Sommersemester 2026

Bachelor Urbanistik

Vorlesung: Instrumente und Verfahren der Stadtplanung

2. Fachsemester | Prof. Dr. Barbara Schönig | 2 SWS, 3 ECTS
Mo., 09:15–10:45 | Beginn: 13.04.2026 | Ort: tba

Instrumente und Verfahren sind ein Schlüssel für die Erarbeitung, aber vor allem für die Umsetzung von Planungsvorstellungen in die baulich-räumliche Wirklichkeit der Kommune oder Region. In der Vorlesung wird ein Überblick über Instrumente und Verfahren der Stadt- und Regionalplanung sowie deren historische Entwicklung gegeben. Insbesondere werden politische und verwaltungsorganisatorische Aspekte von Planungsaufgaben umrissen. Es werden sowohl die formellen wie auch die informellen Instrumente und Verfahren vorgestellt und an konkreten Beispielen vertieft. Die Vorlesung weckt Sensibilität für direkte und indirekte Formen planerischen Handelns. Sie vermittelt ferner, wie unterschiedlich Instrumente und Verfahren der Stadt- und Regionalplanung formalisiert sind, wie sehr deren Verbindlichkeit variiert und wie unterschiedlich auch deren Zeithorizont sein kann.

Vorlesung: Besonderes Städtebaurecht

4. Fachsemester | Dipl.-Ing. Ingo Quaas | 2 SWS, 3 ECTS
Fr., 11:00-12:30 Uhr, 13:30–15:00 Uhr (teilw. Doppelsitzungen) | Beginn: 10.04.2026 | Ort: tba

Einführung in das Besondere Städtebaurecht nach Baugesetzbuch (BauGB) mit den Schwerpunkten : Städtebauliche Sanierungsmaßnahme, Städtebauförderung, Stadtumbau, Erhaltungssatzung und städtebauliche Gebote. Neben der Vorstellung und Erläuterung der Gesetzestexte werden die Schwerpunktthemen anhand von konkreten Fallbeispielen anschaulich dargestellt. Beiträge von Gästen aus Verwaltung und Planungspraxis vermitteln aktuelle Themen aus Anwendungsperspektive.

Bebauen oder Bewahren? – Nutzungskonkurrenzen zwischen Stadtentwicklung, Schieneninfrastruktur und Klimaschutz im Rosensteinareal in Stuttgart

2. Fachsemester | M.Sc. Theo Sauerborn; Dr. Timmo Krüger; Prof. Dr. Barbara Schönig | 8 SWS, 12 ECTS

Do., 09:15–16:45 Uhr | Beginn: tba | Ort: tba

Neue bauliche Stadtentwicklung ermöglicht bestimmte Nutzungen und verunmöglicht andere. So stehen in Stuttgart aktuell die Planungen des Neubauviertels auf dem Rosensteinareal zur Schaffung von Wohnraum den konkurrierenden Anforderungen des Klimaschutzes sowie dem Erhalt leistungsfähiger Verkehrsinfra-strukturen gegenüber. Unser Planungsprojekt setzt sich kritisch mit der Annahme auseinander, dass städti-sche Entwicklung primär über Neubebauung erfolgt, und untersucht Alternativen zwischen Erhalt und Trans-formation der bestehenden Gleisanlagen.

Das Rosensteinareal nahe dem Stuttgarter Hauptbahnhof wird derzeit noch als Gleis- und Bahninfrastruktur genutzt und ist somit ein funktionaler Bestandteil des bestehenden Schienensystems. Durch den Bau des Tiefbahnhofs im Rahmen von Stuttgart 21 sollen die oberirdischen Gleisflächen jedoch perspektivisch frei werden, sodass sie als großflächige Entwicklungsfläche genutzt werden können. Die Stadt plant, die von der Deutschen Bahn erworbenen Flächen zu einem neuen mischgenutzten Wohnquartier weiterzuentwickeln. Damit geht jedoch die Gefahr einher, bestehende infrastrukturelle und klimatische Funktionen des Areals zu verdrängen oder dauerhaft zu verlieren.

Das Areal liegt in einer für den Luftaustausch der Stadt relevanten Lage und erfüllt wichtige klimatische Aus-gleichsfunktionen. Gleichzeitig ist es Bestandteil eines überregionalen Schienensystems, dessen Flächen lang-fristige Erweiterungs- und Anpassungsoptionen sichern. Eine vollständige Überbauung reduziert nicht nur diese Spielräume, sondern fixiert zukünftige Entwicklungen auf einen baulichen Endzustand. Hier werden also sehr weitreichende Entscheidungen gefällt, die auf Widerstand in der Zivilgesellschaft stoßen. Gleichzeitig ist der Stadt angesichts der Konflikthistorie von Stuttgart 21 sehr daran gelegen, in einem partizipativen Prozess die Stadtgesellschaft einzubinden. Ausgehend von der abgeschlossenen Öffentlichkeitsbeteiligung "Stadtteil für alle. Beteiligung zum geplanten Stuttgart Rosenstein" nehmen wir im Rahmen der Bestandsaufnahme auch die verschiedenen Positionen in Bezug auf Mitsprache und Demokratisierung planerischer Entscheidungen in den Blick.

Das Planungsprojekt zielt auf die Entwicklung von Szenarien und strategischen Ansätzen. Diese können sich mit unterschiedlichen Potenzialen des Areals befassen, etwa mit Formen der Mehrfachnutzung von Infra-strukturflächen, mit der räumlichen Organisation von Freiraum und Bebauung oder mit langfristigen Perspek-tiven für den Umgang mit schienengebundenen Systemen in wachsenden Städten.

Seminar: Planungssteuerung

4. Fachsemester | Dr. Andrea Protschky | 2 SWS, 3 ECTS

Do., 11:00–12:30 Uhr (Gruppe 1) bzw. Do., 13:30-15:00 Uhr (Gruppe 2) | Beginn: gemeinsame Auftaktsitzung am 09.04.2026 um 11:00 Uhr | Ort: tba

Im Zentrum des Seminars „Planungssteuerung” steht die Frage, inwieweit räumliche Entwicklung angesichts konfligierender gesellschaftlicher Interessen und der hohen Komplexität planerischer Aufgaben mit den gegebenen Instrumenten, Methoden und Verfahren der Stadtplanung gesteuert werden kann und soll. Berücksichtigt werden vor allem die Besonderheiten der verschiedenen Planungsebenen, regionale und nationale Differenzen sowie die Rolle und das spannungsvolle Zusammenspiel der unterschiedlichen beteiligten Akteure aus Staat, Markt und Zivilgesellschaft. Besonderes Augenmerk richtet das Seminar dabei auch auf die Rolle der institutionalisierten Stadtplanung sowie der planenden Expert*innen.

Aufbauend auf planungstheoretischen Grundfragen nach der Legitimation sowie den Möglichkeiten und Grenzen der Planung zeichnen wir im Seminar die Entwicklung des planerischen Selbstverständnisses und planerischer Strategien nach – von der Idee der rationalen Planung der Moderne über feministische Ansätze bis zur Rolle der Stadtplanung im Neoliberalismus. 

Seminar: Aktuelle Fragen der Stadt- und Regionalplanung

8. Fachsemester | Prof. Dr. Barbara Schönig | 2 SWS, 3 ECTS
Mo., 13:30-15:00 Uhr, Beginn: 13.04.26 | Ort: tba

Ziel des Seminars ist die Auseinandersetzung mit Genese und Trends von Diskursen der Stadt- und Regionalplanung sowie mit dem Berufsfeld der Urbanistik. Vor dem Hintergrund aktueller fachlicher und wissenschaftlicher Diskurse bietet es im Sinne einer Berufsfelderkundung die Möglichkeit, sich kurz vor Abschluss des Studiums mit den eigenen beruflichen Wünschen und inhaltlichen Schwerpunkten auseinanderzusetzen und unterschiedliche Optionen urbanistischen Wirkens kennenzulernen. Neben der Aufbereitung fachspezifischer Themen reflektieren die Teilnehmer*innen zusammen mit Absolvent*innen und Planer*innen unterschiedliche Wege des Berufseinstiegs sowie vielfältige Herausforderungen und Handlungsfelder der Berufspraxis. 

Die Veranstaltung findet regelmäßig montags, von 13:30-15:00 Uhr statt, am 27.04., 11.05. sowie 29.06. jedoch von 13:30 bis 16:45 Uhr, dafür entfallen die Seminarsitzungen am 20.04., 04.05. und 06.07.26.

Kolloquium: Bachelorthesis-Kolloquium

Prof. Dr. Barbara Schönig | 2 SWS, 3 ECTS
Termine werden zu Beginn des Sommersemesters bekannt gegeben

verpflichtend für alle, die im Sommersemester 2026 eine Bachelorarbeit an der Professur Stadtplanung (Erstbetreuung) planen und anmelden

Das Bachelorkolloquium dient der vertieften gemeinsamen Diskussion von Forschungsfragen, Methoden und Forschungsansätzen von Abschlussarbeiten im Studiengang Urbanistik, die an der Professur Stadtplanung in Erst- oder Zweitbetreuung erarbeitet werden. Darüber hinaus werden konkrete Fragen des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreiben sowie Strategien der Arbeitsplanung und -organisation anhand der konkreten Abschlussarbeiten diskutiert. Das Kolloquium dient sowohl der individuellen Forschungssupervision als auch der gemeinsamen Diskussion spezifischer Fragen und Forschungsprobleme der Studierenden. Es integriert daher unterschiedliche Formate (Gruppenkonsultation sowie Vorträge und Diskussionen im Plenum). Am Kolloquium nehmen alle Studierenden teil, die im laufenden Semester ihre Abschlussarbeit anmelden.

Master Urbanistik

Kolloquium: Masterthesis-Kolloquium

Prof. Dr. Barbara Schönig | 2 SWS, 3 ECTS
Termine werden zu Beginn des Sommersemesters bekannt gegeben

verpflichtend für alle, die im Sommersemester 2026 eine Masterarbeit an der Professur Stadtplanung (Erstbetreuung) planen und anmelden

Das Masterkolloquium dient der Vertiefung methodischer Fragen und der Diskussion zentraler Fragestellungen sowie Ergebnisse der Forschung an der Professur.

Sonderveranstaltungen

Promotionskolloquium Graduiertenkolleg „Gewohnter Wandel. Gesellschaftliche Transformation und räumliche Materialisierung des Wohnens“

Prof. Dr. Barbara Schönig, Prof. Dr. Thorsten Beckers, Jun.-Prof. Dr. Daniela Zupan, Prof. Verena von Beckerath, Prof. Dr. Eva Hornecker, Prof. Dr. Sigrun Langner | 1 SWS, 3 ECTS | Einzeltermine: tba| Ort: tba

Das Kolloquium dient für Mitglieder des DFG-Graduiertenkollegs „Gewohner Wandel“ der Präsentation und gemeinsamen Diskussion der laufenden Forschungsvorhaben sowie damit verbundenen aktuellen Debatten der internationalen Wohnungsforschung.

Promotionskolloquium / PhD Colloquium

Prof. Dr. Barbara Schönig | 2 SWS, 3 ECTS
28./29.05.2026 | Ort: tba

Das Promotionskolloquium dient der Vertiefung methodischer Fragen und der Diskussion zentraler Fragestellungen sowie Ergebnissen der Forschung und Qualifikationsarbeiten an der Professur im Promotionsbereich.