Wintersemester 2022/23

Bewerbung

Bewerbungen für Thesisarbeiten oder freie Projekte bitte bis zum 15.09.2022 per E-Mail als pdf an Susann Zabel, susann.zabel[at]uni-weimar.de (Sekretariat) senden. Bitte nicht vergessen, sich zudem im Online-Portal der Fakultät einzutragen und gleichzeitig den Antrag auf Zulassung zur Thesis im Prüfungsamt bei Frau Schneider einzureichen.

Wir freuen uns über eigene Themenvorschläge. Die Themen sollten jedoch vor dem oben genannten Termin mit Mitarbeitenden des Lehrstuhls vorgesprochen und abgestimmt werden. 

Zur Bewerbung bitte Lebenslauf, Kurzportfolio (max. 3 Projekte) und ein kurzes Motivationsschreiben einreichen, für eigene Themen ein kurzes Exposé. 

Die Vergabe der Thesisplätze erfolgt in diesem Semester zum Teil durch die Professuren, zum Teil zentral. Die Auswahl durch die Professur erfolgt bis spätesten 21.09.2022, danach werden Restplätze über das Vergabetool der Fakultät vergeben. 

Thesis-Themen

Ein Aufzug im Welterbe? Ein Konzept zur barrierefreien Erschließung des Markplatzes von Baden-Baden

Weltweit haben seit dem 19. Jh. Städte in Hanglagen Standseil- oder Zahnradbahnen und Aufzüge errichtet, damit Fußgänger die Höhenunterschiede rasch und effizient überwinden können; bekannt sind etwa die Schrägaufzüge in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso, die zum Weltkulturerbe zählen, die Seilbahnen in Dresden, die Zahnradbahn Sassi-Superga in Turin oder die Polybahn in Zürich. Nun will auch die Stadt Baden-Baden, die seit vergangenem Jahr zum UNESCO-Weltkulturerbe Great Spas of Europe zählt, im historischen Stadtzentrum den beschwerlichen Zugang vom Tal der Os zum Marktplatz, Stiftskirche und Rathaus mit einer Aufzugsanlage erschließen. Ob sich dafür eine welterbetaugliche bauliche Lösung findet, ist zu prüfen, denn faktisch kommen nur zwei Stellen beidseits des historischen Friedrichbads für eine solche Anlage in Frage. Der ganze Bereich ist denkmalgeschützt mit architektonisch prägnanten Nachbarbauten und im Kernbereich der Welterbezone. Welche Aufzugsart ist an diesem städtebaulich sensiblen Ort möglich und wie könnten dafür zu errichtende Anlagen und Bauten gestaltet werden? Für Antworten auf diese sowohl technisch wie gestalterisch architektonisch herausfordernde Aufgabe interessiert sich die Stadtverwaltung Baden-Baden (Baubürgermeister und Stadtplanungsamt), welche die Aufgabenstellung angeregt und Unterstützung bei der Bearbeitung zugesichert hat. 

Die Thesis ist auch kombiniert mit einem stadthistorischen bzw. technikgeschichtlichen wissenschaftlichen Teil zu solchen markanten Anlagen des innerstädtischen ÖVs denkbar.

Ansprechperson für weiterführende Informationen und Fragen zum Thema: Hans-Rudolf Meier, hans-rudolf.meier@uni-weimar.de

Zielgruppe: Bachelor oder Master, max. 2 Bearbeiter*innen

Revitalisierung der Milbitzer-Heilstätten in Gera

Revitalisierung der Milbitzer-Heilstätten in Gera

Im November 1899 wurden die “Milbitzer Heilanstalten“ als Krankenhaus für die Bewohner des Landkreises Gera eröffnet. Die oberhalb des heutigen Ortsteils Milbitz am Waldrand gelegene Anlage hatte in der Folge eine wechselhafte Geschichte und wurde zuletzt bis 1992 als sowjetisches Militärkrankenhaus der Roten Armee genutzt. Seither stehen die Gebäude leer und die weitläufige Anlage wird zunehmend von der Natur zurückerobert. Die Stadt Gera erwägt nun eine Revitalisierung des Geländes für Einrichtungen des Gesundheitswesens. Dabei stellt sich die Frage nach dem Denkmalwert der einzelnen Gebäude und ihrer Reparier- und Umnutzbarkeit.

Im Entwurfsprojekt soll die (gut dokumentierte) Anlage analysiert und denkmalkundlich gewürdigt werden. Die vorliegenden Planungen sind kritisch zu evaluieren und in jedem Fall für den folgenden Entwurf nicht verbindlich. Vielmehr soll für ein oder mehrere frei zu wählende Gebäude ein denkmalpflegerisches Konzept entwickelt und als Entwurf bearbeitet werden.

 

Ansprechperson für weiterführende Informationen und Fragen zum Thema:
Christine Dörner, christine.doerner@uni-weimar.de

Zielgruppe: Master Architektur, max. 4 Bearbeiter*innen

Bachelor Projekt

Zirkuläre Stadt – Zirkuläres Bauen – Denkmalpflege

© Eric De Mildt / Greenpeace

Dass klimapolitisch eine „Bauwende“ dringend geboten ist, wird inzwischen kaum mehr bestritten. In der Bau- und Planungspraxis ist davon aber noch nicht allzu viel zu spüren, während zahlreiche Konzepte Handlungsoptionen anbieten. Für das Semesterprojekt greifen wir das Thema der nächsten Winterschule des Kooperationsprojekts „Fachlicher Nachwuchs entwirft Zukunft“ auf und widmen uns dem Thema der „zirkulären Stadt“. Was ist damit gemeint und was versteht man unter den Schlagworten „Urban Mining“, „Cradle-to-cradle“, „Circular Cities“ etc.? Was haben diese Konzepte gemeinsam und worin unterscheiden sie sich und was haben sie mit Denkmalpflege zu tun bzw. was bedeuten sie für diese?

Im ersten Semesterdrittel wollen wir uns diesen Fragen widmen, aktuelle Texte dazu diskutieren und die unterschiedlichen Konzepte kritisch analysieren. Im mittleren Semesterdrittel soll anhand einer Stadt oder mehrerer Städte im Vergleich der Stand der Umsetzung solcher Konzepte untersucht werden. Im Schlussdrittel geht es dann darum, eigene Konzeptansätze zu entwickeln.

Begleitend zum Projekt finden Exkursionen und Vorträge statt.

Zielgruppe: B.Sc. Urbanistik 3. FS, B.Sc. Arch. 5. Fachsemester

Lehrende: Prof. Dr. phil. habil. Hans-Rudolf Meier, Dipl.-Ing. Kirsten Angermann, Christine Dörner M.Sc. 

Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Referate, textliche und zeichnerische Ausarbeitung von Analysen und Konzepten, Erarbeitung einer Projektbroschüre.

Literatur Zur Einführung:

Felix Heisel, Dirk Hebel (Hg.): Urban Mining und kreislaufgerechtes Bauen. Die Stadt als Rohstofflager,

Stuttgart 2021.

Material der Stadt. Material gewordenes Zeichen, Zeichen gewordenes Material. Der architekt 4/2020.

Leistungspunkte: 12 ECTS

Termin: Donnerstags Projekttag, Beginn am 13.10.2021.

Bachelor Vorlesung

Architekturgeschichte I – Von den Anfängen bis zur Baukunst des Mittelalters

Die Vorlesung bildet den ersten Teil eines zweisemestrigen Zyklus zur Geschichte der Architektur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Die Vorlesung des Wintersemesters beginnt mit allgemeinen Überlegungen zum Sinn und zur Bedeutung der Architekturgeschichte für das Studium der Architektur, setzt dann chronologisch mit den Anfängen der Baukunst ein und bietet einen Überblick von der Antike bis ins Spätmittelalter. Ziel ist es, einen Kanon an Bauten zu vermitteln, die Architekt*innen kennen müssen und zugleich einen Einblick in die wichtigsten geschichtlichen Entwicklungen von Konstruktion und formaler Gestaltung sowie der Baugattungen zu geben, aber auch mit den verschiedenen methodischen Ansätzen und Betrachtungsweisen der Architekturgeschichtsforschung und -historiographie bekannt zu machen.

Zielgruppe: B.Sc. Architektur 1. FS, B.Sc. Urbanistik 

Lehrende: Prof. Dr. phil. habil. Hans-Rudolf Meier, Dipl.-Ing. Kirsten Angermann

Leistungsnachweis
Prüfung für B. Sc. Architektur: Architekturgeschichte Teile I und II Ende SoSe 2023. Testat für B. Sc. Urbanistik für Teil 1 und/oder Teil 2.

Leistungspunkte: 3 + 3 ECTS (für Teile I und II)

Termin: /

Bemerkung:  Um Diskussionen und Fragen zu ermöglichen, findet ungefähr jede dritte Vorlesung in Präsenz statt, die übrigen werden als Video auf Moodle hochgeladen.

Moodle-Einschreibeschlüssel: /

 

Literatur:

Benevolo, Leonardo: Die Geschichte der Stadt, Frankfurt a.M. 1983.

dtv-Atlas zur Baukunst, 2. Bde., 12. Aufl., München 2002.

Koch, Wilfried: Baustilkunde. Das große Standardwerk zur europäischen Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart, 27. Aufl., München 2006.

Koepf, Hans / Binding, Günther: Bilderwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar, Stuttgart 2005.

Kostof, Spiro: Geschichte der Architektur, 3 Bde., Stuttgart 1992.

Pevsner, Nikolaus: Funktion und Form. Die Geschichte der Bauwerke des Westens, Hamburg 1998 (A History of Building Types, 1976).

Pevsner, Nikolaus / Fleming, John / Honour, Hugh: Lexikon der Weltarchitektur, 3. Aufl. Hamburg 1992 (2000 als CD-ROM).

Seidl, Ernst (Hg.): Lexikon der Bautypen. Funktionen und Formen der Architektur, Stuttgart 2006.

Master Vorlesung

Denkmalpflege und Heritage Management

Die Vorlesung vermittelt eine architektenspezifische Einführung in die Aufgaben, Geschichte, Theorie und Methoden der Denkmalpflege. Ein Schwerpunkt bilden aktuelle Fragen, Debatten und Ansätze, wobei auch internationale Aspekte Beachtung finden. Diskutiert werden u.a. folgende Themen: Gegenstand, Aufgaben und Institutionen der Denkmalpflege; Denkmalpflege als Spezifikum der Moderne; Denkmalbegriffe; Denkmalwerte; die Architekt*innen am Denkmal; denkmalpflegerische Praxis von der Befundanalyse und -dokumentation über Konservierung und Reparatur bis zu Umnutzung und Ergänzungsbauten; städtebauliche Denkmalpflege; inter- und transnationale sowie interkulturelle Aspekte der Denkmalpflege.

Zielgruppe: M.Sc. Architektur 1. FS, M.Sc. Urbanistik 1. FS

Lehrende: Prof. Dr. phil. habil. Hans-Rudolf Meier, Dipl.-Ing. Kirsten Angermann, M.Sc. Christine Dörner 

Leistungsnachweis: schriftliche Prüfung 

Leistungspunkte: 3 ECTS

Termin: /

Bemerkung: Um Diskussionen und Fragen zu ermöglichen, findet ungefähr jede dritte Vorlesung in Präsenz statt, die übrigen werden als Video auf Moodle hochgeladen.

Moodle-Einschreibeschlüssel: DH2022/23

 

Literatur:

Leo Schmidt: Einführung in die Denkmalpflege, Darmstadt 2008 (auch englisch: Architectural Conservation. An Introduction, Berlin/Bonn 2008). 

Achim Hubel: Denkmalpflege. Geschichte, Themen, Aufgaben, Ditzingen (Reclam) 2006. 

Michael Petzet / Gerd Mader: Praktische Denkmalpflege, Stuttgart / Berlin / Köln 1993 (u. Neuaufl.). 

Exkursion

Ancora una volta il Sud – Architektur vom Mittelalter bis in die Gegenwart in Apulien

Giorgio Galeotti, Alberobello (BA) Italy - August 15, 2010 - panoramio (3), CC BY 3.0

Nach der erfolgreichen Sizilien-Exkursion reisen wir ein weiteres Mal architekturgeschichtlich in den Mezzogiorno, nun an den Stiefel Italiens nach Apulien. In einem Seminar (Blockveranstaltung) bereiten wir uns vor auf die Reise Ende März. Im Zentrum des Interesses stehen die großartigen Bauten des 12./13. Jh. von den Domen der Küstenstädte (Bari, Trani) bis zu Friedrich II. legendärem Oktogon Castel del Monte, vernakuläre Architektur von den Trulli zu den Sassi von Matera, barocke Stadtanlagen sowie wichtige Gebäude des 20. Jahrhunderts, wie Gio Pontis Co-Kathedrale in Tarent.

Exkursionszeitraum: 6 Tage in der 13. KW 2023, An- und Abreise soll selbständig organisiert werden

Kostenrahmen für Übernachtungen, Eintritte und Transfers vor Ort: ca. 300 €, max. 500 €

Wir bitten alle Interessierte zum ersten Termin am 26.10.2022 zu kommen. Sollte das Interesse die Exkursionsplätze übersteigen, werden die Teilnehmer*innen ausgelost.

Literatur: Literaturhinweise werden zum ersten Seminartermin ausgegeben

Leistungsnachweis: Vorbereitungsreferat, Referat und Führung vor Ort, Readerbeitrag

Zielgruppe: Bachelor Architektur und Bachelor Urbanistik ab 4. Fachsemester, Master Architektur und Urbanistik

Teilnehmer*innen: max. 20