Bauhaus.Journal Online

Für die Bauhaus-Gastprofessur hat die Bauhaus-Universität Weimar die UN-Klimadiplomatin Patricia Espinosa gewonnen. Espinosa, die zuletzt im Zusammenhang mit der Klimakonferenz im polnischen Kattowitz in den Medien präsent war, wird ihre Expertise durch Veranstaltungen zum Themenkreis Ressourcen-Klima-Nachhaltigkeit in die Universität einbringen. (Foto: James Dowson, UN Climate Change)
Für die Bauhaus-Gastprofessur hat die Bauhaus-Universität Weimar die UN-Klimadiplomatin Patricia Espinosa gewonnen. Espinosa, die zuletzt im Zusammenhang mit der Klimakonferenz im polnischen Kattowitz in den Medien präsent war, wird ihre Expertise durch Veranstaltungen zum Themenkreis Ressourcen-Klima-Nachhaltigkeit in die Universität einbringen. (Foto: James Dowson, UN Climate Change)
Erstellt: 19. Dezember 2018

Auftakt für Veranstaltungen mit der Bauhaus-Gastprofessorin Patricia Espinosa

Im Bauhaus.Semester hat die Bauhaus-Universität Weimar erstmals die Bauhaus-Gastprofessur vergeben und hat dafür die UN-Klimadiplomatin Patricia Espinosa gewonnen. Mit der Einladung der Exekutivsekretärin des Klimasekretariats der Vereinten Nationen auf die Gastprofessur unterstreicht die Universität ihr Engagement für eine nachhaltige Entwicklung.

Espinosa, langjährige Außenministerin ihres Landes und ehemalige Botschafterin Mexikos in Deutschland, sieht die Bauhaus-Gastprofessur als Mittel, um für die Herausforderungen des Klimawandels zu sensibilisieren und die hiermit verbundenen Werte der Vereinten Nationen in der akademischen Gemeinschaft und darüber hinaus zu verbreiten. Espinosa, die zuletzt im Zusammenhang mit der Klimakonferenz im polnischen Kattowitz in den Medien präsent war, wird ihre Expertise durch Veranstaltungen zum Themenkreis Ressourcen-Klima-Nachhaltigkeit in die Universität einbringen, unter anderem in Workshops mit Studierenden, einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Reihe »Mensch Macht Moderne« sowie einem Vortrag.

»Als Exekutivsekretärin des Klimasekretariats der Vereinten Nationen verkörpert Patricia Espinosa ganz und gar den Geist des Bauhauses. Auch heute gilt es, drängende Zukunftsfragen aufzugreifen und nach kreativen, auch ungewöhnlichen Antworten zu suchen. Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Gegenwart, welche die Gestaltung und Veränderung unserer Umwelt durch menschliches Handeln erfordert. Ich freue mich sehr, dass wir mit Patricia Espinosa eine welterfahrene Diplomatin an die Bauhaus-Universität Weimar holen konnten, mit der Studierende wie Mitarbeitende ins Gespräch kommen können«, so Prof. Winfried Speitkamp, Präsident der Bauhaus-Universität Weimar.

Patricia Espinosa wurde 2016 zur zuständigen Exekutivsekretärin für die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen ernannt. 2010 hatte sie einen wesentlichen Anteil daran, dass sich die UNO auf der »Climate Change Conference« im mexikanischen Cancún entschloss, den Weg der multilateralen Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel fortzuführen. Hierfür wurde sie 2012 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Patricia Espinosa blickt auf über 30 Jahre Erfahrungen in führenden Institutionen der internationalen Beziehungen zurück. 2006 bis 2012 war sie die Außenministerin Mexikos. 2001 und 2002 sowie von 2012 bis 2016 vertrat sie als Botschafterin ihr Heimatland in der Bundesrepublik Deutschland. Zuvor war sie bereits als mexikanische Botschafterin in Österreich, in der Slowakei und in Slowenien tätig. 1995 spielte Patricia Espinosa eine führende Rolle für die Annahme der »Beijing Platform for Action at the 4th World Conference on Women«, die nach Einschätzung der UNO den »fortschrittlichsten Plan für den Ausbau der Frauenrechte« weltweit darstellte. An der erfolgreichen 24. Klimakonferenz, die vom 2. bis 14. Dezember 2018 in Kattowitz stattfand, war Espinosa entscheidend beteiligt.

Am Mittwoch, 9. Januar 2019, findet die erste Veranstaltung mit Patricia Espinosa statt. Um 18 Uhr diskutiert sie im Oberlichtsaal gemeinsam mit Anja Siegesmund, Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz, und Prof. Eckhardt Kraft, Professur Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft, zum Thema »Diplomatie und Partizipation – Wege zu nachhaltigen Lösungen in der Klimapolitik«. Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Podiumsdiskussionsreihe »Mensch Macht Moderne« statt.

Schon am Tag darauf, am 10. Januar 2019, haben Studierende die Gelegenheit, mit der Klimadiplomatin aktuelle Fragestellungen der weltweiten Reurbanisierung sowie Herausforderungen für die Stadtplanung des 21. Jahrhunderts angesichts globaler ökologischer Veränderungen zu erörtern.

Beide Veranstaltungen sind öffentlich und Interessierte sind herzlich eingeladen. Im Februar findet eine weiterer Vortrag Patricia Epinosas statt und im Rahmen der Semesterausstellung »go4spring« und der Woche der Demokratie ein Workshop zum interdisziplinären Entwurfsseminar »SKYWAY.CITY«.

Alle Veranstaltungen an der Bauhaus-Universität Weimar mit Patricia Espinosa im Überblick:

PODIUMSDISKUSSION »MENSCH MACHT MODERNE«
Mittwoch, 9. Januar 2019, 18 Uhr
Thema: »Diplomatie und Partizipation – Wege zu nachhaltigen Lösungen in der Klimapolitik« / »Effective climate action through multilateral diplomacy and participation: Creating sustainable political solutions« – Patricia Espinosa im Gespräch mit Anja Siegesmund, Thüringer Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz sowie Prof. Eckhard Kraft, Professur Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft
Ort: Oberlichtsaal im Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Straße 8, 99423 Weimar

WORKSHOP
Donnerstag, 10. Januar 2019, 10 – 13 Uhr
Thema: »Stadt und Infrastruktur im (Klima-)Wandel« // Bachelorprojekte Urbanistik
Ort: Geschwister-Scholl-Str. 7, Van-de-Velde-Bau, Raum HP05, 99423 Weimar

Die Programmübersicht für alle weiteren Veranstaltungen zur Reihe »Mensch Macht Moderne« können Sie hier herunterladen.