Entwurf 2. Kernmodul 1 zu 1

1 zu 1

Im Kermodul 1:1 bietet die Professur jeweils ein Entwurfsprojekt an, in dem konzeptuelles Entwerfen bis zum Maßstab 1:1 trainiert wird. Funktionale Zusammenhänge bis zum exemplarischen Prototypen zu entwickeln fordert und fördert zudem konstruktive Disziplin im sachgerechten Umgang mit Materialien und deren Fügung.

Im Rahmen eines von DAAD geförderten Projektes („Welcome to Africa“) werden gemeinsam mit der Professur InfAr Studierende im 2. und 5. Kernmodul mit dem Entwurf 2-geschossiger prototypischer Häuser aus alternativen Baustoffen für den Afrikanischen Kontinent am Beispiel informeller Siedlungen in Addis-Abeba betreut. Ein intensiver Austausch von Studierenden und Mitarbeitern zwischen der Bauhaus-Universität und dem EiABC an der Addis-Abeba-Universität begleitet den dreijährigen Prozess mit semesterbezogenen Workshops an den beiden Standorten im Maßstab 1:1 bis zur Realisierungsphase der Gebäude in Addis-Abeba. 

aktuell: BAUHAUS.OASEN 2.0

Dem zu erwartenden Informations­bedarf gegenüber dem Bauhaus soll im Jubiläumsjahr 2019 mit temporären Installationen im Stadtraum an relevanten Orten begegnet werden: potenzielle Standorte sind diejenigen, die mit dem Staatlichen Bauhaus in Weimar in Beziehung standen, wie die Wirkungs-, Wohn- oder Repräsentationsorte der ehemaligen Bauhäusler sowie die aktuellen Adressen der Bauhaus-Universität Weimar:

Der Parkplatz in der Geschwister-Scholl-Strasse,

die Harry-Graf-Kessler Kunsthalle am Goetheplatz,

das Tempelherrenhaus,

der Platz der Demokratie,

das Haus Am Horn und 

die Kirche in Gelmeroda und diverse Orte des Aufenthaltes am Feininger-Rad-Wander-Weg.

Auf Basis der gestalterischen Varianten diverser Mikroarchitekturen aus dem Wintersemester 2017/18 werden nach kritischer Reflexion Ansätze für neue Entwurfskonzepte erzeugt, die im Prozess schrittweiser Verschmelzung zu prototypischen Lösungen zusammengeführt werden. Für ausgewählte Konzepte werden Muster 1:1 experimentell in der Werkstatt erprobt und zur Summaery an den betreffenden Orten präsentiert. 

Betreuung Professur Bauformenlehre: Prof. Dipl.-Designer Bernd Rudolf, Dipl.-Ing. Julia Heinemann, Dr.-Ing. Luise Nerlich, Dr.-Ing. Sabine Zierold

Gellenkirche Hiddensee – Ein musischer Erlebnisort

Gellen.Hiddensee – dem Himmel ein Ort – Foto: Klaus Nerlich

In Erinnerung an die ehemalige Gellen-Kirche auf der Insel Hiddensee soll in der Nähe zu deren ursprünglichem Standort ein temporärer Erlebnisraum etabliert werden, der die Naturwahrnehmung mit individuellen und gemeinschaftlichen musischen Erlebnissen anreichert. 

Grundlage dafür ist eine kritische Reflexion der Entwurfsergebnisse des ersten Semesters, die mit alternativen entwurfsmethodologischen Strategien hinterfragt werden. Optimierungskriterien sind dabei das Wandlungspotential der temporären Mikroarchitektur in verschiedenen Synchronitäten, Materialresistenz, Montagefreundlichkeit, Naturnähe, Nachhaltigkeit dank einer Einbettung in existierende Kreisläufe und ein schonender Umgang mit allen Ressourcen. Aufmerksamkeit und Verträglichkeit relevanter Ereigniskulturen, die Berücksichtigung differenzierter Nutzergruppen und deren Schnittmengen, Anschlussfähigkeit an bestehende Nutzungsmuster des Ortes u.a.m. dienen dem schrittweisen Entwurfsfortschritt bis zur Realisierungsreife.

Erwartetes Resultat ist ein Prototyp im Maßstab 1:1, der im Rahmen der Summaery präsentiert werden soll. Dafür sind u.a. auch Strategien und Quellen der Finanzierung zu ergründen. Eine anschließende Umsetzung zum ausgewählten Standort auf Hiddensee ist im Folgenden vorgesehen.

Betreuung: Professur Bauformenlehre, Prof. Dipl.Ing. Dipl.Des. Bernd Rudolf und Dr.-Ing. Luise Nerlich

Zwei Exkursionen nach Hiddensee sind geplant. Die erste führt vom 29.4 bis 5.5 nach Kloster und erkundet die kulturhistorische und ökologische Entwicklung der Insel sowie aktuelle Inspirationsquellen für die Erlebnisarchitektur. Eine Präsentation vor dem Kunst- und Kulturausschuss der Gemeinde in der Kirche von Kloster ist verabredet.

 

 

Team der Schlemmerinseln_Foto: Tobias Adam

Schlemmer.Inseln im Summaery.Meer