessau, 1925/26, Stiftung Bauhaus Dessau, Foto: Yvonne Tenschert, 2011 ·
Walter Gropius, 1927, Foto: Lucia Moholy (Ausschnitt), Bauhaus-Archiv Berlin/ © VG Bild-Kunst Bonn, 2015 ·
Georg Muche, Haus Am Horn, Weimar, 1923, Foto: weimar GmbH, 2008 ·
Walter Gropius, Bauhaus-Archiv Berlin, 1976–79, Foto: Bauhaus-Archiv Berlin/Karsten Hintz)
Erstellt: 27. September 2016

Ausstellung im Bauhaus-Museum eröffnet Triennale der Moderne 2016 in Weimar

Die Ausstellung »Weimar. Modellstadt der Moderne? Ambivalenzen des Städtebaus im 20. Jahrhundert« eröffnet am 29. September 2016 die Triennale der Moderne 2016. Interessierte sind zur Eröffnung herzlich eingeladen.

Weimar fungierte im 20. Jahrhundert auf vielfache und äußerst ambivalente Weise als eine Modellstadt der Moderne. In der frühen Weimarer Republik verstand das Staatliche Bauhaus seine Ideen für eine neue Stadt als ein Modell für die Welt, in der späten Weimarer Republik war das »Kulturprojekt« samt Weimarhalle ein Modell für Deutschland. Während der Zeit des Nationalsozialismus war das erste und einzige auch gebaute »Gauforum«, zusammen mit einem Zentrum der Zwangsarbeit und einem Konzentrationslager, ein mörderisches Herrschaftsmodell für Deutschland und Europa. In der DDR-Zeit wiederum galt Weimar als Modell für den Umgang des sozialistischen Staates mit dem städtebaulichen Erbe der NS-Zeit.

Um diese unterschiedliche Phasen mit Blick auf das künftige Bauhaus-Museum zu beleuchten, in dessen Umfeld sich Weimarer wie deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts in besonderer Weise konzentriert, präsentieren die Klassik Stiftung und das Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar die Ausstellung »Weimar. Modellstadt der Moderne? Ambivalenzen im Städtebau des 20. Jahrhunderts«.

»Weimar. Modellstadt der Moderne? Ambivalenzen im Städtebau des 20. Jahrhunderts«
Ausstellung im Bauhaus-Museum Weimar, Theaterplatz 1, 99423 Weimar
30. September bis 5. Dezember 2016

Vernissage am Donnerstag, 29. September 2016, 18 Uhr
Foyer des Deutschen Nationaltheaters, Theaterplatz 2, 99423 Weimar

Ablauf der Eröffnung:

Begrüßung
Hasko Weber, Intendant Deutsches Nationaltheater Weimar
Hellmut Seemann, Präsident Klassik Stiftung Weimar
Prof. Dr. Max Welch Guerra, Direktor Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung an der Bauhaus-Universität Weimar

Grußwort
Dr. Babette Winter, Thüringer Staatssekretärin für Kultur und Europa

Einführung
Prof. Dr. Harald Bodenschatz, Center for Metropolitan Studies am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin, Kurator der Ausstellung

Zum Gesamtprogramm der Triennale der Moderne 2016

Mehr Informationen zur Triennale der Moderne

Ausstellungsdaten

»Weimar. Modellstadt der Moderne? – Ambivalenzen des Städtebaus im 20. Jahrhundert«
Vom 30. September bis 5. Dezember 2016
bis 29. Oktober 2016 Mi – Mo 10 – 18 Uhr
ab 30. Oktober 2016 Mi – Mo 10 – 16 Uhr
Bauhaus-Museum Weimar | Seitenraum
Theaterplatz 1 | 99423 Weimar
Der Eintritt ist frei.