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Huangyan-Taizhou, 2019 (Foto: Maria Frölich-Kulik)
Erstellt: 16. Dezember 2020

Verbundprojekt geht in vierjährige Forschungs- und Entwicklungsphase

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Forschungs- und Entwicklungsphase für das interdisziplinäre, deutsch-chinesische Forschungsprojekt »Urban-Rural-Assembly« (URA) bewilligt. Von Dezember 2020 bis November 2024 erhält die Professur Landschaftsarchitektur und -planung der Bauhaus-Universität Weimar eine Förderung in Höhe von insgesamt 433.000 Euro.

Im Verbund mit der TU Berlin, dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung sowie mit der Tongji-Universität, der Zhejiang Universität, Hangzhou, der China Agricultural University, Peking und Shanghai University, Shanghai untersucht das Projekt aus verschiedenen disziplinären Perspektiven heraus die Auswirkungen dynamischer Urbanisierungsprozesse auf die umliegenden ländlichen Regionen im chinesischen Kontext der Region Huangyan-Taizhou, um ein besseres Verständnis für die Konstellationen zwischen Stadt und Land und deren gegenseitigen Abhängigkeiten zu entwickeln. 

Dabei verfolgt URA die Hypothese, dass eine sozial-ökologisch integrierte Stadt-Land-Entwicklung, basierend auf partizipativen Planungs- und Governanceinstrumenten, einen wesentlichen Hebel für die Transformation zu resilienten (r)urbanen Regionen darstellt. Vor dem Hintergrund einer zunehmend polarisierten Raumentwicklung zwischen schnell wachsenden urbanen Verdichtungsräumen und ihren Hinterlandregionen, die sowohl für China als auch Deutschland eine wesentliche Herausforderung auf dem Weg zur nachhaltigen Raumentwicklung darstellt, konnten in der Initialphase seit Mitte 2019 erste Entwicklungspfade und Herausforderungen von »Hinterlandregionen« chinesischer Urbanisierungskorridore herausgearbeitet werden, die in der jetzt folgenden Forschungsphase spezifiziert und verifiziert werden können.

An der Professur Landschaftsarchitektur und -planung der Bauhaus-Universität Weimar liegt der Fokus auf den räumlich-strukturellen Gegebenheiten und räumlichen Veränderungsprozesse in der Region Huangyan-Taizhou in der Provinz Zhejiang als prototypischen Forschungskontext. 

Projektpartner: Technische Universität Berlin (Projektleitung); Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung; Bauhaus-Universität Weimar; Tongji-Universität, Shanghai; Zhejiang Universität, Hangzhou; China Agricultural University, Peking; Shanghai University, Shanghai

Das Projekt kooperiert außerdem u.a. mit UN Habitat, IBA Thüringen, Urban Catalysts GmbH, AEDES Architecture Forum.

Weitere Informationen: www.urbanruralassembly.com