Die Vorlesung thematisiert das Verhältnis von räumlicher Planung sowohl systematisch als auch exemplarisch und kontextualisiert das gegenwärtige Transformations- und Planungsgeschehen als zweiter Teil des Modul „Planung und Gesellschaft“ zudem durch historische Bezüge. Dabei wird räumliche Planung als eine besondere Form der zumeist lokalen raumbezogenen Politik aufgefasst und deren Begründungen und Wirksamkeiten hinsichtlich gesellschaftlicher und räumlicher Transformationsprozesse untersucht. Grundsätzlich wird dabei Unterschieden zwischen gesellschaftlichen und räumlichen Veränderung als Ausgangspunkt, Ziel und Nebenfolge räumlicher Planung. Greifbar wird dieser Zugang durch Beispiele aktueller Transformatonsprozesse und -vorstellungen. Zugleich wird anhand der Beispiele die Komplexität der kommunalpolitischen Entscheidungen, ihre Einbettung in gesamtgesellschaftliche und planerische Leitvorstellungen sowie ihre begrenzte Handlungsfähigkeit deutlich. Auch ist es möglich, den historisch begründet staatszentrierte Perspektive auf räumliche Planung zu verlassen und die Beiträge von Markt und Zivilgesellschaft zur Transformation von Städten und Regionen in den Blick zu nehmen. Dies erfordert zunächst eine historisch-theoretische Betrachtung kommunikativ-deliberativer und agonistischer Planungsansätze.