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Erstellt: 16. Dezember 2025

Bauhaus-Universität Weimar erhält vierfache Auszeichnung für innovative Bauverfahren

Mit ihrer anwendungsorientierten Spitzenforschung zu ressourcenschonenden Baustoffen und zukunftsweisenden Bauweisen war die Bauhaus-Universität Weimar im November 2025 auf der internationalen Fachmesse iENA – Ideen, Erfindungen, Neuheiten vertreten: Vier Patentanmeldungen wurden nun mit zwei Gold- und zwei Silbermedaillen ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am 11. Dezember 2025 an der Technischen Universität Ilmenau bekamen die Wissenschaftler*innen die Medaillen und Urkunden feierlich überreicht.

Die Forschenden leisten mit den prämierten Projekten einen wichtigen Beitrag, den ökologischen Fußabdruck im Bauwesen zu reduzieren und neue Perspektiven für eine nachhaltige Bauindustrie zu eröffnen.

Mit Gold wurden die beiden Technologien »Mikrowellenstroh« und »Mauerwerksmethode« ausgezeichnet. Beim Mikrowellenstroh handelt es sich um ein innovatives Verfahren zur Verarbeitung von Restbiomasse mittels Mikrowellentechnologie. Durch die gezielte Behandlung entsteht ein hochwertiges, leistungsfähiges Bauprodukt, das besonders ressourcenschonend ist. Die Mauerwerksmethode stellt einen neuen, technisch optimierten Mauerwerksverbund her, der sowohl die Tragfähigkeit erhöht als auch schnelleres Bauen ermöglicht.

Silber erhielten die nachhaltigen Baukonzepte »Agro-Mineral-Bauweise« und »Agro-Forst-Bauweise«. In der Agro-Mineral-Bauweise verbinden die Forschenden natürliche mineralische Rohstoffe mit landwirtschaftlichen Reststoffen zu einem neuen, nachhaltigen Baustoffkonzept. Die Agro-Forst-Bauweise nutzt forst- und landwirtschaftliche Ressourcen und zeigt neue Wege für klimafreundliche Materialkreisläufe auf.

Die ausgezeichneten Entwicklungen wurden Anfang November 2025 auf der Fachmesse »Ideen – Erfindungen – Neuheiten« (iENA) 2025 in Nürnberg präsentiert und sind Ergebnis intensiver Forschungsarbeit an der Professur Konstruktives Entwerfen und Tragwerkslehre der Bauhaus-Universität Weimar. »Die vier Auszeichnungen spiegeln die hohe Innovationskraft unserer Arbeit wider – insbesondere im Spannungsfeld von nachhaltiger Materialforschung, Baupraxis und Technologietransfer«, erklärt Dr. Katrin Linne, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur. Die prämierten Verfahren tragen dazu bei, die ökologischen Herausforderungen des Bauwesens aktiv anzugehen und neue Wege für ressourcenschonendes Bauen aufzuzeigen.

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Katrin Linne, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Konstruktives Entwerfen und Tragwerkslehre, Bauhaus-Universität Weimar per E-Mail katrin.linne[at]uni-weimar.de sowie telefonisch unter +49 (0) 3643 / 58 31 46 zur Verfügung. 

Für die Verwertung der Patentanmeldungen können Sie sich per E-Mail wenden an das Dezernat Forschung der Bauhaus-Universität Weimar: patente[at]uni-weimar.de.