

Mobilitäts- und Energiewende vor Ort: Wasserstoffbus »Walter Gropius« in Weimar
Die Transformation von Mobilität und Energieversorgung gehört zu den zentralen Herausforderungen der Gegenwart. Kommunale Unternehmen wie die Stadtwirtschaft Weimar GmbH übernehmen hierbei eine Vorreiterrolle, indem sie innovative Technologien mit wissenschaftlicher Begleitung, unter anderem durch die Bauhaus-Universität Weimar, unter realen Bedingungeneinsetzen. Erlebbar wird die enge Verbindung von Wissenschaft, Lehre und kommunaler Praxis am Beispiel des Wasserstoffbusses »Walter Gropius«, welcher ab 8. April 2026 mit neuer Gestaltung durch Weimar fährt.
»Wenn Forschung und Praxis eng zusammenarbeiten, entsteht ein echter Mehrwert: für Studierende, für Unternehmen und für die nachhaltige Entwicklung der Region. Weimar nimmt dabei eine Vorbildrolle ein und zeigt, wie aktuelle Forschung mit viel Engagement aus der Praxis im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße gebracht werden kann«, erläutern Prof. Mark Jentsch, Professur für Energiesysteme und Prof. Plank-Wiedenbeck, Professur Verkehrssystemplanung, an der Bauhaus-Universität Weimar.
Schwerpunkte der Kooperation liegen unter anderem in der Erforschung und Anwendung von Wasserstofftechnologien im öffentlichen Nahverkehr, der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte für die Region sowie der Einbindung realer Praxisdaten in die universitäre Ausbildung. Studierende erhalten so die Möglichkeit, an konkreten Fragestellungen zu arbeiten – von der Energiesystemmodellierung bis hin zur Planung zukunftsfähiger Verkehrssysteme.
Aktuelle gemeinsame Projekte wie das Forschungsvorhaben »MOVEwell« oder die Mitwirkung in der Thüringer Allianz für Wasserstoff in der Industrie zeigen, wie eng Wissenschaft und Praxis verzahnt sind. Gleichzeitig werden im Rahmen von Lehrveranstaltungen, Exkursionen und studentischen Projekten reale Anwendungen direkt in die Ausbildung integriert.
Weimar als Vorbild: Gemeinsam Zukunft gestalten
Als klimaneutraler Energieträger spielt Wasserstoff insbesondere im öffentlichen Nahverkehr und im Schwerlastverkehr eine wichtige Rolle. Technologien wie Brennstoffzellenbusse ermöglichen hohe Reichweiten, zuverlässigen Betrieb und flexible Einsatzmöglichkeiten. Seit 2023 setzt die Stadtwirtschaft Weimar auf Wasserstoff als alternativen Energieträger und baut sukzessive eine neue Wasserstoffinfrastruktur aus.
Der Wasserstoffbus »Walter Gropius« wurde im Dezember 2025 in die Flotte der Weimarer Linienbusse aufgenommen und steht mit seiner Gestaltung ab 8. April 2026 exemplarisch für die langjährige und enge Zusammenarbeit zwischen der Bauhaus-Universität Weimar und der Stadtwirtschaft Weimar GmbH. In gemeinsamen Forschungsprojekten, in der Lehre sowie im Wissenstransfer arbeiten beide Partner kontinuierlich daran, nachhaltige Mobilitäts- und Energielösungen zu entwickeln und praktisch umzusetzen.
Präsentation des Wasserstoffbusses »Walter Gropius«
im Rahmen des Willkommensfestes für Studierende der »Umweltingenieurwissenschaften«
8. April 2026, 17 Uhr
Bauhaus-Universität Weimar, Coudraystraße 10
Mit dem neu gestalteten Wasserstoffbus »Walter Gropius« wird die enge Verbindung von Wissenschaft, Lehre und kommunaler Praxis nun auch im öffentlichen Raum sichtbar. Vertreter*innen der lokalen Presse sind herzlich eingeladen, die Präsentation im Rahmen des Semesterstartes an der Bauhaus-Universität Weimar zu begleiten.
Für Rückfragen steht Prof. Dr. Mark Jentsch, Bauhaus-Universität Weimar, Professur Energiesysteme, per E-Mail: mark.jentsch[at]uni-weimar.de oder telefonisch unter: Tel: +49 (0)3643 / 584632 zur Verfügung.
