Das Projekt konzentriert sich auf die aktuellen Entwicklungen in und Forderungen an die Baubranche zum Erhalt und Ertüchtigung/Renovierung des Gebäudebestands als einen der wichtigsten Schlüssel zum Klimaschutz. Folglich bestehen erhebliche Anforderungen hinsichtlich a) vernetzter und flexibler Planungsprozesse, b) nicht-standardisierter Bauverfahren und Automatisierungslösungen, und c) deren Zusammenführung zu integralen Bauabläufen und Prozessketten; hinzu kommt d) die Notwendigkeit weiterführender baulicher Ansätze und Herangehensweisen zur Dekarbonisierung sowie die Adressierung des – akuten – Mangels an Fach- und Arbeitspersonal in der Bauwirtschaft und der stagnierenden Produktivität. Der Entwicklung nicht standardisierter digitaler Methoden kommt daher ein hoher Stellenwert zu. Speziell für die Komplexität bestehender Strukturen.
Das Hauptziel des Projektes besteht darin, eine assistive, mobile Roboterplattform zu implementieren, die qualifizierte Bauarbeiter direkt vor Ort durch die Ausführung hochpräziser Aufgaben wie 3D-Vermessung, Bewertung des baulichen Zustands und Markierung unterstützt.
Durch die Entwicklung sicherer und intuitiver Prozesse für die Mensch-Roboter-Interaktion (HRI) soll die Technologie als kollaboratives Werkzeug fungieren, das menschliches Fachwissen ergänzt, anstatt es zu ersetzen. Alle Projektdaten werden über eine nahtlose digitale Prozesskette (d. h. einen „integrierten digitalen Zwilling”) integriert, die die direkte Kommunikation zwischen digitalen Planungsmodellen und der physischen Ausführung erleichtert. Dieser umfassende Ansatz zielt darauf ab, den akuten Arbeitskräftemangel und die begrenzte Produktivität im Bausektor zu beheben und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Erhaltung unserer gebauten Umwelt sowohl nachhaltig als auch technologisch zukunftssicher ist.