Marlon Miguel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Freigeist Fellowship Programm der Volkswagen Stiftung an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar, hat seine Monografie Falatório / Chatter veröffentlicht. Die Publikation ist im Kontext des Forschungsprojekts »Madness, Media, Milieus. Reconfiguring the Humanities in Postwar Europe« entstanden.
Im Zentrum des Buches steht die brasilianische Dichterin Stella do Patrocínio (1941–1992), die ab ihrem 21. Lebensjahr bis zu ihrem Tod in der psychiatrischen Anstalt Colônia Juliano Moreira in Rio de Janeiro lebte. Ihre dort entstandene Praxis des unaufhörlichen Sprechens – von der Psychiatrie lange als »Logorrhö« klassifiziert – wird von Miguel neu kontextualisiert.
Auf Grundlage umfangreicher Archivarbeit zeigt die Studie, dass Do Patrocínios falatório als eigenständige poetische und widerständige Ausdrucksform gelesen werden kann. Es eröffnet Perspektiven auf Fragen von Stimme, Subjektivität und Macht im Spannungsfeld von Psychiatrie, Rassismus und patriarchalen Strukturen.
Die Publikation versammelt Transkriptionen von Do Patrocínios Texten in portugiesischer und englischer Sprache und macht diese erstmals in dieser Form zugänglich. Damit leistet sie einen Beitrag zur Neubewertung marginalisierter Stimmen in den Geistes- und Medienwissenschaften.
Weitere Informationen zum Buch gibt es hier: Falatório/Chatter · ICI Berlin Press
» Zum Freigeist Fellowship Projekt Madness, Media, Milieus. Reconfiguring the Humanities in Postwar Europe
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