Forschung

Der Klimawandel stellt ein Risiko für die gebaute Infrastruktur dar. Die Erderwärmung und die damit verbundenen Veränderungen des Klimasystems erhöhen das Risiko irreversibler schädlicher Folgen.
Im Kern des wissenschaftlichen Arbeitsprogramms für die beantragte Forschergruppe steht die Entwicklung eines Konzeptes zur Abbildung und Erfassung der klimatischen Veränderungen auf Gebäude, Quartiere und Infrastruktur in Folge des Klimawandels und den daraus resultierenden bemessungs-, tragfähigkeits-, gebrauchstauglichkeitsrelevanten Einwirkungen, das Raumklima und die Energieeffizienz.

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Bauhaus-Universität Weimar (BUW) - Professur Komplexe Tragwerke erhält vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) 287.470,00 EUR für den Aufbau einer strategischen Partnerschaft zwischen der Ruhr-Universität Bochum (RUB), der Universität Aveiro (UA), Universität Osijek (UNIOS) und Institut für Erdbebeningenieurwesen und Ingenieurseismologie (IZIIS). Die strategische Partnerschaft erfolgt im Rahmen des Programms Erasmus+ Strategische Partnerschaft für digitale Bildung (2022-2023) unter dem Projekttitel „PARFORCE: Partnerschaft für virtuelle Labore im Bauwesen“. Ziel von PARFORCE ist es, eine gemeinsame Plattform für digitale/virtuelle Laborexperimente zu entwickeln, um die europäische Bauingenieur-Hochschule zu unterstützen und damit einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis von Lehrmaterialien durch Studierende zu leisten. Hauptziel des Projekts ist es, verschiedene Laborexperimente virtuell zur Verfügung zu stellen, die nicht zur Standardausbildung an jeder Universität gehören, sondern an spezialisierten Instituten durchgeführt werden. Die Ergebnisse und Erfahrungen des vorgeschlagenen Projekts werden am Ende des Projekts in Sondersitzungen auf verschiedenen nationalen und internationalen Konferenzen in Form von Präsentationen und Publikationen präsentiert.

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Von allen Naturgefahren fordern Erdbeben die meisten Todesopfer und verursachen nach schweren Stürmen die zweithöchsten jährlichen wirtschaftlichen Schäden. Von 2006 bis 2015 gab es in Europa 21 erdbebenbedingte Katastrophen, die 1.049 Todesopfer forderten, über 18 Milliarden Euro an wirtschaftlichen Verlusten verursachten und 284.000 Menschen betrafen. Das Risikobewusstsein und die Wahrnehmung seismischer Bedrohungen haben in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit und bei den politischen Entscheidungsträgern in vielen europäischen Ländern zugenommen. Es wird zunehmend erkannt, wie wichtig es ist, zur Minderung der seismischen Risiken beizutragen, indem das Potenzial der Erdbebenvorhersage und -frühwarnung bestmöglich genutzt und im Fall eines Erdbebens Mechanismen vorliegen, um schnell reagieren zu können.

Das TURNkey-Projekt, das von der EU im Rahmen vom HORIZON 2020 Programm: H2020 – SC5 – 2018 – 2 (Aktion RIA - Research Innovation Action) finanziert wird, befasst sich mit den Themen der operationellen Erdbebenvorhersage (OEF), auch zeitabhängige Gefährdungsabschätzung genannt, sowie der Erdbebenfrühwarnung (EEW) und ihrer Anwendung, sowohl in Echtzeit (während eines Ereignisses) als auch nahezu in Echtzeit bei der schnellen Reaktion auf Erdbebeneinwirkungen (RRE). Der Schwerpunkt von TURNkey liegt darin, die Lücke zwischen theoretischen Systemen und ihrer praktischen Anwendung in Europa zu schließen, um die seismische Widerstandsfähigkeit vor, während und nach einem Schadenbeben zu verbessern.

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