2) Was ist an Ihrem Projekt besonders, warum ist es relevant?
In welchem Verhältnis stehen vestimentäre Praktiken zu Grenzziehungen zwischen Natur und Kultur? Inwiefern kann Bekleidung Perspektiven auf epistemische Hierarchien zwischen Theorie und Praxis bieten? Mein künstlerisch-forschender Ansatz kontextualisiert Reflexionen meiner herstellenden und performativen Praxis in literatur- und kunsttheoretischen, anthropologischen und feministischen neo-materialistischen Theorien, um mehr-als-menschliche Beziehungen zu erforschen. Das Verhältnis von Bekleidung und nicht-menschlichen Akteur*innen definiert sich einerseits durch Ausbeutung und Dominanz, andererseits liegen vestimentären Praktiken ein Potenzial der Veränderlichkeit inne, das rigide Identitätskonstruktionen hinterfragen kann. Mein Promotionsvorhaben widmet sich einer Analyse dieser Grenzziehung, um Bekleidung als Strategie menschlicher und nichtmenschlicher Akteur*innen zu verstehen.
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