Cilia Lichtenberg

Cilia Lichtenberg

M.Sc. Urbanistik B.Sc. Urbanistik
Doktorandin

E-Mail: cilia.lichtenberg[at]uni-weimar.de

Vita

Beruflicher Werdegang

seit 09.2015

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Koordination Bachelor Plus, Professur Raumplanung und Raumforschung, Fakultär Architektur und Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar

2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Konferenz-Koordinatorin der internationalen Konferenz „Die Zukunft der Innenstädte“ im Wissenschaftsjahr 2015 „Zukunftsstadt“, Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar
2013Stipendiatin des ASA-Programms 2013 – Bilwi, Nicaragua, Projekt: „Ressourcenschutz und ländliche Entwicklung –strategische Unterstützung der Kooperative COOSIPBAA“ in der autonomen nordatlantischen Region (RAAN)in Nicaragua
2008 - 2013Studentische Mitarbeiterin an der Professur Raumplanung und Raumforschung, Prof. Dr. Max Welch Guerra und Professur Stadtplanung, Prof. Dr.-Ing. Barbara Schönig, Fakultät Architektur und Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar
2011Praktikantin im Centro Guaman Poma de Ayala – Cusco, Perú, Abteilung: Lebensraum & Bürgerschaft, Team: Wohnraum

 

Ausbildung

Seit 01.2016

Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung im Rahmen der Nachwuchsforscherinnengruppe "Soziale Wohnraumversorgung in wachsenden Stadtregionen - Stadtplanerische und rechtliche Perspektiven" Professur Stadtplanung, Fakultär Architektur & Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar, Thema der Dissertation: Das Erbbaurecht als Instrument einer sozialgerechten Wohnraumversorgung

2012 - 2014
Studium der Urbanistik - Master of Science, Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar, Masterthesis: Wohnungs(markt)politik in Leipzig. Kommunale Instrumente und Maßnahmen für eine soziale Wohnraumversorgung (Betreuung: Prof. Dr.-Ing. Barbara Schönig, Dipl.-Ing. Elodie Vittu)
2008 - 2012
Studium der Urbanistik - Bachelor of Science, Fakultät Architektur und Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar, Bachelorthesis: Die Benachteiligungssituation der Indigenen in der peruanischen Stadt. Das Beispiel Cusco (Betreuung: Prof. Dr. Max Welch Guerra, René Seyfarth M.A.)

 

Weitere Aktivitäten

Seit 2014
Leipzig – Stadt für Alle Aktive: Mitarbeit im zivilgesellschaftlichen Netzwerk/Bündnis
2016
Teilnahme & Mitarbeit - Konferenz „Wohnen für Alle?!“ Wissenschaftliche Perspektiven auf Architektur, Planung und Politik, veranstaltet durch das Institur für Europäische Urbanistik, in Kooperation mit der Hermann-Henselmann-Stiftung, gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung
2015
Teilnehmerin an den 5. „Heppenheimer Tagen“ : „Wem gehört das Land – und wozu eigentlich? Probleme und Perspektiven des Privateigentums an Grund und Boden“, Institut für Theologie und Sozialethik, TU Darmstadt    
2014
4. Hochschutag der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, studentische Vertreterin auf dem Podium: Positionen: „Stadtentwicklung und Wohnen – aktuelle Herausforderungen des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis“
2014
Stipendiatin des Bauhaus-Abschlussstipendiums - Stipendium für die Thesis im Masterstudiengang
2014
Teilnehmerin am 3-Städte Workshop: „Wohnen im Jahr 2025“ Wohnraumversorgung in Leipzig, Nürnberg und Bremen. Sommerschule zum Hochschultag ‚Nationale Stadtentwicklungs-politik‘. Modellprojekt ‚koopstadt‘. Technische Universität Darmstadt. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.
2013
Teilnehmerin am DAAD-Workshop “Urban Minorities II” - `German-Arab Dialogue´ Fakultät für bildende Künste, Institut für Architektur, Universität Alexandria, Ägypten, gemeinsam mit Studierenden aus Ägypten, Jordanien und Palästina.
2009 - 2011Gewähltes Mitglied in der Fachschaft Architektur und Urbanistik und im Studierendenkonvent der Bauhaus-Universität Weimar

Publikationen

Der Forstwissenschaftler Juan Carlos Ocampo Zamora im Gespräch. "Das Autonomiegesetz bedarf einer Reform". Interview, gemeinsam mit Julia Große. In: Jungle World 19.06.2014 (Nr. 25).

Ausgerechnet ALBA. Konflikte um Land und Wald an der Nordatlantikküste Nicaraguas. Gemeinsam mit Julia Große. In: ila - Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika "Umweltkonflikte" 12/2013 (371).

Dissertation

Das Erbbaurecht als Instrument einer sozialgerechten Wohnraumversorgung

Im Kontext der Nachwuchsforscherinnengruppe „Soziale Wohnraumversorgung in wachsenden Stadtregionen“ widmet sich die Promotion der Frage, wie unter den Bedingungen von öffentlicher Ressourcenknappheit, Austeritätspolitiken und zunehmender Armut in wachsenden Stadtregionen dauerhaft bezahlbarer Wohnraum hinreichender Wohnqualität im Hinblick auf Lage, Städtebau und Ausstattung bereitgestellt werden kann. In zunehmendem Maße hat sich in den letzten Jahren die Knappheit bezahlbaren Wohnraums für untere und mittlere Einkommensschichten in den wachsenden Stadtregionen gezeigt. Im Zentrum der Debatte um Lösungsansätze der gegenwärtigen Wohnungsfrage stehen vor allem Trägerschaften und Finanzierungsmodelle sowie Art und Maß der Bebauung. Keinen Eingang in die politische und planungspraktische Diskussion findet jedoch die wesentlich grundlegendere Frage danach, wie die Steigerung von Bodenpreisen effektiv begrenzt werden kann, die letztlich die Ursache für die Steigerung von Wohnungspreisen darstellt. Folgerichtig könnten Instrumente, die die rechtliche Regulierung von Bodenpreisen ermöglichen, einen wesentlichen Hebel zur Begrenzung der Dynamik von Boden- und Wohnungspreisen darstellen. Ein existierendes, in Deutschland jedoch nur in geringem Maße von den Kommunen ausgenutztes Instrument hierfür, ist das Erbbaurecht. Das Erbbaurecht entstand 1919 aus der Bestrebung heraus, trotz teurer Bodenpreise und Bodenspekulationen, Wohnungsneubau und Eigentumsbildung „minderbemittelter Bevölkerungskreise“ (§ 27 Abs. 2 ErbbauRG) zu ermöglichen und die Grundstücke dennoch im Besitz öffentlicher Einrichtungen zu belassen. Anders als der rechtshistorische und bodenreformerische Diskurs wurde die faktische Anwendung und Rechtspraxis des Erbbaurechts in Deutschland im Hinblick auf die Geschichte und auch Gegenwart bislang nur wenig erforscht. Angesicht der neuen Wohnungsfrage rückt das Erbbaurecht indes wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die Stadt Amsterdam nutzt das Erbbaurecht bereits seit über 100 Jahren gezielt für ihre sozial- und stadtpolitischen Ziele. Ein Großteil des Bodens ist Eigentum der Stadt und wird ausschließlich im Erbbaurecht vergeben. Dies aufnehmend, will die Promotion am Beispiel von Amsterdam die rechtliche Regulierung und Nutzungspraxis sowie die Rahmenbedingungen der „Erfpacht“ in den Blick nehmen und mit der rechtlichen Regulierung und Nutzung des Erbbaurechts in Deutschland in Bezug setzen.