Stand: April 2026
Viele Mitglieder und Angehörige der Bauhaus-Universität Weimar haben in den letzten Wochen aus den Medien erfahren, dass sich die Universität momentan in schwierigen Fahrwassern bewegt. Wir möchten mit den folgenden kurzen Antworten die aktuelle Finanzlage einordnen, Transparenz schaffen und Orientierung geben.
Die Bauhaus-Universität Weimar befindet sich gerade in einer herausfordernden finanziellen Lage: nach Jahren der auskömmlichen Finanzierung, zeichnete sich seit 2025 ein Haushaltsdefizit ab, dem wir entgegenwirken müssen. Die aktuelle Situation ist komplex und bedingt durch mehrere Faktoren; dazu zählen unter anderem höhere Ausgaben (z. B. für Personal oder Infrastruktur), tarifliche Mehrbelastungen sowie Veränderungen in den Rahmenbedingungen (Inflation, Energiepreissteigerungen, Coronanachwirkungen). Konsolidierungsmaßnahmen wurden eingeleitet und zeigen erste – wenn auch noch nicht ausreichende – Effekte. Unsere Lage ist schwierig, aber wir sind handlungsfähig.
Um zunächst die Finanzierung bis 2027 zu sichern, gleichzeitig aber auch eine perspektivische Stabilisierung bis 2030 anzuschieben, werden kurz-, mittel- und langfristige Einsparmaßnahmen umgesetzt, die von den Fakultäten und Bereichen aktiv mitentwickelt werden. Dazu gehören u. a. eine zurückhaltende Mittelbewirtschaftung, Einschränkungen im Personalbereich bei Neueinstellungen und Weiterbeschäftigungen, die Reduktion von Dienstreisen und Sachausgaben sowie die Verschiebung nicht zwingender Investitionen. Ziel ist es, die Kernaufgaben in Wissenschaft und Kunst, Forschung und Lehre bestmöglich zu schützen.
Die Sicherung von Forschung und Lehre hat oberste Priorität: Alle Studierenden können ihr Studium regulär aufnehmen, fortsetzen und abschließen, das ist unser Versprechen und unsere Pflicht. Die Betreuungsquote an der Bauhaus-Universität Weimar liegt nach wie vor über dem Bundesdurchschnitt, wodurch auch die Qualität des Studiums erhalten bleibt. Für die Forschungsförderung werden zusätzliche Mittel, wie zum Beispiel über die Schnellbauinitiative des Bundes, erschlossen.
Zur Klärung und Beurteilung der Ursachen wurde ein externer Bericht beauftragt, der die finanzielle Entwicklung von 2016 bis 2025 umfassend analysieren wird. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Universitätsversammlung hochschulöffentlich vorgestellt. Ziel ist es, die maßgeblichen Faktoren zur gegenwärtigen Situation transparent zu identifizieren und Maßnahmen zur nachhaltigen Stabilisierung (z. B. ein neues Mittelverteilungsmodell) abzuleiten.
Aktuelle Informationen erhalten Sie über hochschulöffentliche Gremien sowie über eine zentrale Informationsseite der Universität. Für persönliche Fragen oder Anliegen können Sie sich jederzeit direkt an das Präsidium wenden: wir[at]uni-weimar.de. Bitte nutzen Sie diese Möglichkeit – Ihre Fragen und Rückmeldungen sind uns wichtig.
Es ist uns bewusst, dass die aktuelle Situation sowie damit einhergehenden Sparmaßnahmen allen Universitätsmitgliedern- und angehörigen viel abverlangt und mit persönlichen Einschränkungen oder Mehrbelastungen einhergehen kann. Gleichwohl verstehen wir die Situation auch als Chance, größere Reformen auf den Weg zu bringen und die Universität für die Zukunft neu aufzustellen.
Unsere Lage ist ernst, aber sie definiert uns nicht. Was uns definiert, ist, wie wir jetzt gemeinsam handeln.
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