Projekte

AG TUN – Textil & Nachhaltigkeit

zusammengeschnürtes Stoffbündel auf weißem Boden

Die Arbeitsgruppe TUN (Textil Und Nachhaltigkeit) beabsichtigt aufgrund des großen Interesses von Studierenden, Lehrenden und Uniexternen eine Reaktivierung des Textilschwerpunktes an der Bauhaus-Universität Weimar. Die prägende Textilhistorie des Standorts Weimar und die damit einhergehende Bedeutung der Bauhaus-Frauen soll mit dieser Initiative aufgenommen und im Hinblick auf zukünftige lehr- und forschungsbezogene Entwicklungen vorangetrieben werden. Das Textile steht stellvertretend für die interdisziplinäre Ausrichtung der Universität und bietet viel Raum für die Entwicklung von nachhaltigen und innovativen Gestaltungslösungen.

Der Bedarf wird seit mehreren Jahren durch eine studentische Initiative aufgefangen und soll in Forschung und Lehre systematisch verankert und ausgebaut werden. Dies erfordert zwei Maßnahmen:

  1. Etablierung und Verankerung professoraler Lehre mit dem Schwerpunkt »Textil und Nachhaltigkeit« an der Fakultät Kunst und Gestaltung
  2. Substanzieller Ausbau der bestehenden Textilwerkstatt und Einbettung in die zentralen Werkstattbereiche

Ziel ist daher die Schaffung eines räumlichen Nukleus für Textil und Nachhaltigkeit im Sinne eines »Textile Lab« in den nächsten Jahren. Der Fokus liegt auf der Zusammenführung von relevanten Themen- und Arbeitsbereichen und eine damit verbundene gemeinsame Entwicklung und Vermittlung von textilen Konzepten, Werkzeugen und Methoden unter besonderer Gewichtung nachhaltiger und materieller Ansätze.

Als integraler Bestandteil des räumlichen Nukleus bietet ein Experimentalraum Studierenden und Forschenden die Möglichkeit, mit neuartigen/unkonventionellen Materialien, Konstruktionen und
Verfahren ergebnisoffen zu experimentieren und sich material-technologischen Fragen zu widmen, um Zukünfte und neue Perspektiven der Textilgestaltung zu entwickeln.

Durch unvoreingenommenes Sammeln und Beobachten kann eine experimentelle Auseinandersetzung mit Material, Umwelt und Alltagsphänomenen stattfinden. In Kooperation mit dem wirtschaftlichen und kulturellen Umfeld sollen Entwurfsprozesse hinterfragt und gesellschaftlich relevante Themen konzeptuell berücksichtigt werden. Um daraus neue Perspektiven der Textilgestaltung zu entwickeln, bilden die Vermittlung einer nachhaltigen Formsprache sowie von Fachwissen für Textiltechniken und die Anwendung verantwortungsvoller Produktionsmethoden eine wichtige Grundlage.

Zugleich soll der Bereich nachhaltiger Gestaltung wesentlich gestärkt und weiterführende Kooperationsprojekte mit Institutionen, Firmen und Forschungseinrichtungen (regional/national/international) initiiert werden. Gleiches gilt für den Wissens- und Technologietransfer in entsprechende Anwendungs- und Praxisbereiche.

Beteiligte Personen:

Katrin Steiger (künstlerische Mitarbeiterin an der Fakultät Kunst und Gestaltung, Künstlerin und Gründerin der Initiative Textilwerkstatt), Nadine Göpfert (Textildesignerin und mehrfach Lehrbeauftragte an der Fakultät Kunst und Gestaltung), Anne Marx (Textilkünstlerin, ehemalige studentische Leiterin der Textilwerkstatt, Lehrbeauftragte der Fakultät Kunst und Gestaltung)

Kontakt:

Katrin Steiger, M.F.A.
Künstlerische Mitarbeiterin an der Professur Kunst und sozialer Raum
Tel.: +49 36 43 / 58 38 74
katrin.steiger[at]uni-weimar.de