summaery2026 an der Fakultät Medien: Was folgt auf den Prompt‽ Neue Perspektiven aus den Laboren der Fakultät Medien
Was geschieht zwischen einer Frage und ihrer Antwort? Zwischen einem Impuls und der Reaktion darauf? Das Motto »prompt‽« richtet den Blick auf genau diese Momente des Auslösens, Weiterdenkens und Experimentierens. Zur summaery2026 präsentiert die Fakultät Medien Projekte, die zeigen, wie Eingaben virtuelle Welten formen, wie intelligente Systeme auf Fragen reagieren und wie neue Perspektiven dort entstehen, wo Menschen und Technologien aufeinandertreffen.
Der Prompt ist dabei weit mehr als eine Anweisung an eine Maschine. In den Projekten der Fakultät Medien wird er zum Ausgangspunkt für Diskussionen über Kreativität, Vertrauen, Lernen und gesellschaftlichen Wandel. Die Arbeiten untersuchen, wie Menschen mit intelligenten Systemen interagieren, wie digitale Technologien unsere Wahrnehmung beeinflussen und welche neuen Formen der Zusammenarbeit daraus entstehen. Besonders erlebbar werden diese Fragen bei der Open Lab Nightam 10. Juli 2026, wenn Labore und Forschungsräume ihre Türen öffnen und aktuelle Forschung zum Ausprobieren einladen.
Wie vielfältig das Motto interpretiert werden kann, zeigt die Ausstellung »Prompt Me If You Can‽«. Hier untersuchen Studierende des Medienmanagements den Prompt als Schnittstelle, Entscheidungslogik und kreativen Impuls. Wissenschaftliche Analysen, audiovisuelle Arbeiten und interaktive Anwendungen beschäftigen sich mit Plattformlogiken, digitalen Öffentlichkeiten, KI-gestützten Workflows und neuen Formen der Nutzerinteraktion.
Wie stark Eingaben die Antworten intelligenter Systeme beeinflussen, können Besucher*innen auch in der »Debate Arena« erleben. Während Sprachmodelle gegeneinander antreten, entscheiden die Teilnehmenden über Tonfall, Strategie und Argumentationsstil. Nicht allein die künstliche Intelligenz steht hier auf dem Prüfstand, sondern auch die Rolle des Menschen bei der Steuerung digitaler Systeme.

summaery2026 | Fakultät Medien
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Video: Angye Diener
Andere Projekte richten den Blick auf die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Im Projekt »Learning with Agents in Virtual Museums« untersuchen die Forschenden, wie dialogfähige, verkörperte Sprachagenten Lernprozesse begleiten können. Dabei wird deutlich: Entscheidend ist oft nicht, welche Antworten eine KI geben kann, sondern welche Fragen wir ihr stellen.
Nicht nur digitale Systeme reagieren auf Impulse. Im Projekt »Der Körper als Datensatz« erforschen Studierende, wie sich mentale Zustände in physiologischen Signalen widerspiegeln. Besucher*innen können selbst Sensoren ausprobieren und beobachten, wie Herzrate, Hautleitwert oder Augenbewegungen auf Stress, Konzentration oder Überraschung reagieren. So werden Prozesse sichtbar, die meist unbemerkt bleiben.
Auch Projekte wie »Social Simulacra« oder »Cloned Testing« beschäftigen sich mit den sozialen Folgen intelligenter Systeme. Sie fragen danach, wie Vertrauen entsteht, wie digitale Identitäten wahrgenommen werden und welche Dynamiken sich entwickeln, wenn künstliche Akteure Teil sozialer Räume werden.
Wie Medien und Technologien unsere Vorstellungen von Gesellschaft und Wirklichkeit prägen, thematisiert das Werkmodul »Reale Projektionen«. Die gezeigten Arbeiten setzen sich mit historischen und gegenwärtigen Gesellschaftsbildern auseinander und fragen danach, wie auch KI-Modelle unsere Sicht auf die Welt beeinflussen. Damit erweitern sie den Blick auf das Jahresthema um eine medienkulturelle Perspektive.
Viele dieser und zahlreiche weitere Projekte können Besucher*innen bei der Open Lab Night am Freitagabend, 10. Juli 2026, selbst erleben und ausprobieren. Als Höhepunkt des Fakultätsprogramms macht die Nacht der offenen Labore sichtbar, was die Fakultät Medien auszeichnet: Forschung nicht nur zu erklären, sondern gemeinsam zu erleben.
Jahresschau der Bauhaus-Universität Weimar
summaery2026 »prompt‽«
Donnerstag, 9. Juli, bis Sonntag, 12. Juli 2026
Alle Projekte der Fakultät Medien im Überblick:
Open Labs | Fachbereich Medieninformatik
Freitag, 10. Juli 2026, 17 – 22 Uhr
Samstag, 11. Juli 2026, 13 – 16 Uhr
Der Körper als Datensatz – Physiologische Signale erleben und verstehen
Digital Twin for the Bauhaus Energy Hub
Gaussian Splatting for Mobile Virtual Reality Devices
Eine Einführung in die Verschlüsselung - die Caesar Chiffre
Learning with Agents in Virtual Museums
Immersive Decision Theater – Green Jena
Haystack: Ein postquantensicheres verteiltes Signaturverfahren
PLAYAI: Experimental Games with Large Language Models
Play the Attacker: Social Engineering Game
Social Simulacra: Simulating Human Behavior with AI Agents
VECo2: Virtual Embodiment and Communication: Social VR-Avatar Perception
Visual Questionnaire Analytics
Experimentelle Videospiel-Entwicklung II
Projekte aus dem Fachbereich Medienwissenschaft:
Arbeitender Körper, versehrter Körper. Biomechanik, Prothesen und Roboter um 1920
Projekte aus dem Fachbereich Medienmanagement:
