Seminar_Bühne

Formensport

Fotos von Julia Patricia Mayer und Luise Nerlich.
Teilnehmende Studierende Bauhaus-Universität Weimar: Charlotte Arendt, Felix Brieden, Ulysse Fontaine, Amalia Krebs, Sophie Littmann, Julia Patricia Mayer, Claire Müller und Sonja Wendelken.

Bauhaus.Bühne part 1 und 2

Formensport im Bauhaus-Museum Dessau, Foto: Stiftung Bauhaus Dessau

Link zum Video des Prolog Formensport in einer Aufführung am Theater Gera.

„Der Wunsch ... (ist) groß, ... einen beweglichen Organismus zu schaffen, immer neue Raumgebilde zu erzeugen, deren Wesen die Leichtigkeit der Veränderung ist. Außer einer Art Baukasten aus vielseitig zu verwendenden so genannten Praktikabeln werden also fahrbare Kulissen ... sich ergeben; Schiebewände, Klappgestelle, Mechanismen. ... Es wird eine Art Raumtanz gepflegt, der aus ... räumlichen Beziehungen entwickelt, sozusagen ein Raumabtasten, Raumausschreiten bedeutet. ... Neben der reinen Körperbewegung wird teils unterstützend, teils Selbstzweck das Kostümliche eine Rolle spielen...” schreibt Oskar Schlemmer 1926 zur Bauhaus Bühne.
Die von Oskar Schlemmer und den Studierenden der Bauhaus-Bühnenwerkstatt 1926–1929 entwickelten „Raumtänze”, als ein Format komplexer leiblicher Erkundung, Aneignung und Produktion räumlicher Verhältnisse werden im Rahmen der Bachelor-Lehre aktualisiert.
Im Ergebnis entstehen dazu methodische Versuchsanordnungen, die als lecture demonstrations / lecture performances beim „Bauhaus Festival Bühne Total” – Dessau 11.–15.09.2019 und im Rahmen der Konferenz „denkraum.bauhaus” – Weimar 27.–29.09.2019 sowie im Frühjahr 2019 im Theater Gera/Altenburg öffentlich präsentiert werden. 

Torsten Blume – Leiter des Programms „Bauhaus Open Stage” an der Stiftung Bauhaus Dessau – und Dr. Claudia Tittel, Fak. Medien an der Bauhaus-Universität Weimar, unterstützen das Projekt inhaltlich.

Betreuung an der Professur Bauformenlehre BFL durch Dr.-Ing. Luise Nerlich.

Solo Amelia, Foto: Felix Brieden und Caire Müller
Solo Claire, Foto: Felix Brieden
Solo Felix, Foto: Caire Müller
Solo Julia, Foto: Felix Brieden und Caire Müller
Solo Lotte, Foto: Felix Brieden und Caire Müller
Solo Sophie, Foto: Felix Brieden und Caire Müller
Solo Ulysse, Foto: Felix Brieden und Caire Müller

XENAKIS – RAUM.WANDEL.KONZERT

Improvisation über Plastiken, Foto: Peng-Hui Wang und Manel Bocanegra
Improvisation über Plastiken, Foto: Peng-Hui Wang und Manel Bocanegra
Modell des Philipps-Pavillon, Modell: Luise Nerlich, Foto: Peng-Hui Wang und Manel Bocanegra
Ensemble Broken Syndicate, Foto: Peng-Hui Wang und Manel Bocanegra

Musik und Architektur 
Premiere zum Bauhausfest in Weimar am 12. April 2019

In Zusammenarbeit mit den Musikern des Broken Frames Syndicate, Alumni der Hochschule für Franz Liszt, Weimar unter der Leitung von Moritz Schneidewendt, konzipierte die Architektin Dr. Luise Nerlich ein Projekt anlässlich des Bauhausfestes zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums in Weimar.
Musik von Iannis Xenakis wird im Spannungsfeld des Modells des Philipps-Pavillon von Iannis Xenakis sowie von Plastiken, die im Kurs poly.ton an der Bauhaus-Universität Weimar entstanden sind, gespielt.
Begleitet werden die Raum.Wandel.Konzerte von einer durch Luise Nerlich konzipierten Ausstellung zur Wechselwirkung von Architektur und Musik.
Das neue Format des Raum.Wandel.Konzertes verwirklicht eine innovative Raumnutzung des Konzertortes und verbindet Ausstellung mit Konzert. Während das Publikum sich frei im Raum bewegen kann, werden mit Hilfe der Lichtregie Übergänge zwischen den Stücken entwickelt, sodass Unterbrechungen zwischen den Stücken vermieden werden.

Besonders spannend sind die Improvisationen des Ensembles des Broken Frames Syndicate, die auf Plastiken der Architektur-Studierenden beruhen:
Als musikalische Grundlage für diese Improvisationen dienen von Studierenden geschaffene Relief-Kacheln, welche von den Musiker*innen als graphische 3D-Partituren interpretiert werden. Diese Tafeln wurden auf Basis bestehender Musikstücke im Kurs poly.ton an der Bauhaus-Universität Weimar gestaltet. Aus der Analyse von Musik wurde vorerst eine räumliche Skulptur erarbeitet. Die Mitglieder des Ensembles interpretieren diese Skulpturen in kleinen Besetzungen neu und übersetzen Sie zurück in Musik. Ein älteres Musikstück kann so zum Beispiel durch den Raum transferiert zu zeitgenössischer Musik werden.

Programm: Iannis Xenakis
Concret PH – Tape 1958
Anaktoria – pour 8 musiciens 1969
Evriali – pour piano 1973
Dhipli Zyia – pour violon et violoncelle 1952
Diamorphoses – Tape 1957
Palimpsest – pour 11 musiciens  1979
Sowie Improvisationen zu den Plastiken aus den Kursen poly.ton von Luise Nerlich.