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Einführungen & Workshops

200 Jahre Fotografie

Einführungskurse und Workshops Wintersemester 2025/26

Die Angebote richten sich an Studierende der Fakultät Kunst + Gestaltung.

Anmeldungen bitte von Ihrer Universitäts-E-Mail-Adresse aus unter Nennung der gewünschten Einführung / Workshops und ihres Studiengangs an fotowerkstatt[at]gestaltung.uni-weimar.de

Bei Interesse und Anmeldung müssen alle Module eines Einführungskurses belegt werden. Ein »springen« zwischen den Kursmodulen sowie späteres Einsteigen oder früheres Aufhören sind nicht möglich.

In allen Kursen gibt es eine Sicherheitseinweisung für die Arbeit in der Fotowerkstatt. Für diese, sowie für den Kursinhalt selbst gibt es jeweils einen Moodle-Kurs mit zugehörigem Test. Das erfolgreiche Absolvieren der zugehörigen Moodle-Kurse ist für eine selbstständige Arbeit im jeweiligen Bereich der Fotowerkstatt obligatorisch und muss in jedem neuen Semester erneut absolviert werden.


Utensilien für die Filmentwicklung

Einführung SW-Filmentwicklung und Scan

Im ersten Teil der Einführung beschäftigen wir uns mit den analogen Kameras der Fotowerkstatt: Wie wird ein Film geladen und welche Funktionen und Gestaltungsmöglichkeiten bietet die Kamera. Darauf folgt eine kurze Exkursion, bei der die Teilnehmer*innen ein SW-Film belichten und anschließend im Labor entwickeln. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit der digitalen Weiterverarbeitung, dem Scannen und Postproduktion der Bilddaten.

Dauer: 8 Stunden
Materialkosten 7€
2-4 Teilnehmer*innen

Voraussetzungen: Das Arbeiten mit analogen Techniken erfordert handwerkliches Geschick und Interesse an technischen Prozessen. Wir arbeiten teilweise in völliger Dunkelheit. Im Umgang mit Chemikalien ist hohe Konzentration erforderlich.

Einführung #1, Teil 1. 23.02.2026   9–13 Uhr
Einführung #1, Teil 2. 27.02.2026   10–12 Uhr

Einführung #2, Teil 1. 23.02.2026   12–16 Uhr
Einführung #2, Teil 2. 27.02.2026   13–15 Uhr


Fotopapier, Dunkelkammerleuchte, Kornscharfsteller und ein Schwarzweißabzug

Einführung Analoge SW-Vergrößerung

Teil 1 der Einführung beginnt im SW-Labor. Wie funktioniert das Vergrößerungsgerät, welche Chemikalien müssen bereitgestellt werden, was gibt es zu beachten. Nach diesen Vorbereitungen erstellen wir zunächst ein Fotogramm sowie einen Kontaktabzug des SW-Films. Im zweiten Teil vergrößern wir eines der SW-Negative, steuern Kontraste, Helligkeit und beschäftigen uns mit Randgestaltung.  

Dauer: 8 Stunden
Materialkosten: 7€
2–6 Teilnehmer*innen

Voraussetzungen: Das Arbeiten mit analogen Techniken erfordert handwerkliches Geschick und Interesse an technischen Prozessen. Wir arbeiten teilweise unter schwachem Rotlicht. Im Umgang mit Chemikalien ist hohe Konzentration erforderlich.

Einführung #3, Teil 1. 24.02.2026   9–13 Uhr
Einführung #3, Teil 2. 26.02.2026   9–13 Uhr
 


Teile einer Sinar-F Fachkamera und Filmkassetten

Einführung Analoge Fachkamera

Arbeit mit Filmformaten im Großformat (10×12cm bis 20×25cm) mit der Fachkamera. Was unterscheidet das System neben der Aufnahmefläche von gängiger Analog- und Digitalkameratechnik. Welche zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten bietet Fachkameratechnik und welche Schwierigkeiten gehen damit einher. 

Wir arbeiten zunächst im Fotostudio und können je nach Wetterlage auch in den Außenbereich wechseln. Eine bereits absolvierte Einführung in das Fotostudio ist nicht zwingend notwendig, jedoch sehr hilfreich.  

Dauer: 10 Stunden
Materialkosten: 12€
2–4 Teilnehmer*innen

Voraussetzungen: Das Arbeiten mit analogen Techniken erfordert handwerkliches Geschick und Interesse an technischen Prozessen. Wir arbeiten teilweise in völliger Dunkelheit.  

Einführung #4, Teil 1. 03.03.2026   9–12 Uhr & 13—16 Uhr
Einführung #4, Teil 2. 05.03.2026   9–12 Uhr & 13–16 Uhr


Utensilien für den Salzdruck

Workshop Salzdruck

Aus Negativen erzeugen wir mit diesem fotografischen Verfahren positive Papierabzüge. Der Salzdruck stammt aus der Frühzeit der Fotografie und wurde zwischen 1834 und 1839 von William Henry Fox Talbot entwickelt. Das Papier wird zunächst mit einer Gelantinelösung beschichtet und getrocknet. Anschließend wird das Papier sensibilisiert. Nach der erneuten Trocknung belichten wir ein Negativ im Kontaktdruckverfahren unter UV-Licht und entwickeln/fixieren das Ergebnis.

Als Negativvorlagen können entweder vorhandene Großformatnegative oder beliebige digitale Bilddaten benutzt werden, aus denen wir über einen Foliendruck Negative erzeugen.

Dauer: ca. 6 Stunden
Materialkosten: 7€
2–4 Teilnehmer*innen

Workshop 10.03.2026   9–16 Uhr


Mittelformatkamera mit Zubehör

Workshop Analoge Schwarzweißfotografie im Mittelformat

In dem Workshop möchten wir im ersten Teil das fotografieren mit einer analogen Mittelformatkamera auf SW-Rollfilm ausprobieren. Nachdem wir uns mit der Funktionsweise der MAMIYA RB67 vertraut gemacht haben, fotografieren wir zu Thema »Von Schnell zu Langsam, Von Langsam zu Schnell«. Anschließend wird der Film im Labor von den Teilnehmer*innen entwickelt.

Im zweiten Teil werden wir im SW-Labor je einen Handabzug von den Negativen vergrößern.

Dauer: ca. 8 Stunden
Materialkosten: 8€
2–4 Teilnehmer\*innen

Workshop Teil 1. 11.03.2026   9–13 Uhr
Workshop Teil 2. 13.03.2026   9–13 Uhr


Kontaktbelichtungsrahmen und weitere Utensilien für den Albumindruck

Workshop Albumindruck

Das Albumindruckverfahren wurde 1850 von Louis Désiré Blanquart-Evrard vorgestellt und ist in seiner feinen Detailwiedergabe modernen Fotopapieren immer noch überlegen. Zunächst werden wir einen Papierträger mit einer aus Hühnereiern gewonnenen Albuminlösung beschichten und trocknen. Anschließend werden die Papiere sensibilisiert und können im Kontaktdruckverfahren belichtet werden. Es folgen Entwicklung und Fixierung. 

Als Negativvorlagen können entweder vorhandene Großformatnegative oder beliebige digitale Bilddaten benutzt werden, aus denen wir über einen Foliendruck Negative erzeugen.

Dauer: ca. 6 Stunden
Materialkosten: 8€
2–4 Teilnehmer*innen

Workshop 12.03.2026   9–16 Uhr
 


Utensilien für die Cyanotypie

Workshop Cyanotypie

Ein beliebter Klassiker unter den fotografischen Edeldruckverfahren. Dem einfachen, umweltverträglichen und gesundheitlich unbedenklichen Verfahren stehen vergleichsweise wenige mögliche Tonwerte gegenüber, die erzeugt werden können. Daher soll zunächst auch das erstellen von Fotogrammen im Mittelpunkt stehen. Wir lösen zunächst zwei Salze entsprechend gewünschter Konzentration in Wasser auf. Diese können kurz vor der Verarbeitung miteinander gemischt und auf ein Papier aufgetragen werden. Das so sensibilisierte Papier kann unter UV-Licht belichtet werden und wird anschließend gewaschen und getrocknet. 

Im Verlauf des Workshops können auf Wunsch zusätzlich digitale Dateien, die wir in der Werkstatt auf Folie ausdrucken können, als Negative im Kontaktdruckverfahren genutzt werden.

Dauer: ca. 6 Stunden
Materialkosten: 5€
2–6 Teilnehmer*innen

Workshop 16.03.2026   9–16 Uhr


Utensilien für die Kallitypie

Workshop Kallitypie

1889 sicherte sich der schottische Chemiker und Fotograf W. W. J. Nicol das Patent zur Kallitypie. Ob sich, wie oftmals beschrieben, ähnlich viele Tonwerte wie bei Platin/Palladiumdruck erzeugen lassen, werden wir im Workshop beurteilen können.

Zunächst sensibilisieren wir einen Papierträger durch auftragen einer chemischen Lösung, die wir vorbereitend angemischt haben und die Lichtempfindlich ist. In einem den historischen Vorbildern nachempfundenen Kontaktdruck-Rahmen prüfen wir regelmäßig die Stärke der Belichtung bevor das Papier bei Zimmerlicht entwickelt und fixiert wird.

Dauer: ca. 6 Stunden
Materialkosten: 8€
2–4 Teilnehmer*innen

Workshop 17.03.2026   9–16 Uhr
 


Direktpositiv vor der Farbentwicklung

Workshop Direkt-Positiv-Verfahren

Wir machen uns in diesem Workshop das 30×40cm Aufnahmeformat einer alten Reproduktionskamera zu nutze und belichten mit ihr analoges Farbnegativpapier. Die Papiernegative entwickeln wir zunächst maschinell in einem SW-Prozess. Das dabei noch nicht fixierte Ergebnis wird nun unter normalen Licht ein zweites Mal belichtet und anschließend per Hand im chemischen Prozess für Farbnegativpapier verarbeitet. Wie durch Zauberhand entsteht aus einem weichen, kaum zu erkennbaren SW-Negativbild beim Übergießen mit Farbentwickler ein farbiges Positiv, das ähnlich dem Polaroid ein Unikat ist.

Dauer: ca. 6 Stunden
Materialkosten: 6€
2–6 Teilnehmer*innen

Workshop 18.03.2026   9–16 Uhr


Utensilien für Platindruck

Workshop Platindruck

Workshop Platindruck

Der britische Erfinder William Willis konnte 1873 aus der 40 Jahre alten Entdeckung, das Kaliumtetrachloridoplatinat lichtempfindlich ist, ein fotografisches Druckverfahren entwickeln. Wir werden zunächst einen Papierträger mit einer chemischen Lösung sensibilisieren und anschließend trocknen. In einem den historischen Vorbildern nachempfundenen Kontaktdruck-Rahmen prüfen wir regelmäßig die Stärke der Belichtung bevor das Papier bei Zimmerlicht entwickelt wird.

Dauer: ca. 6 Stunden
Materialkosten: 8€
2–4 Teilnehmer*innen

Workshop 19.03.2026   9–16 Uhr


Sinar Fachkamera und Zubehör

Workshop Fachkamera auf Fotopapier

Im Fotostudio werden wir mit einer Großformat-Fachkamera fotografieren. Bei einer Fachkamera wird das Bild unter einem Dunkeltuch auf einer Mattscheibe eingestellt und mit einer Lupe die Schärfe kontrolliert. Schon die Projektion auf der Mattscheibe ist beeindruckend und lässt erahnen, welche Qualität die Fotografien später haben werden.

Statt auf Film, belichten wir auf analoges SW-Fotopapier und erzeugen so Papiernegative. SW-Fotopapier ist deutlich günstiger als Film, sodass wir größere Mengen produzieren können. Die Papiernegative werden anschließend im SW-Labor unter Rotlicht umkopiert, sodass wir als Ergebnis wieder einen SW-Positiv bekommen.  

Unser Thema ist »Fotografisch malen – Konstruktivismus auf Fotopapier«


Dauer: ca. 6 Stunden
Materialkosten: 8€
2–6 Teilnehmer*innen

Workshop 20.03.2026   9-16 Uhr


Sinar Fachkamera und Zubehör

Workshop Fachkamera 8×10" Farbnegative

Zum Thema »Weimar à la Becher – Strenge Blicke auf Zweckarchitektur« werden mit einer Großformat-Fachkamera fotografieren. Bei einer Fachkamera wird das Bild unter einem Dunkeltuch auf einer Mattscheibe eingestellt und mit einer Lupe die Schärfe kontrolliert. Schon die Projektion auf der Mattscheibe ist beeindruckend und lässt erahnen, welche Qualität die Fotografien später haben werden. 

Während der Mittagspause werden die Filme maschinell entwickelt und danach digitalisiert und gedruckt.

Dauer: ca. 6 Stunden
Materialkosten: 5€
2–4 Teilnehmer*innen

Workshop 23.03.2026   9–16 Uhr


Utensilien für die Kollodium-Nassplattenfotografie

Workshop Kollodium Nassplattenverfahren

1851 entwickelten Frederick Scott Archer und Gustave Le Gray eine fotografische (Glas)-Platte, die als Ambrotypie, nasses Kollodium Verfahren oder Nassplattenverfahren bekannt wurde.

Wir werden in diesem Verfahren Glasplatten mit einer Kollodiumemulsion beschichten und sensibilisieren. Anschließend haben wir etwa 15 Minuten Zeit, die noch nasse Platte mit einer Großformatkamera zu belichten, entwickeln und zu fixieren. Nach dem auswaschen versiegeln wir die kratzempfindliche Platte mit einer Harz-Lavendelölmischung. Eine auf die Rückseitige der Glasplatte aufgetragene schwarze Lackierung sorgt dafür, das aus dem unterbelichteten Negativ ein Positivbild entsteht.

Dauer: ca. 8 Stunden
Materialkosten: 10€
2–4 Teilnehmer*innen

Workshop #1 24.03.2026   9–18 Uhr

Workshop #2 25.03.2026   9–18 Uhr


Sinar Fachkamera mit Zubehör

Workshop Fachkamera

Zum Thema »Weimar à la Becher – Strenge Blicke auf Zweckarchitektur« werden wir im Fotostudio oder on Location mit einer Großformat-Fachkamera fotografieren. Bei einer Fachkamera wird das Bild unter einem Dunkeltuch auf einer Mattscheibe eingestellt und mit einer Lupe die Schärfe kontrolliert. Schon die Projektion auf der Mattscheibe ist beeindruckend und lässt erahnen, welche Qualität die Fotografien später haben werden.

Die Ergebnisse werden über die Mittagspause maschinell entwickelt. Anschließend digitalisieren wir die Negative und drucken diese aus.

Dauer: ca. 6 Stunden
Materialkosten: 10€
2–4 Teilnehmer*innen

Workshop 27.03.2026   9–16 Uhr


Screenshot der Arbeitsoberfläche von Adobe Photoshop

Adobe Photoshop Workshop

Mögliche Themen: Erweiterte Grundlagen, Arbeitsoberfläche, Ebenen, Werkzeuge, Einstellungsebenen, Ebenenmasken, Smartobjekte, digitaler Workflow und Problemlösungen.

Format: Problemorientiert mit eigenen Dateien und/oder Themenbezogen mit vorhandenen Materialen in Kleingruppen bis zu 3 Personen.

Turnus: Mittwoch vormittags vom 14.01. – 25.02.2026

09–10 Uhr Grundlagen für Anfänger*innen
10–12 Uhr Arbeiten mit Photoshop

Anmeldung per E-Mail mindestens 2 Tage im Voraus. Es kann an einer Workstation (WIN-PC) aus unserem Pool oder einem eigenen Gerät (Adobe CC vorausgesetzt) gearbeitet werden.


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Einführungen und Workshops, was ist der Unterschied?

In einem Einführungskurs arbeiten wir intensiv mit einer bestimmten Technik, damit Sie diese anschließend selbstständig und sicher in den Laboren, Studios oder PC-Pools anwenden können. Sie erlangen dadurch eine Berechtigung.

In Workshops probieren wir in vergleichsweiser kurzer Zeit eine Technik oder Verfahren aus, der Schwerpunkt liegt eher auf der Gestaltung und das sammeln von Erfahrungen. Sie erlangen dadurch jedoch keine Berechtigung, die angewandten Techniken in der Werkstatt selbstständig anzuwenden.

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