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Dr. Rebekka Ladewig ist seit dem Sommersemester 2026 neue Professorin für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken an der Fakultät Medien (Foto: Privat)
Dr. Rebekka Ladewig ist seit dem Sommersemester 2026 neue Professorin für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken an der Fakultät Medien (Foto: Privat)
Ladewigs Forschung und Publikationen decken ein breites Themenspektrum ab – von Schwindel und Desorientierung über implizites Wissen bis hin zur Kulturgeschichte des Pfeils. (Abbildung: »Against the Grain«, illustration by Golden Cosmos, 2017)
Ladewigs Forschung und Publikationen decken ein breites Themenspektrum ab – von Schwindel und Desorientierung über implizites Wissen bis hin zur Kulturgeschichte des Pfeils. (Abbildung: »Against the Grain«, illustration by Golden Cosmos, 2017)
Erstellt: 06. Mai 2026

Ankommen, wo man schon war. Prof. Dr. Rebekka Ladewig ist neue Professorin für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken

Rebekka Ladewig kennt die Fakultät Medien schon: Von 2018 bis 2020 vertrat sie die Professur für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken, seit dem 1. Februar 2026 hat sie sie inne. Dazwischen lagen Gastprofessuren in Wien, Offenbach und Karlsruhe, Fellowships und Forschungsaufenthalte in Weimar, Wien und Oxford und ein von der Volkswagenstiftung gefördertes Forschungsprojekt zur Kultur- und Bildgeschichte des Pfeils.

Ladewig studierte Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie in Florenz, Lüneburg und Berlin und wurde 2012 an der Humboldt-Universität promoviert. Ihr Buch „Schwindel" (Mohr Siebeck, 2016) zeigt die charakteristischen Linien ihrer Arbeitsweise. Darin zeichnet sie eine Wissensgeschichte der Orientierung im Ausgang von experimentellen Szenen des Schwindels – jenen produktiven Momenten, in denen Wahrnehmung und Wissen ins Wanken geraten – wenn Orientierung neu ausgehandelt wird und sich Körper und Technik in spannungsreichen Wechselwirkungen begegnen.

In den letzten Jahren hat sie Sammelbände zum Konzept des Milieus, über Hütten- und Kapselarchitekturen und den Tastsinn im digitalen Zeitalter herausgegeben; 2023 erschien die von ihr herausgegebene erste deutsche Übersetzung von Michael Polanyis Hauptwerk „Personales Wissen". Seit 2024 ist Ladewig Mitglied des DFG-Netzwerks „Wissensgeschichten des unverfügbaren Selbst“ und Common Room Member des St Cross College an der Universität Oxford.

Wir haben sie zur Professur und ihren Inhalten befragt.

Tina Meinhardt (TM): Liebe Rebekka Ladewig, herzlich Willkommen zurück an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar! Sie haben seit dem Sommersemester 2026 die Professur für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken inne. Der Begriff Kulturtechniken beschreibt so alltägliche Praktiken wie Lesen, Schreiben, Navigieren, Zählen, Scrollen. Was macht diese Praktiken zu mehr als bloßen Fertigkeiten? Und warum lohnt es sich, diese Techniken wissenschaftlich zu untersuchen?

Als das Konzept der Kulturtechniken Ende der 1990er Jahre in die Kultur- und Medienwissenschaft eingeführt wurde, war damit vor allem die Abkehr von einem substantiellen Medienbegriff verbunden. Anstelle von Einzel- oder Massenmedien traten aus kulturtechnischer Perspektive die verkörperten und operativen Verfahren in den Blick, die diesen Gegenständen zugrunde liegen und sie bedingen, die sie überhaupt erst als Medien hervorbringen, in ihren Funktionen stabilisieren und auf Dauer stellen. 

Für diese theoretische Perspektive ist das aus der französischen Anthropologie stammende Konzept der Operationskette zentral: Von Marcel Mauss zugrunde gelegt und in verschiedenen Bereichen der materiellen Kultur weiterentwickelt, erlaubt dieses Konzept es, Gegenstände in Ketten von Operationen aufzulösen, um so das Zusammenwirken von Körpern, Material und Zeichen mit besonderem Augenmerk auf die kulturerzeugenden Effekte zu analysieren.

Genauso werden auch die Praktiken des Zählens, Schreibens oder Scrollens als Verfahren analysierbar, durch die Welt hervorgebracht und als geordnet und handhabbar organisiert wird: Wer zählt, erzeugt Einheiten; wer schreibt, stabilisiert Sinn; wer scrollt, bringt damit eine algorithmisch organisierte Informationsumgebung hervor. Die kulturalisierenden Effekte dessen, was wir als „bloße Fertigkeiten“ wahrnehmen, sind also nicht zu unterschätzen. Auf welche Weise und unter welchen historischen Bedingungen so unterschiedliche Praktiken wie das Navigieren auf einem technischen Interface und das Abschießen eines Pfeils in die Landschaft etwa mit Konzepten des Entwurfs zu tun haben, wie diese Praktiken Informations- und Datenräume konstituieren und transformieren, ist Gegenstand einer kulturtechnischen Analyse. Warum es sich lohnt, diese Fragen zu untersuchen? –– Weil Kulturtechniken strukturieren, wie wir Welt wahrnehmen und uns selbst als Subjekte in dieser Welt entwerfen; und weil diese Weltentwürfe – etwa die Kartografie – immer schon an Machtverhältnisse geknüpft sind, deren Geschichte zu verstehen Voraussetzung für eine kritische Gegenwartsanalyse ist.

TM: Ihre Forschung und Publikationen decken ein breites Themenspektrum ab – von Schwindel und Desorientierung über implizites Wissen bis hin zur Kulturgeschichte des Pfeils. Welche übergreifenden Themen oder methodischen Ansätze ziehen sich Ihrer Meinung nach durch Ihre Arbeit?

Methodisch verbinden sich in meiner Forschung medien- und kulturtheoretische, anthropologische, ästhetische und epistemologische Ansätze mit feministischen und dekolonialen Theorielinien und Konzepten der Science and Technology Studies. Dieser transdisziplinäre Zugriff ergibt sich aus den jeweiligen Gegenständen selbst und natürlich aus der Fragestellung.

Was übergreifende Themen angeht, bin ich mir weniger sicher. Gewiss lassen sich theoretische Verbindungslinien etwa zwischen einer Geschichte der Rakete, wie ich sie in meiner Magisterarbeit untersucht habe, und einer Kulturgeschichte des Pfeils ziehen. Am Phänomen der Orientierung und auch am impliziten Wissen hat mich am meisten interessiert, wie wenig auffällig und gleichzeitig absolut wirksam ihre Operationen sind. Der Schwindel ist eine Gegenfigur dazu, nicht nur physiologisch oder medizinisch, auch erkenntnistheoretisch und kulturell –– ein Zustand, in dem gewohnte Bezugssysteme instabil werden und nicht mehr halten. 

Was sich in allen Projekten findet, ist vielleicht am ehesten der Fokus auf je spezifische Konstellationen von Körpern, Techniken und Wissen und deren wechselseitige Hervorbringungen und auf den Zusammenhang zwischen materieller und visueller Kultur.

TM: Michael Polanyis Begriff des impliziten Wissens — dass wir mehr wissen, als wir sagen können — gewinnt gerade neue Aktualität, weil KI-Systeme in rasantem Tempo formalisieren, was lange als unformalisierbar galt. Was geht dabei verloren? Und was kann die Geschichte des Wissens und der Kulturtechniken zu dieser Debatte beitragen, die gerade im Studium und in der kreativen Praxis so drängend geworden ist?

Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang der gemeinsame historische Ausgangspukt von implizitem Wissen und KI: Polanyi entwickelte seine Wissenstheorie in den späten 1940er Jahren in direkter Auseinandersetzung mit Alan Turing, seinem Kollegen an der University of Manchester, der mit dem nach ihm benannten Test, dem berühmten Imitation Game, einen der Grundsteine der künstlichen Intelligenz legte. Während Turing daran arbeitete, Denkprozesse in formale, maschinenlesbare Operationen zu übersetzen, richtete sich Polanyis Interesse zur gleichen Zeit auf Wissensbestände, die sich einer solchen Formalisierung entzogen –– die verkörpert, erfahrungsbasiert oder in Form von Überzeugungen und Vorannahmen personengebunden sind.

Inzwischen führen KI-Anwendungen Operationen aus, von denen Turing nur träumen konnte –– und die Polanyi seinerzeit als Modellfälle des impliziten Wissens anführte. In der medizinischen Diagnostik etwa treten Techniken der automatisierten Bildauswertung heute an die Seite von fachärztlichem Expertenwissen, das Polanyi strikt von (formalisierbarem) Regelwissen unterschied (und als Erfahrung und Erfahrenheit des Arztes beschrieb). Und die Gesichtserkennung, die er als genuin menschliches Vermögen charakterisierte, ist heute als biometrisches Authentifizierungsverfahren in App-Anwendungen völlig alltäglich geworden. Vielleicht zu alltäglich, wenn man bedenkt, dass es sich um die gleiche Technologie handelt, die im Bereich der polizeilichen Überwachung systematisch zu algorithmisch bedingten Diskriminierungen führt. Was dem Algorithmus fehlt, ist gerade jener Weltbezug, der die epistemische Wirksamkeit des impliziten Wissens ausmacht. Dieses Wissen ist an Körper, an Praxisgemeinschaften, an materielle Umgebungen gebunden. Zumindest als Vollzugswissen widersteht es darum auch der Formalisierung.

Im Studium und der kreativen Praxis stellt sich dagegen die drängende Frage danach, wie sich mit der Leistungsfähigkeit der KI die Kulturtechniken des Lernens, Schreibens oder Entwerfens verändern. Wenn das Formulieren von Texten an die KI delegiert wird, verändert sich das Denken selbst, und wenn Bildgenerierung automatisiert wird, verschiebt sich damit das Verhältnis von Idee, Entwurf und Ausführung. Genau hier überschneiden sich wissenstheoretische und kulturtechnische Perspektiven –– und wirken produktiv zusammen, etwa wenn wir die gegenwärtige Transformation von Kulturtechniken und, damit verbunden, die Entstehung ganz neuer Techniken etwa des Recherchierens oder Promptens als Neuordnung dessen untersuchen, was als Wissen gilt, wer es produziert und wie es epistemisch wirksam wird.

TM: Sie werden auch maßgeblich am neuen englischsprachigen Masterstudiengang Media Ecologies mitwirken, der gerade an der Fakultät Medien angelaufen ist. Der Studiengang untersucht die Zusammenhänge von Medien um Umwelt und befragt u.a. wie Medien unser Verständnis der gegenwärtigen Umwelten und Umweltkrisen bedingen und hervorbringen – vom Satellitenbild des Blauen Planeten bis zum Klimadiagramm – und wie sie zugleich selbst zu Umwelten werden. Wo sehen Sie die Berührungspunkte zu Ihrer eigenen Forschung, und was möchten Sie inhaltlich in diesen Studiengang einbringen?

Dass mit dem Studiengang Media Ecologies ein neues Masterprogramm eingerichtet worden ist, ist eine große Bereicherung für die Weimarer Medienwissenschaft, und auf die Mitwirkung in diesem Programm freue ich mich ganz besonders. Die darin behandelten Fragen und Gegenstände knüpfen unmittelbar an verschiedene Aspekte meiner bisherigen Forschung an – vom Sammelband zum Milieu bis hin zu einem neuen Projekt über „Letzte Dinge“.

Was mich besonders interessiert, ist der sich wandelnde Zusammenhang zwischen der Medialität von Umwelten und der Umweltlichkeit der Medien. Digitale, datafizierte Medienumgebungen, die zu unseren Lebensumgebungen werden, sind ohne die Kulturtechniken des Zählens und Rechnens nicht denkbar. Darüber hinaus möchte ich auch die materiellen und politischen Voraussetzungen dieser Gegenstände behandeln: Medien benötigen Infrastrukturen, Rohstoffe, Lieferketten, lokale Wissensformen, die historisch an koloniale Machtverhältnisse geknüpft sind. Die ikonische Fotografie des blauen Planeten ist nicht voraussetzungslos entstanden; sie ist Produkt der technologischen, ökonomischen und geopolitischen Konstellation des Kalten Krieges. Diese Verflechtungen zwischen Medien, Ökologie und Kolonialität bilden eine Fluchtlinie, die ich in das Programm einbringen möchte.

TM: Sie kennen Weimar und die Fakultät schon aus Ihrer Zeit als Vertretungsprofessorin. Was hat sich seitdem verändert, und was wollen Sie jetzt anders oder neu angehen? Welche Seminare, Formate oder Kooperationen – vielleicht auch mit anderen Fakultäten der Bauhaus-Universität – haben Sie im Kopf, die Sie bisher noch nicht realisieren konnten? Und was hat Ihnen die Weimarer Zeit damals schon gegeben, das Sie jetzt weiterführen möchten?

Obwohl ich Weimar relativ gut kenne, ist es doch etwas anderes, auf einer entfristeten Professur hierher zurückzukehren. Weimar ist ein einzigartiger Standort, an dem künstlerisch-gestalterische, materialbezogene, und medien- und kulturwissenschaftliche Expertise versammelt ist und auf ein historisches Kulturerbe trifft, das seinerseits vielschichtig und historisch aufgeladen ist –– das ist ein großes Potential. 

Ich freue mich darauf, diese Kultur- und Forschungslandschaft in den kommenden Monaten besser kennenzulernen; auf Gespräche und mögliche Kooperationen mit Kolleg:innen aus den drei anderen Fakultäten; und vor allem darüber, dass diese Gespräche nicht auf zwei Jahre befristet sind. Das gilt ebenso für die lokalen und regionalen Museen, Gedenkstätten und andere Kulturinstitutionen, die ich eng in meine Lehre und Forschung einbinden möchte.

Was mir besonders am Herzen liegt, ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, und ich freue mich schon jetzt auf die Routine eines Doktorand*innenkolloquiums und darauf, dass in absehbarer Zeit hoffentlich mehr Personal zum kleinen Team der Professur stoßen wird. Ein erster größerer Drittmittelantrag ist bereits eingereicht –– jetzt heißt es also Daumen drücken.

TM: Was sollen Studierende in fünf Jahren über Kulturtechniken sagen können — und was sollen sie damit anfangen können?Welche Denkwerkzeuge möchten Sie Ihren Studierenden mitgeben? Was ist für Sie persönlich der Kern dessen, was gute Lehre in diesem Feld ausmacht?

Seit langem steht eine Verbesserung der Erfahrung der Studierenden durch inklusive Lehr- und Lernformate im Mittelpunkt meiner Lehrtätigkeit. Dazu zählen neben gemeinsamen Exkursionen, Gastvorträgen und Studierenden-Workshops vor allem Sensibilität und Offenheit für die Interessen und Belange der Studierenden, die Integration von Studierenden-Interessen in die Lehrinhalte sowie die Sicherstellung offener und diskriminierungsfreier Diskussionsräume. Das ist die Voraussetzung für gemeinsames Lernen.

Was die Inhalte betrifft, geht es zuerst darum, die Begeisterung der Studierenden zu wecken und ihnen zu vermitteln, dass theoretisches Arbeiten eine langwierige Praxis ist, in der es darum geht, verschiedene Vermögen auszubilden und zu verbinden: ein tiefes historisches Wissen, das es erlaubt, Gegenstände angemessen zu situieren; theoretische Versiertheit, die uns dazu instand setzt, unterschiedlichste Phänomene analytisch zu durchdringen und miteinander in Beziehung zu setzen; Geduld, die es braucht, um komplizierte Zusammenhänge zu knacken und sich nicht mit vereinfachenden Antworten zu begnügen. Neugierde ist eine entscheidende Zutat, die sich ebenfalls ausbildet und uns dazu anhält, innezuhalten und Fragen zu stellen, gegenwärtige Phänomene, technologische Entwicklungen usw. auf ihre historischen Fluchtlinien zurückzuführen und dabei neue theoretische Einsichten zu gewinnen. Damit ist man sehr gut ausgerüstet – für jede berufliche Praxis, egal ob in angewandten Bereichen oder in der Forschung.

Was sollen Studierende in 5 Jahren über Kulturtechniken sagen können? Ich würde mir wünschen, dass sie die politischen Dimensionen medienwissenschaftlicher Untersuchungsgegenstände adressieren –– im anfänglichen Fokus des Forschungsfelds auf die abendländischen Techniken von Bild, Schrift und Zahl ist diese Dimension eher randständig gewesen. Mit Blick auf die gegenwärtigen politischen Lage sollte sich das m.E. ändern. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre beispielsweise, das Gegenstandsfeld der Kulturtechniken auf nicht-schriftliche, nicht-sesshafte, nicht-staatsförmige Kulturen auszuweiten und mit dem globalen Süden auch die koloniale Vergangenheit Europas systematischer in den Blick zu rücken. Ich bin gespannt zu sehen, wie sich das Feld in diese Richtung weiterentwickelt. Vielleicht treffen wir uns in 5 Jahren noch einmal zu einem Gespräch?

TM: Vielen herzlichen Dank für die ausführlichen und spannenden Antworten!

Weitere Infos gibt es auf der Website der Professur: Bauhaus-Universität Weimar: Willkommen

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