Antonia Krahl

Antonia Krahl

M.A. Empirische Politik- und Sozialforschung B.A. Sozialwissenschaften
Doktorandin

E-Mail: antonia.josefa.krahl[at]uni-weimar.de

Vita

Beruflicher Werdegang

Seit 2016
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Architektur- und Wohnsoziologie an der Universität Stuttgart
2013 - 2016Studentische/wissenschaftliche Hilfskraft am Fachgebiet Architektur- und Wohnsoziologie an der Universität Stuttgart bei Prof. Dr. phil. habil. Christine Hannemann
2013 - 2014
Studentische/wissenschaftliche Hilfskraft, Dialogik gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH im Projekt: ‚SAUBER+ Innovative Konzepte und Technologien für die separate Behandlung von Abwasser aus Einrichtungen des Gesundheitswesens’ Durchführung von Fokusgruppen und Delphis
2012
Tutorin für die Vorlesung ‚Einführung in die Sozialwissenschaften’ bei Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn
2010 - 2012
Studentische/wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Politische Systeme und Politische Soziologie bei Prof. Dr. Oscar W. Gabriel
2009 - 2010Studentische/wissenschaftliche Hilfskraft in den Projekten des ZIRN/ ZIRIUS (Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart): Evaluation Projekt ‚NaT- Working der Robert Bosch Stiftung’, ‚Weiterentwicklung eines agentenbasierten Simulationsmodells (AMIRIS) zur Untersuchung des Akteursverhaltens bei der Marktintegration von Strom aus erneuerbaren Energien unter verschiedenen Fördermechanismen’, ‚Akzeptanzforschung zu CCS in Deutschland’

 

Ausbildung

seit 10.2016 Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung sowie Aufnahme in die Nachwuchsforscherinnengruppe ‚Soziale Wohnraumversorgung in wachsenden Stadtregionen: Stadtplanerische und rechtliche Perspektiven’ an der Bauhaus-Universität Weimar
seit 04.2016
Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur und Urbanistik, Thema der Dissertation: Beteiligung von Wohnungsunternehmen an der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums. Eine Analyse der Metropolregionen München und Stuttgart
2013-2016
Masterstudiengang ‚Empirische Politik- und Sozialforschung’, Universität Stuttgart, Thema der Thesis: ‚Architektursoziologie und „ihre“ Methoden. Ein metaanalytischer Zugang’ (Betreuung: Prof. Dr. phil. habil. Christine Hannemann, Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn)
2012 - 2013Auslandsjahr in Trondheim, Norwegian University of Science and Technology, Master Studies: Globalization – Transnationalism and Culture, Stipendiert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst
2011Teilnahme am Workshop ‚Grundlagen der Fragebogenentwicklung’ GESIS, Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, stipendiert durch die Abteilung ‚Soziologie und empirische Sozialforschung’ der Universität Stuttgart
2009 - 2011
Bachelorstudiengang Sozialwissenschaften, Universität Stuttgart, ‚Welche Faktoren beeinflussen die Einstellung gegenüber Nanotechnologie. Eine binär-logistische Regressionsanalyse’ (Betreuung: Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn)

Publikationen

Architektursoziologie und ‚ihre’ Methoden. Ein metaanalytischer Zugang. Masterarbeit zur Erlangung des Hochschulgrades Master of Arts, Universität Stuttgart, 2016.

Welche Faktoren beeinflussen die Einstellung gegenüber Nanotechnologie in Deutschland? Eine binär-logistische Regressionsanalyse. Bachelorarbeit zur Erlangung des Hochschulgrades Bachelor of Arts, Universität Stuttgart, 2013.

Dissertation

Beteiligung von Wohnungsunternehmen an der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums. Eine Analyse der Metropolregionen München und Stuttgart

Im Kontext der Nachwuchsforschergruppe „Soziale Wohnraumversorgung in wachsenden Stadtregionen: Stadtplanerische und rechtliche Perspektiven" widmet sich die Dissertation der Identifizierung von Möglichkeiten zur Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums und fokussiert dabei die beteiligten Akteure.

Ausgangspunkt ist das Handeln der Bundesrepublik Deutschland als Sozialstaat. Ein Teil dieses Prinzips umfasst die Ausrichtung staatlichen Handelns auf die Herstellung von sozialer Gerechtigkeit und Sicherheit, der Milderung ökonomischer Ungleichverteilung sowie die Sicherung eines sozialen Existenzminimums. Daraus leitet sich der Handlungsgrundsatz der Bundesrepublik ab, die Bevölkerung mit bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Doch folgende Tatsachen stehen diesem Anspruch widersprüchlich gegenüber: ungefähr die Hälfte der deutschen Gesamtbevölkerung lebt in den deutschen Metropolregionen; Wirtschaftszentren entstehen, die Arbeitskräfte anziehen; Angebotsmieten schnellen in die Höhe während gleichzeitig Realeinkommen stagnieren. Darüber hinaus kam es auf politischer Ebene zu einer Veränderung der Wohnungspolitik, wie bspw. durch die Aufhebung des Wohnungsgemeinnützigkeitsrechts oder der Verschiebung von der Objektförderung zur Subjektförderung.

Bisher ist in diesem Themenfeld die Perspektive der Akteure wenig beleuchtet worden. Es ist keine Statistik darüber vorhanden, welche Akteure (hier Wohnungsunternehmen) sich auf die Metropolregionen Deutschlands verteilen, wie sich der bezahlbare, soziale und hochpreisige Wohnungsbau auf diese Metropolregionen erstreckt und vor allem aber ist eine Verknüpfung dieser ausgeblieben. Das Dissertationsvorhaben knüpft direkt an dieser Forschungslücke an und führt drei Komponenten zusammen: die beteiligten Akteure (1), die Wohnraum auch unter Aspekten der Bezahlbarkeit (2) schaffen und welche Motivationen, Interessen und Rahmenbedingungen (3) sie dazu antreiben oder ausbremsen. Die Promotion gliedert sich methodisch in zwei Hauptschritte: Erstens wird ein quantitativer Zugang gelegt, in dem die Akteure, die Verteilung der Wohnraumversorgung und die Rahmenbedingungen erhoben werden. Über einen qualitativen Zugang werden zweitens die Akteure ins Zentrum gerückt. Hierbei stehen leitfadengestützte Experteninterviews sowie Fokusgruppen im Vordergrund, um die Hintergründe subjektiver Bedeutungen durch die Akteure selbst formulieren und eruieren zu lassen. Methodisch wird die Arbeit mit einem Delphi abgeschlossen.

Theoretisch fußt das Dissertationsvorhaben auf einer Erarbeitung verschiedener Motivations-lagen und Handlungslogiken, die sich zunächst aus soziologischen Idealtypen aufzuspannen scheinen. Über den Ansatz des Akteurzentrierten Institutionalismus wird eine Analyse von Planungsprozessen möglich, die unterschiedliche Akteurs- und Interessenskonstellationen, institutionelle Faktoren sowie systematische Bedingungen berücksichtigen. Ein weiterer Schwerpunkt innerhalb dieser Auseinandersetzung liegt darin, zu erforschen, inwieweit die Idee der Corporate Social Responsibility als Handlungslogik greift und so bspw. Investitionen in unternehmerisch unrentable Quartiersentwicklungen (Stadtrendite) erklären kann.